Strahlender Sonnenschein vor und strahlende Gesichter im Gotteshaus – so präsentierten sich die Gläubigen am Sonntagmorgen. Schliesslich ist ein 40-jähriges Priesterjubiläum keine Selbstverständlichkeit – und dass der Priester davon fast 20 Jahre dem gleichen Seelsorgeeinheit schenkt, erst recht nicht. Pater Erich Schädler hat das verwirklicht. «Der Erzengel Michael baut eine Brücke von uns zu Gott, er will die Menschen schützen und begleiten» betonte er in seiner Begrüssung. Im Kinderhort brachte die Religionslehrerin Brigitte Zeller den Jüngsten den Kirchenpatron näher.

Gott vertrauen heisst: sich verlassen auf das, was man hofft…».
Dieser Satz ist für Pater Erich in den 40 Jahren seiner Seelsorgearbeit zum Motto geworden. «Ich bin überzeugt, dass wir heute noch Grund genug haben, uns zum gegenseitig zum Christsein und zum Leben in und mit der Kirche zu ermutigen», sagte er. Glaube heisse, sich immer wieder aufrichten, immer wieder tragenden Boden unter den Füssen haben. Obwohl Pastoralteam und Räte wissen, wie anstrengend und aufreibend das Leben in einer Kirche manchmal sein kann, gehört Freude zur Kirche. Freude dürfen wir Menschen tagtäglich auf verschiedenste Weise erleben, in frohmachenden Begegnungen, einem helfenden Miteinander, in der Natur und so weiter.

Freude an der Kirche
Peter Erich möchte dazu beitragen, dass alle Pfarreiangehörigen zur vollen Entfaltung kommen können. Zwei Sätze – gesprochen kurz vor der Priesterweihe – sind ihm unvergessen: 1. Predige nie über zehn Minuten – ausgenommen an einem Festtag. 2. Feiere jede Eucharistie so, als ob sie deine erste wäre. Er hat versucht, sich daran zu halten und ist dankbar für alles, was ihm in den vier Jahrzehnten geschenkt worden ist. «Es tut Herz und Seele gut, mit euch in unseren drei Pfarreien unterwegs sein zu dürfen und etwas von der Freude an der Kirche unter die Menschen bringen zu können» betonte er zum Schluss. 

Post inside
Drei Chöre vereint vor der wunderschönen barocken Späth-Orgel

Dank der Gemeinde
Kirchenpräsident Richard Holenstein gratulierte und dankte im Namen des ganzen Seelsorgeverbandes für den Einsatz des Pallottiner-Paters. Er war Mitbegründer der Seelsorgeeinheit und Präsident von einigen Vereinen. Auf die Aussage «Wir wissen, dass sportliche Aktivitäten nicht so dein Ding sind, und auch nicht das Fitness-Studio», meinte der Jubilar spontan: «Dafür hatte ich auch nie eine Sportverletzung.» Als Dankeschön kann er sich an der Olma einen Massagesessel aussuchen, in dem er sich wohltuend erholen kann.

Musikalische Leckerbissen
Das «Gloria» von Vivaldi wurde in den Gottesdienst eingeflochten. Die Sopransoli lagen bei Monica Mutter, den Alt-Part hatte Claudia Rüegg übernommen. Mitglieder des sinfonischen Orchesters Arbon und der Organist Bruno Sauder begleiteten und unterstützten die Sänger. Die Gesamtleitung lag bei der Chorleiterin Claudia Eberle. Das Orchester spielte schöne Kompositionen. Zum Schluss erklang das «Dank sei dir Herr» von Georg Friedrich Händel, gesungen von den Kirchenchören, Niederbüren, Oberbüren und Niederwil. Nach dem Ballonstart waren alle zu Mittagessen und Gemütlichkeit in den Mehrzwecksaal eingeladen.