Platz zwei oder Platz sechs? Diese Frage stellte sich vor dem ersten Rückrunden-Heimspiel des FC Wil. Geworden ist es mit Platz vier ein Mittelding. Zugrunde lag eine Punkteteilung, die man im Wiler Lager zurecht mit «zwei verlorene Zähler» umschrieb. Denn die Gastgeber waren über weite Strecken die bessere Mannschaft und wären der verdiente Sieger gewesen, wenn es denn einen gegeben hätte. Allerdings liessen sie offensiv die letzte Konsequenz vermissen. Das ist keine Neuheit. Seit mittlerweile drei Monaten haben die Äbtestädter nie mehr als einen Treffer pro Spiel erzielt.

Gegen Schaffhausen wäre das beinahe geglückt. Nachdem der FC Wil eine Drangphase der Munotstädter in den ersten Spielminuten überstanden hatte, nahm er das Heft in die Hand und kam Mitte erster Halbzeit zum Führungstreffer. Silvio legte für Schmid auf, der von der Strafraumgrenze aus in die weite Ecke traf. Im zweiten Einsatz für seinen neuen Klub traf die Leihgabe des FC Basel erstmals. Eingesetzt wurde Schmid dieses Mal im Mittelfeld, wo er sich sichtlich wohler fühlt als in der Verteidigung. In dieser hatte er beim Rückrundenstart in Aarau aushelfen müssen, da das Defensivpersonal ausgegangen war.

Ein Penalty rettet Schaffhausen

Die Wiler standen fortan defensiv sicher und setzten vorne Nadelstiche. Doch dann leistete sich Michael Gonçalves in einer frühen Phase der zweiten Halbzeit im eigenen Strafraum ein Foul an Arijan Qollaku, das folgerichtig mit Penalty geahndet wurde. Schaffhausen-Rückkehrer Tunahan Cicek behielt kühlen Kopf, verlud Wils Goalie Zivko Kostadinovic und erzielte sicher den Ausgleich. Somit traf auch Cicek in seinem zweiten Einsatz für den neuen (alten) Klub erstmals. Die Wiler kassierten im zweiten Spiel hintereinander einen Penalty, nachdem in der ganzen Hinrunde kein einziger gegen sie gepfiffen worden war.

 
Im Video: Die wichtigsten Szenen des Spiels in der Zusammenfassung. (Quelle: www.sfl.ch)

Mit dem Remis waren die Gastgeber weniger zufrieden als die Gäste und sie suchten den Siegtreffer vehementer. Möglichkeiten waren da. Ein Freistoss von Schmid bereitete Schaffhausens Goalie Franck Grasseler Mühe, ein Abschluss von Zé Eduardo etwas weniger. Einmal aber war Grasseler geschlagen. Nach einem Corner von links und einem Kopfball des aufgerückten Verteidigers Nick von Niederhäusern rettete der Pfosten die Gäste. Es gab somit ein nächstes Déjà-Vu-Erlebnis. Auch in Aarau hatten die Wiler – damals in Person von Silvio – in der Schlussphase die Torumrandung getroffen. «Wichtig war in erster Linie die Reaktion auf das Aarau-Spiel. Taktisch ging es gut auf und in den Zweikämpfen waren wir präsent. Es ist aber schade, dass sich die Mannschaft nicht belohnt hat», sagte Wils Trainer Konrad Fünfstück.

Die Forderung nach Demut

Positiv war zu vermerken, dass Sandro Lombardi und Cédric Gasser nach überstandenen Verletzungen erstmals wieder der Stammformation angehörten. Mit Silvano Schäppi, Etienne Scholz und vor allem Nikki Havenaar sowie dem kranken Sergio Cortelezzi fehlte den Wilern aber doch wichtiges Personal. Auch Schaffhausen musste mit Miguel Castroman auf einen Leader verzichten.

Die Wiler blieben im fünften Heimspiel hintereinander sieglos – und auch im fünfen Meisterschaftsspiel en suite. Es sind Zahlen, die Fünfstück relativiert: «Wir haben zuletzt gegen Lausanne, Winterthur, Aarau und zweimal Schaffhausen gespielt. Unser Saisonziel lautet Ligaerhalt. Nun haben wir nach 20 Spielen schon 30 Punkte auf dem Konto. Heute standen fünf Spieler in der Stammformation, die erst 20-jährig sind. Ich vermisse manchmal die nötige Demut. Erfolg kann verblenden.

