Gesamthaft hat die Gruppe der St.Galler Spitäler einen Umsatz von 1,24 Milliarden Franken  erwirtschaftet, die Covid-19-Entschädigungen des Bundes sind darin bereits eingerechnet. Das entspricht einem Rückgang von 44 Millionen Franken gegenüber dem Vorjahr. Nach einem unterschiedlichen Start in das Jahr 2020 in den einzelnen Spitalverbunden hat sich die Situation seit Mitte März durch die Pandemie für die Gruppe der St.Galler Spitäler markant verändert.

Über die ganze Spitalgruppe wurden 61'456 stationäre Patienten behandelt. Die Zahl der stationären Patienten ist damit gegenüber dem Vorjahr um 6,2 Prozent erneut gesunken (2019: 65'492). Nach einem Anstieg im Vorjahr sind im 2020 auch die ambulanten Frequenzen um 6,4 Prozent gesunken. Dies ist ebenfalls die Folge der Covid-19-Massnahmen in den Spitälern, wie es in der Pressemitteilung 

Die Spitalverbunde rechnen für 2021 mit einem gesamthaften Verlust von 42,3 Millionen Franken über alle vier Spitalverbunde. Ob diese Zahlen erreicht werden können, ist vom weiteren Verlauf der Pandemie abhängig; die Budgets wurden im Spätherbst 2020 erstellt. 

Der Verwaltungsrat der Spitalverbunde schreibt weiter: Die Umsetzung der Spitalstrategie ist für die Spitalverbunde essentiell und wird langfristig dazu führen, dass die Spitäler wieder auf einer gesunden finanziellen Basis stehen. Die Gesundung braucht aber länger als ursprünglich angenommen. Die Eigenkapitalbasis wird wegen den sich abzeichnenden Defiziten in den nächsten Jahren äusserst dünn und muss in den drei regionalen Spitalverbunden (SR RWS, Spital Linth und SRFT) voraussichtlich gestärkt werden. Das Kantonsspital St.Gallen (KSSG) hat mit der Inbetriebnahme des Ambulatoriums («Ambi») Rorschach per 1. Februar 2021 bereits den ersten wichtigen Schritt der Transformationsmassnahmen erfolgreich umgesetzt.

Spitalregion Fürstenland Toggenburg 

Die Spitalregion Fürstenland Toggenburg (SRFT) mit den Standorten Wattwil und Wil schliesst das Geschäftsjahr 2020 bei einem Jahresumsatz von 101,4 Millionen Franken (Vorjahr 106,3 Millionen) mit einem Verlust von 9,99 Millionen Franken ab (Vorjahr: Minus 5,72 Millionen). Die abrechenbaren Austritte im stationären Bereich sanken auf 7422 (2019: 8344). Die stationären Erträge fielen im Verhältnis zum Vorjahr trotz des höheren Case Mix Indexes 0.730 (CMI; 2019: 0.717) wegen den tieferen Patientenzahlen um 4,7 Millionen Franken tiefer aus. Der Rückgang der Zahl der ambulanten Besuche im Frühjahr konnte bis Ende Jahr mit 46’797 (2019: 50'682) fast ausgeglichen werden. In organisatorischer und personeller Hinsicht konnte die SRFT 2020 einen wichtigen Schritt hinsichtlich der künftigen Ausgestaltung des Leistungsangebots machen. Im Zuge der Netzwerkbildung in den Bereichen Allgemein- und Viszeralchirurgie sowie Orthopädie und Traumatologie wurde das Ressort Operative Klinik neu strukturiert. Mit der Wahl von Joanna Janczak zur Chefärztin der neuen Klinik für Allgemein und Viszeralchirurgie konnte gleichzeitig eine versierte Fachärztin für dieWeiterentwicklung dieses Fachbereichs gewonnen werden.