Vielfalt, Innovativ, konsequent nachhaltig, partizipativ, attraktiver Bildungsstandort, energetisches Vorbild, Hochstehend verdichtet, Mobil, lebendiger Wirtschaftsraum und selbstbewusst verantwortungsvoll, sind die Stichworte zu den 10 Aktivitätsfeldern für die Legislatur 2017 bis 2020 des Wiler Stadtrates. Zufrieden ist der Stadtrat mit dem erreichten Abschluss der Zielsetzungen der abgelaufenen Legislatur, sechs erfüllt, 16 auf Kurs und ein Ziel (Energiekonzept) in Verzug. Mit sogenannten Leuchttürmen, Projekten mit besonderem Gewicht, stellten die Mitglieder des Stadtrates Wil die angestrebten Legislaturziele vor. Übergreifend sind diese in 10 Aktivitätsfeldern eingebunden.

Zufrieden mit dem Abschluss der Legislatur 2013-2016
Für die abgelaufene Legislatur hatte sich der Stadtrat über sechs Handlungsfelder 26 Legislaturziele gesetzt, verbunden mit 153 Massnahmen. Mit sechs erfüllten Legislaturzielen und 18 auf Kurs ist der Stadtrat zufrieden mit dem Erreichten. Einziges nicht erfüllte Zielsetzung, das Energiekonzept, kommt im Sommer 2017 ins Parlament. Ein weiteres Legislaturziel war wegen externer Faktoren nicht erfüllbar.

In der Schlussbilanz zur abgelaufenen Legislatur wies Stadtpräsidentin Susanne Hartmann auf 85 überarbeitete und neu erlassene Reglemente. Nur wenige seien ob aufwendiger Aufbereitung noch offen. Darunter ist auch das Reglement der Technischen Betriebe, welches zusammen mit der neuen Geschäftsstruktur nachfolgen wird. Hartmann nannte den Schwerpunkt „Starkes Zentrum in einer starken Region“ wichtig. Willkommen und vernetzt sein habe der Stadtrat mit regelmässigen Sitzungen mit den Wiler Quartiervereinen, Kulturapero und Kulturcafé sowie Unternehmerapero gepflegt. Wichtig sei ihnen auch der Austausch mit den Kantonsratsmitgliedern und den Nachbargemeinden gewesen.

Aktivitätsfelder für wichtige Aspekte der Stadt
Die 10 festgelegten Aktivitätsfelder für die Legislatur 2017 bis 2020 betonen die übergeordnete Ausrichtung in wichtigen Aspekten. Zu vorderst steht der Aspekt „Vielfalt“, welche Förderung erfahren soll in Lebensräumen, Angeboten und Infrastrukturen, ganz allgemein der Pflege einer freundlichen Willkommenskultur. Neben innovativ will die Stadt auch konsequent nachhaltig aktiv sein.

Dem attraktiven Bildungsstandort stet die Wertschätzung von Bezugsgruppen in der partizipativen Haltung gegenüber. Wil will sich als energetisches Vorbild zeigen, was sich auch im Ansatz „Hochstehend verdichtet“ zeigen soll. Reibungsloses und konfliktfreies Mit- und Nebeneinander will der Stadtrat unter dem Begriff „Mobil“ angehen. Lebendiger Wirtschaftsstandort und selbstbewusst verantwortungsvoll sollen dem starken Regionalzentrum förderlich sein. Als Stärkung des Regionalzentrums sieht der Stadtrat auch den Entwicklungsstandort Wil-West. Die Stadt profitiere davon als Wohnort und dem Angebot an Arbeitsplätzen.

Leuchttürme der Departemente
Als wichtige Projekte nennt Stadtpräsidentin Susanne Hartmann, Departement Finanzen, Kultur und Verwaltung, die Realisierung eine Quartier- und Familientreffpunktes. Platz für Kunst und Kultur, neu auch den Aufbau der Kulturbühne und Kunst am Weier und artwil2018 sind ihr wichtig. Innovativ nennt sie die Umsetzung der Zwischennutzung im Rahmen des Vorprojektes 3. Bauetappe Hof zu Wil.

Schulpräsidentin Jutta Röösli nennt die nachhaltige Umsetzung des Lehrplan 21, um die Kompetenzerwerbung für jedes Kind zu fördern. Zum attraktiven Bildungsstandort sei das Gelingen des Projekts „Schule 2020“ wichtig und bilde zugleich die strategische Ausrichtung der Schulen der Stadt.

Stadtrat Daniel Meili, Departement Versorgung und Sicherheit, will die Infrastruktur für „Smart City“ im Rahmen der Glasfaserverbindungen zur Verfügung stellen, innerstädtische und private Steuerungen und Überwachungen. Die erste Etappe der Fernwärme soll bis 2020 realisiert sein als wichtiger Beitrag zur CO2-Reduktion. Nach Meili ist die Energiewende im Verteilnetz zu schaffen.

Dario Sulzer, Departements Soziales, Jugend und Alter, legt Wert auf frühkindliche Bildung, Betreuung und Erziehung. Das Leitbild „Menschen mit Behinderung“ stehe vor der Verabschiedung und soll umgesetzt werden.

Beim Departement Bau, Umwelt und Verkehr mit Departementsleiter Daniel Stutz steht das Erreichen des Energielabel „Gold“ im 2018 im Vordergrund. Für die erfolgreiche Rezertifizierung müssen 70 Prozent der energiepolitischen Handlungspotentials erarbeitet werden. Hochstehend verdichtet steht beim Areal Klinik Ost im Vordergrund, wo es im Sinne eines 2000-Watt-Areals im Standard „Nachhaltiges Bauen Schweiz“ geht. Weiter steht die Erarbeitung des Vorprojektes im Rahmen des Masterplans Bahnhof Wil als Leuchtturm auf dem Programm.

Die laufende Überwachung der Zielerreichung steht im Vordergrund. Bekanntlich darf auch eine Zwischenbilanz erwartet werden.