Die Stimmen zum Spiel: (Quelle: www.fcwil.ch)

 
Im Interview: Torschütze Dominik Schmid und Trainer Konrad Fünfstück sind mit einem Punkt nicht restlos zufrieden.

FC Wil 1900 – FC Schaffhausen 1:1 (1:0)

IGP-Arena: 1160 Zuschauer. – Sr: Fähndrich.

Tore: 24. Schmid 1:0. 54. Cicek (Foulpenalty) 1:1.

FC Wil 1900: Kostadinovic; Rahimi, von Niederhäusern, Gasser; M. Gonçalves, Zé Eduardo, Schmid, Schällibaum; Lombardi (92. Audino), Breitenmoser (88. Hefti); Silvio (84. Savic).

FC Schaffhausen: Grasseler; A. Gonçalves, Bunjaku, Mevlja, Qollaku; Helbling; Paulinho, Del Toro, Pugliese; Cicek (85. Sessolo), Nikci (69. Gül).

Bemerkungen: Wil ohne Cortelezzi, Sejdija (krank), Havenaar, Schäppi, Scholz, Gülünay (verletzt), Chande, Beka und Herrmann (nicht im Aufgebot). Schaffhausen ohne Tranquilli, Barry (krank), Zbinden, Castroman (verletzt), Apicella, Delli Carri, Imeri und Rether (nicht im Aufgebot). – - 83. Pfostenkopfball von Niederhäusern. – Verwarnungen: 33. Del Toro (Foul). 53. M. Gonçalves (Foul). 58. Qollaku (Foul). 68. Helbling (Foul). 73. Mevlja (Foul).

Resultate, Challenge League, 20. Runde:
Wil - Schaffhausen 1:1
Chiasso - Servette 2:1
Kriens - Winterthur 2:0
Rapperswil-Jona - Aarau 1:2
Vaduz - Lausanne-Sport 2:2

Rangliste:
1. Servette 20/40. 2. Lausanne-Sport 19/31. 3. Winterthur 19/31. 4. Wil 20/30. 5. Aarau 20/29. 6. Schaffhausen 20/27. 7. Vaduz 20/21. 8. Chiasso 20/21. 9. Kriens 19/19. 10. Rapperswil-Jona 19/18.

Nächste Spiele:
Mittwoch, 13. Februar: Lausanne-Sport - Kriens (19.00 Uhr)
Freitag, 15. Februar: Winterthur - Vaduz (20.00 Uhr)
Samstag, 16. Februar: Lausanne-Sport - Rapperswil-Jona (17.00 Uhr), Schaffhausen  - Kriens (17.30 Uhr), Servette - Wil  (19.00 Uhr)
Sonntag, 17. Februar: Aarau - Chiasso (15.00 Uhr).

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Der Liveticker zum Nachlesen:

Das soll's gewesen sein hier aus dem Wiler Südquartier. Im Namen von hallowil.ch bedanke ich mich, dass Sie live dabei waren und wünsche Ihnen einen schönen Sonntagabend. Seien Sie auch am kommenden Samstag live auf hallowil.ch dabei, wenn der FC Wil ab 19 Uhr im Stadte de Genève antreten wird. Für Sie dann am Ball sein wird Simon Dudle.

Schlussfazit: Der FC Wil und der FC Schaffhausen trennen sich 1:1. Die Wiler hatten die Möglichkeit, mit einem Sieg Platz zwei der Tabelle zu übernehmen, verpassten dies aber. Für beide Mannschaften war es der erste Punkt im Fussballjahr 2019. Das Spiel war arm an Höhepunkten. Sowohl den Wilern als auch den Schaffhausern fehlte die Kreativität im Spiel. Und so operierten beide Mannschaften vor allem mit langen Bällen. Die Harmlosigkeit beider Mannschaften zeigt sich auch in der Eckballstatistik. Die Wiler hatten während des gesamten Spiels drei Eckbälle, die Schaffhauser zwei. Will der FC Wil am kommenden Samstag in Genf bei Leader Servette bestehen, ist eine Leistungssteigerung notwendig, auch wenn die Genfer heute im Spiel beim FC Chiasso überraschend mit 1:2 verloren haben.

Schlusspfiff: Der FC Wil und der FC Schaffhausen trennen sich 1:1.

