Der Monsunregen in Pakistan fällt in diesem Jahr aussergewöhnlich heftig. Die Folgen sind schwere Überschwemmungen und fatale Sturmfluten. Gemäss Regierungsangaben sind über 33 Millionen Menschen betroffen,1'300 Menschen sind seit Juni 2022 umgekommen. Im Süden des Landes stehen ganze Landstriche unter Wasser, Dörfer sind aufgrund weggeschwemmter Strassen nicht mehr erreichbar, zahlreiche Felder sind verwüstet und Häuser zerstört. Dazu kommt die steigende Gefahr von Infektionskrankheiten wie Cholera, Malaria und das Dengue-Fieber, die sich unter den aktuellen Bedingungen schnell ausbreiten. Tausende von Menschen haben ihr ganzes Hab und Gut verloren. Grosser Bedarf besteht bei Nahrungsmitteln, Trinkwasser, Notunterkünften und medizinischer Notversorgung, aber auch an Gütern des täglichen Bedarfs wie Moskitonetze, Kochutensilien und Decken.

Die Hilfsorganisation Helvetas ist seit über 40 Jahren in Pakistan tätig und deshalb gut vernetzt. Entsprechend rasch hat Helvetas auf die akute Notlage reagieren können und bereits acht Trinkwasseraufbereitungsanlagen für täglich 25'000 Personen installiert und Nahrungsmittel an 3'000 Personen verteilt. Da die Not vieler Menschen weiterhin steigt, intensiviert Helvetas seine Nothilfeaktivitäten und verteilt weitere Nahrungsmittelpakete und Hygiene-Kits mit Seife, Waschpulver und Moskitonetzen, versorgt lokale Gesundheitsorganisationen mit medizinischen Notfallpaketen und erstellt weitere Trinkwasseraufbereitungsanlagen.

Damit die Hilfsorganisation Helvetas ihre humanitäre Hilfe wahrnehmen kann, ist die Organisation dringend auf Spenden angewiesen. Die Regierung hat deshalb 30'000 Franken aus dem Lotteriefonds gesprochen und bringt damit die Solidarität der St.Galler Bevölkerung mit den betroffenen Menschen in Pakistan zum Ausdruck, wie es in einer Mitteilung heisst.