Im Kanton Thurgau ging vor gut einem Jahr, am 12. Januar 2021, das erste Impfzentrum in Betrieb, und zwar in Frauenfeld. Dort seien bis zu dessen Schliessung am 7. Juli 2021 70'600 Impfungen gegen Covid-19 verabreicht worden, wie der Kanton Thurgau heute in einem Communiqué mitteilt. «Parallel dazu starteten ebenfalls Anfang Januar 2021 mobile Impfequipen ihre Tour durch Heime, soziale Institutionen, Betriebe, Schulen und Gemeinden», heisst es weiter. Bis heute hätten sie rund 37'900 Impfdosen verabreicht.

Impfen auf dem Schiff

Das zweite Impfzentrum nach Frauenfeld habe der Kanton auf einem Bodensee-Schiff eingerichtet, was «landesweit für Schlagzeilen» gesorgt habe. Zwischen dem 2. Februar 2021 und dem 22. Mai 2021 seien auf der MS Thurgau 11'700 Impfungen in den Häfen von Arbon, Romanshorn und Kreuzlingen erfolgt. So richtig Fahrt aufgenommen hätte die Impfkampagne, als im April und Mai 2021 genügend Impfstoff in die Schweiz geliefert wurde.

Mehr als die Hälfte

Zeitlich passend habe der Kanton deshalb am 6. April das kantonale Impfzentrum in Weinfelden in Betrieb genommen: «Dank seiner Grösse und Skalierbarkeit mit über 2'000 möglichen Impfungen pro Tag und der flexiblen Arbeitsweise des Personals kann hier auf alle Schwankungen der Nachfrage rasch reagiert werden.» Nach fast zehn Monaten Betrieb habe das kantonale Impfzentrum Weinfelden am 31. Januar 2022 die 250'000ste Impfung verzeichnet. Dies entspräche mehr als der Hälfte aller Impfungen im Thurgau. «550 Personen, vom Pflegepersonal über die Kinderärztin bis zum Datenerfasser, leisteten dafür 67'000 Arbeitsstunden, um der Bevölkerung einen reibungslosen Impfablauf in Weinfelden zu bieten.» Betrieben würden sämtliche kantonalen Impfzentren durch die Hirslanden-Gruppe.

Einen wichtigen Pfeiler der kantonalen Impfstrategie seien zudem die Impfungen in Hausarztpraxen: «Dort wurden bislang gegen 50'500 Impfdosen verabreicht. Weitere 10'500 Impfungen erfolgten in Apotheken sowie 8'800 in Spitälern. Zusammen ergibt dies 440'000 Impfungen im Kanton Thurgau. Der Anteil der Bevölkerung ab 5 Jahren, die über einen Impfschutz verfügt, beträgt derzeit 67,62 Prozent.»