92. Minute: Dritter Wechsel beim FC Wil. Audino spielt neu für Lombardi.

91. Minute: Nach einem langen Ball von Michael Gonçalves verpasst Lombardi vor dem Tor das Spielgerät um eine Fusslänge.

90. Minute: 3 Minuten werden nachgespielt.

88. Minute: Zweiter Wechsel beim FC Wil. Für Breitenmoser kommt Hefti.

85. Minute: Zweiter Wechsel beim FC Schaffhausen. Cicek verlässt das Feld für Sessolo.

84. Minute: Erster Wechsel beim FC Wil. Vom Feld geht Silvio und neu auf dem Platz ist Savic.

82. Minute: Grosschance für den FC Wil: Nach dem Eckball von Breitenmoser köpft von Niederhäusern den Ball an den Pfosten. Schade. 

78. Minute: Der Freistoss von Schmid segelt an Freund und Feind vorbei und wird so noch gefährlich für Grasseler. Dieser kann aber zur Ecke klären. Der anschliessende Eckball bringt aber keine Gefahr.

76. Minute: Es ist weiterhin ein Spiel mit wenigen Höhepunkten. Beiden Mannschaften agieren vor allem mit langen Bällen, weil es ihnen an kreativen Elementen fehlt.

73. Minute: Gelbte Karte gegen Mevlja, nach einem Foul an Silvio.

73. Minute: Michael Gonçalves hat viel Platz vor sich. Dies nach einem schönen Ball von Breitenmoser. Er zieht in den Strafraum, trifft aber nur das Aussennetz.

69. Minute: Erster Wechsel beim FC Schaffhausen: Anstelle von Nikci spielt neu Gül.

69. Minute: 1160 Zuschauer sind heute anwesend.

68. Minute: Guter Freistoss von Schmid. Er zirkelt den Ball über die Mauer. Grasseler kann das Spielgerät nur mit viel Mühe abwehren.

67. Minute: Gelbe Karte gegen Helbling nach einem Foul an Schmid.

66. Minute: In der Defensive der Wiler merkt man, dass Havenaar mit seiner Präsenz fehlt.

65. Minute: Kopfball von Schaffhausens André Gonçalves, direkt auf Kostdadinovic.

62. Minute: Abschluss von Qollaku aus gut 25 Metern, direkt in die Arme von Kostadinovic.

60. Minute: Abschluss von Zé Eduardo, direkt auf Torhüter Grasseler.

58. Minute: Gelbe Karte für Qollaku, nach einem harten Einsteigen gegen Schmid.

57. Minute: Der Freistoss von Schmid ist etwas zu lange für Silvio. So entsteht keine Gefahr.

54. Minute: TOOOR für den FC Schaffhausen durch Cicek zum 1:1. Cicek schickt Kostdadinovic in die falsche Ecke und verwandelt den fälligen Strafstoss souverän.

53. Minute: Elfmeter für Schaffhausen. Michael Gonçalves foult im Strafraum Qollaku. Schiedsrichter Fähndrich zeigt sofort korrekterweise auf den Punkt. Gonçalves sieht noch die gelbe Karte.

49. Minute: Erster Abschluss in der zweiten Halbzeit. Del Toro versucht es mit einer Direktabnahme, trifft den Ball aber nicht richtig. So hat Kostadinovic keine Probleme den Ball zu halten.

46. Minute: Der Ball rollt in der zweiten Halbzeit. Beide Mannschaften kommen unverändert aus der Kabine.

Halbzeit in Wil. Nachdem die Wiler die erste Viertelstunde überstanden hatten, in welcher Schaffhausen spielbestimmend war, nahmen sie das Heft in die Hand und erzielten das 1:0. Nach diesem Treffer flachte die Partie ab und es gab auf Wiler Seite noch eine Chance. Die Schaffhauser hingegen hatten keine Chance mehr. Das 1:0 war übrigens erst das achte Tor eines Wiler in der ersten Halbzeit im 20. Spiel. Dieser Treffer reicht den Wilern aber, um auf Platz zwei der Tabelle zu klettern.

Post inside

45.+2. Minute: Der FC Wil geht mit einer 1:0-Führung in die Pause. 

45. Minute: Zwei Minuten werden nachgespielt.

42. Minute: Das Spiel ist merklich abgeflacht. Es gibt auf beiden Seiten keine nennenswerten Chancen.

40. Minute: Lombardi versucht es alleine gegen drei Schaffhauser, kommt aber nicht durch.

36. Minute: Die Schaffhauser haben sich nach dem Treffer noch nicht gefangen.

33. Minute: Gelbe Karte für Del Toro nach einem Foul an Zé Eduardo.

29. Minute: Eine weitere Chance für die Wiler. Breitenmoser versucht es aus spitzem Winkel. Sein Abschluss verfehlt das Tor nur knapp.

