Nach der enttäuschenden Pleite unter der Woche in Romanshorn stand mit dem Spiel gegen den EHC Frauenfeld eine weitere Reifeprüfung für die Wiler an. Denn die Thurgauer waren vor dem Gastspiel in der Eishalle Bergholz noch ohne Verlustpunk an der Tabellenspitze. Der Einstand ins Spiel gelang dem EC Wil nach Mass. Bereits in der 3. Minute konnte die Heimmannschaft den ersten Treffer bejubeln. Yanick Streule stocherte erfolgreich nach und eröffnete das Skore. Als nach zehn Minuten auch der EHC Frauenfeld langsam in der Partie angekommen war, verunsicherte das die «Bären» nicht und sie suchten weiterhin den zweiten Treffer. Die Schlussoffensive der Gäste im ersten Drittel wurde dank einem starken Daniel Schenkel im Tor unbeschadet überstanden.

Ins zweite Drittel startete der EC Wil erneut besser als sein Gegner und konnte kurz nach Wiederbeginn durch Mirco Kägi die Führung ausbauen. Die Wiler hielten das hohe Tempo aufrecht und kamen immer wieder gefährlich vors Tor des EHC Frauenfeld. Man merkte, dass die Mannschaft von Trainer Andy Ritsch eine Antwort auf die 2:6-Niederlage gegen die Pikes Oberthurgau liefern wollte. So auch bei der schönen Einzelleistung von Matteo Schärer, welche er aus spitzem Winkel gleich selbst zum 3:0 abschloss. Weiterhin machte auch Wils Goalie Daniel Schenkel auf sich aufmerksam, an dem die Frauenfelder fast zu verzweifeln schienen. Sogar ein Penalty für die Gäste konnte Schenkel parieren. Zwei Minuten vor Drittelsende musste er sich dann aber auch geschlagen geben. Der EHC Frauenfeld wusste eine seiner zahlreichen Chancen doch noch in ein Tor umzumünzen.

Romanshorn war nur ein Ausrutscher

Die Thurgauer konnten aber diesen Anschlusstreffer im Schlussdrittel nicht bestätigen. Sie kamen zwar noch zu einigen guten Möglichkeiten vor dem Wiler Tor, scheiterten aber ein ums andere Mal am «Man of the Match», Daniel Schenkel. «Er ist verdient zum besten Spieler ausgezeichnet worden», waren sich Verteidiger Simon Steiner und Center Andrej Maraffio nach dem Spiel einig. Der EC Wil konnte im Schlussdrittel sogar noch auf 4:1 erhöhen. In einer klassischen 2-gegen-1 Situation genügte Dominik Senn ein guter Querpass als Vorarbeit, um locker einzuschieben. Ein souveräner Sieg des EC Wil gegen den EHC Frauenfeld, welcher auch in dieser Höhe verdient ist. Nun können sich die Wiler nach dieser Runde wieder Tabellenführer nennen - auf Kosten der nun punktgleichen Frauenfelder.

Nachdem man dem ehemaligen Spitzenreiter die erste Saisonniederlage zufügen konnte, kann gesagt werden, dass die Niederlage gegen die Pikes in Romanshorn nur ein Ausrutscher  war. Damit ist auch Andrej Maraffio einverstanden: «Gegen die Pikes haben einfach alle einen schlechten Tag gehabt.» 

Resultate, 1. Liga, Gruppe Ost, 5. Runde:
Wil – Frauenfeld 4:1
Burgdorf – Pikes Oberthurgau 5:6
Wetzikon – Reinach 5:3
Luzern – Rheintal 2:4
Prättigau-Herrschaft – Argovia 1:4
Herisau – Bellinzona 8:4

Rangliste:
1. Wil 5/12. 2. Frauenfeld 5/12. 3. Wetzikon 5/11. 4. Burgdorf 5/10. 5. Pikes Oberthurgau 5/9. 6. Prättigau-Herrschaft 5/8. 7. Rheintal 5/8. 8. Argovia 5/6. 9. Herisau 5/5. 10. Bellinzona 5/5. 11. Reinach 5/3. 12. Luzern 5/1.

Nächste Spiele (6. Runde):
Samstag, 19. Oktober: Argovia – Herisau (17.20 Uhr), Rheintal – Prättigau-Herrschaft (17.30 Uhr), Reinach – Luzern (17.30 Uhr), Pikes Oberthurgau – Wetzikon (17.30 Uhr), Frauenfeld – Burgdorf (17.30 Uhr), Bellinzona – Wil (20.15 Uhr).