Der Gemeinderat teilte heute morgen mit, dass die Steuereinnahmen der Gemeinde Flawil für 2020 mit 5,52 Millionen Franken besser als budgetiert ausfallen. Die Abrechnung zeigt ein Total von 35,92 Millionen Franken. Die Mehreinnahmen seien insbesondere auf Nachzahlungen aus früheren Jahren sowie auf sehr hohe Grundstückgewinnsteuern aufgrund eines regen Liegenschaftenhandels zu hohen Preisen zurückzuführen. Noch offen ist, so der Gemeinderat, in welchem Umfang sich der gute Steuerabschluss auf das Jahresergebnis 2020 des Gemeindehaushalts auswirkt.

Der Flawiler Steuerfuss lag im vergangenen Jahr auf 133 Prozent. Von Frau und Herr Flawiler – in der Sprache des Steueramts natürliche Personen – sind im Jahr 2020 26,82 Millionen Franken an Einkommens- und Vermögenssteuern eingegangen. Gegenüber dem Budget entspricht dies einer Besserstellung von 3,13 Millionen Franken. Diese ist vor allem auf höhere Einnahmen bei den «Steuern früherer Jahre (Nachzahlungen)» – um 2,08 Millionen Franken – zurückzuführen. Damit stammen 75 Prozent der Steuereinnahmen von Einzelpersonen.

Unternehmenssteuern

Etwas über Budget liegen die Steuern von Flawiler Unternehmen – im Fachjargon sogenannte juristische Personen. Die Steuern juristischer Personen (Reinertrags- und Eigenkapitalsteuern) schliessen mit 2,66 Millionen Franken um 160'000 Franken besser ab als budgetiert. Von den Unternehmen stammen sieben Prozent der Steuereinnahmen.

Nebensteuern

18 Prozent der Steuereinnahmen 2020 sind Grundstückgewinnsteuern, Quellensteuern, Handänderungssteuern, Grundsteuern und Feuerwehrabgaben. Hier waren die Einnahmen im vergangenen Jahr bis auf zwei Ausnahmen höher als veranschlagt. Lediglich die Quellensteuern und die Feuerwehrersatzabgaben schliessen etwas tiefer ab als im Budget vorgesehen. Um über 1,89 Millionen Franken besser als budgetiert fielen die Einnahmen bei den Grundstückgewinnsteuern aus. (pd)

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Der gesamte Steuerertrag der Gemeinde Flawil betrug im vergangenen Jahr 35,92 Millionen Franken.