24. Minute: TOOOOOOOOOOR für den FC Wil durch Dominik Schmid zum 1:0. Nach guter Vorarbeit von Silvio zieht Schmid aus 15 Metern ab und trifft flach in die entfernte linke Ecke. Mit diesem Treffer sind die Wiler in der Blitztabelle auf Rang zwei.

22. Minute: Gute Chance für die Wiler: Nach einer Flanke von links von Schällibaum verpasst Silvio in der Mitte nur um Zentimeter. Der Nachschuss von Michael Gonçalves landet dann auf dem Parkplatz.

20. Minute: Freistoss für Schaffhausen. Der Ball von Del Toro wird von Rahimi geklärt.

16. Minute: Nach dem Eckball von Schmid fasst sich Gonçalves ein Herz und schiesst von der Strafraumkante. Sein Ball fliegt nur knapp am linken Pfosten vorbei.

15. Minute: Michael Gonçalves flankt auf Schällibaum und dieser leitet weiter zu Silvio. Der Abschluss wird aber abgelenkt. Es gibt Eckball.

12. Minute: Die Wiler halten nun besser dagegen und agieren offensiver.

9. Minute: Freistoss für Wil aus guter Position, nachdem Bunjaku Silvio gefoult hat. Der Freistoss von Schmid landet aber in der Mauer.

8. Minute: Schaffhausen ist in der Anfangsphase die aktivere Mannschaft.

7. Minute: Paulinhos Schuss verfehlt das Ziel klar.

5. Minute: Mevlja versucht es von der Mittellinie. Sein Schuss geht nur knapp über das Wiler Tor.

4. Minute: Der Schuss von Cicek wird von von Niederhäusern abgelenkt es gibt Eckball. Dieser bringt den Schaffhausern aber nichts ein.

3. Minute: Erster Freistoss für Wil, nach einem Foul von Cicek an Breitenmoser. Lombardi zieht den Ball nahe aufs Tor, aber auch der Schaffhauser Keeper hat keine Mühe diesen Ball zu halten.

2. Minute: Erster Freistoss für den FC Schaffhausen. Kostadinovic hat aber keine Mühe den Ball von Del Toro zu halten.

1. Minute: Anstoss in Wil.

Die Aufstellungen sind bekannt. Trainer Fünfstück lässt heute in einer 3-4-2-1 Formation spielen. Im Tor steht Kostadinovic. In der Abwehr spielen von rechts nach links Rahimi, von Niederhäusern und Gasser. Im Mittelfeld laufen heute von rechts her gesehen Michael Gonçalves, Zé Eduardo, Schmid und Schällibaum auf. Hinter Stürmer Silvio spielen heute Lombardi (rechts) und Breitenmoser.

Die Gäste aus Schaffhausen spielen in einer 4-4-2 Formation mit Raute. Das Tor hütet Grasseler. In der Abwehr spielen von rechts nach links André Gonçalves, Bunjaku, Mevlja und Qollaku. Im Mittelfeld laufen Paulinho, Helbling, Del Toro und Pugliese (von rechts) auf. Im Sturm spielen Cicek und Nikci.

Für beide Mannschaften geht es heute darum, den Fehlstart ins Fussballjahr 2019 zu korrigieren. Während der FC Wil vergangene Woche am Freitag gegen erstarkte Aarauer eine Niederlage hinnehmen musste, verlor der FC Schaffhausen im heimischen Lipopark überraschend gegen den abstiegsbedrohten FC Chaisso. Es darf heute darauf gehofft werden, dass Captain Sandro Lombardi nach seiner Rippenverletzung wieder fit ist für die Startformation. Fehlen hingegen werden weiterhin die verletzten Nikki Havenaar, Silvano Schäppi und Etienne Scholz. Der letzte Sieg der Wiler gegen den FC Schaffhausen ist indes schon fast ein ganzes Jahr her. Am 24. Februar 2018 schlug man den heutigen Gegner in Schaffhausen mit 2:1. Danach gewannen die Gäste aus der Munotstadt alle drei Duelle.

Hallo und herzlich Willkommen zum Liveticker des heutigen Heimspeils des FC Wil gegen den FC Schaffhausen. Seien Sie hier ab 14.30 Uhr live dabei, wenn der FC Wil versucht die ersten Punkte im Jahr 2019 zu holen. Durch den Nachmittag führt Sie heute Pascal Ibig.

