Vertreterinnen und Vertreter der mitwirkenden Nationen folgten der Einladung. Junge Afghanen tanzten und spielten Theater und übergaben Michael Kunz von der Afghanenhilfe Schaffhausen den Reinerlös vom Nationentag von 10 000 Franken.Am 20. Mai hatte der Nationentag mit einer ungebremst grossen Besucherzahl in der Uzehalle stattgefunden. Der Anlass ist ein fester Bestandteil der Uzwiler Agenda und findet alle zwei Jahre statt. Die rund 20 teilnehmenden Nationen hatten umsonst gearbeitet und ihre Köstlichkeiten an Ständen feilgeboten. Auf der Bühne war viel Folklore, Musik und Tanz präsentiert worden. Es war eine Demonstration der Solidarität und ein grosses Miteinander von Jung und Alt, von Menschen unterschiedlicher Kulturen und Sprachen.

Engagement in Afghanistan
Am Montag hatte Kari Bürgler, Pastoralassistent in der Seelsorgeenheit Uzwil und Umgebung und Hauptverantwortlicher des Anlasses, zum Abschlussfest eingeladen. Bei dieser Gelegenheit wurde der Reinerlös von 10 000 Franken an Michael Kunz, Präsident der Afghanenhilfe, überreicht. Vreni Frauenfelder hatte den Verein 1988 in Schaffhausen gegründet. Ihr Engagement ist schon mehrfach in den Medien gewürdigt worden. Seither sind Spitäler, Schulen und Waisenhäuser gebaut worden, die jedes Jahr rund 700 000 Franken für ihren Betrieb benötigen. Der Verein bringt diese Gelder aus Spenden und mit dem Erlös aus eigenen Anlässen auf. Der Vorstand arbeitet ehrenamtlich und reist jährlich in die Projektgebiete, unter Beachtung aller Regeln, um sich einigermassen sicher im Krisenland zu bewegen. Partnerorganisationen vor Ort sind die Ansprechpartner.

Tanz und Theater
Michael Kunz zeigte sich erfreut über die Solidarität der Uzwiler. Das Geld soll für die vier Wasenhäuser in Afghanistan eingesetzt werden, in denen insgesamt 200 Kinder betreut werden. Am Nationentag hatten rund 20 Afghanen einen Stand betrieben. Demokratisch hatten alle Nationen darüber abgestimmt, an welches Projekt der Reinerlös gehen soll. Der grosse Betrag ist auch dank Sponsoren zustande gekommen. Die Afghanen selber waren an diesem Dankesabend sehr stolz und aufgekratzt. Sie führten Tänze vor und ein kleines, lustiges Theater, das Lachtränen in die Gesichter der Zuschauenden zauberte. Mit minimalen Deutschkenntnissen und gewollten Missverständnissen sagten sie schliesslich aus, wie wichtig es sei, Deutsch zu lernen, und dass sie vielen netten Menschen begegneten, die sie unterstützten. «Was hier geschieht, ist wahre Integration», lobte Michael Kunz.