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Die Vorschau:

Trotz winterlicher Verhältnisse konnten der FC Wil und der FC Schaffhausen am vergangenen Wochenende in die Challenge-League-Rückrunde starten. Rückblickend wäre ihnen aber wohl lieber gewesen, Frau Holle hätte ihre Kissen etwas heftiger geschüttelt und die Spiele wären verschoben worden. Denn beide Teams brachten es nicht Betriebstemperatur – oder zumindest nicht in genügendem Masse. Während die Wiler in Aarau lange Zeit schlicht und einfach die schlechtere Mannschaft waren, fand der FC Schaffhausen bei der 0:2-Heimniederlage gegen den vormaligen Tabellenletzten FC Chiasso kein Rezept. Schon zum zweiten Mal in dieser Saison mussten die nördlichen Grenzstädter den südlichen Grenzstädtern die volle Punktzahl überlassen. Wil und Schaffhausen haben also noch etwas gutzumachen am Sonntag und wollen im Fussballjahr 2019 ankommen.

Die Wiler:

Schon zum zweiten Mal binnen nicht einmal zweieinhalb Monaten gastieren die Schaffhauser heute Sonntag in der Wiler IGP-Arena. Die Erinnerungen an das letzte Aufeinandertreffen am ersten Adventssonntag sind somit noch wach. Die Munotstädter verliessen als erste Mannschaft überhaupt in dieser Saison das Wiler Südquartier als Sieger. War der FC Wil im Herbst lange als Heimmacht gefürchtet, so hat sich das in den vergangenen Partien geändert. Der letzte Vollerfolg geht auf den 21. Oktober zurück, als Chiasso mit 3:1 besiegt wurde. Danach gab es in Meisterschaft und Cup vier Heimspiele ohne Sieg. Schaffhausen ist zuletzt eine Art Angstgegner des FC Wil geworden. Fünf der letzten sechs Direktduelle gewannen die Munotstädter.

Die Wiler mussten in der ersten Wochenhälfte ohne Trainer Konrad Fünfstück auskommen, der schon beim Rückrundenstart in Aarau krank gefehlt hatte und auch zu Beginn der neuen Woche krankheitshalber nicht auf dem Trainingsplatz stehen konnte. Dafür darf gehofft werden, dass Captain Sandro Lombardi wieder soweit genesen ist, dass es ihm in die Stammformation reicht. In Aarau war er nach überstandener Rippen-Verletzung für die Schlussphase eingewechselt worden.

Nachdem am Freitagabend Lausanne-Sport nicht gewonnen hat und der FC Winterthur am Samstag gar verlor, bietet sich dem FC Wil die Möglichkeit, mit einem Sieg auf Platz zwei vorzurücken. Bei einer hohen Niederlage droht aber gar das Abrutschen in die untere Tabellenhälfte. So eng ist alles beisammen. Gewinnen tatsächlich die Munotstädter, kommt es zum totalen Zusammenschluss. Der Zweite und der Sechste wären dann nur gerade durch zwei Punkte getrennt.

Die Schaffhauser:

Wundenlecken nach der Startrunde war auch beim FC Schaffhausen angesagt. Die Heimniederlage gegen Chiasso kam überraschend – zumal die Südschweizer den Lipopark zuvor noch gar nie als Sieger verlassen hatten. Kommt dazu, dass auch die Vorbereitung des FCS nicht berauschend war. Nur eines der fünf Testspiele wurde gewonnen – gegen Yverdon aus der Promotion League. Dabei hatten die Schaffhauser zum Ende des Jahres 2018 ihre stärkste Phase dieser Saison zu verzeichnen gehabt und den Rückstand auf den Barrage-Platz sukzessive auf nur noch fünf Zähler reduziert.

Ferner vermeldete der FCS in der Winterpause die Rückkehr von Tunahan Cicek, der zuvor in einem halben Jahr bei Xamax nur zu fünf Einsätzen und keinem Treffer gekommen war. Für die Schaffhauser hatte er in der vergangenen Saison in der Challenge League 21 Treffer erzielt. Beim Rückrundenstart fiel zudem der Ausfall von Spielmacher Miguel Castroman (Muskelprobleme) ins Gewicht. Noch fiel schwerer wiegt allerdings, dass Präsident Aniello Fontana in der Winterpause verstorben ist. 27 Jahre lang hatte er die Geschicke des FC Schaffhausen geleitet und war auch für den Bau des schmucken Lipopark in Herblingen verantwortlich.