Die wichtigsten Erkenntnisse sind zusammengefasst: Die Juso schaffen mit Timo Räbsamen erstmals in der Geschichte den Einzug ins Wiler Stadtparlament. Die Jungsozialisten jagen der CVP einen Sitz ab. Neu allein stärkste Kraft ist die SVP mit neun Sitzen. 5 Parlamentarier wurden abgewählt, 4 traten nicht mehr an, 9 wurden neugewählt. Mehr dazu in der Berichterstattung unten.

Beim genauen Betrachten fällt aber auch Folgendes auf:

  • Ursula Egli (SVP) machte am meisten Stimmer aller Kandidaten. Und das mit Abstand. 3232 Personen stimmten für sie. Zum Vergleich: Am zweitmeisten Stimmen vereinte Reto Gehrig von der CVP auf sich: 2819. Am wenigsten Stimmen für den Einzug ins Parlament brauchte Timo Räbsamen (Juso) mit 479.
  • Ein unglaublich bitterer Nachmittag war es für Erwin Schweizer von der CVP. Um eine einzige Stimme wurde er aus dem Stadtparlament gewählt – und durch Parteikollegin Sandra Lusti ersetzt. Nach fast 18 Jahren im Stadtparlament muss Schweizer die Segel streichen.
  • Die SVP stellt ab dem 1. Januar 2021 den ältesten und den jüngsten Stadtparlamentarier. Zwischen Louis Scherrer (Jahrgang 1952) und Dominik Egli (Jahrgang 1999) liegen satte 47 Jahre. Dominik Egli? Genau: Der 21-Jährige ist der Sohn von Ursula Egli.
  • Was für ein Satz nach oben: Thomas Abbt machte von Listenplatz 13 aus am drittmeisten Stimmen auf der CVP-Liste. Somit wurde er klar ins Stadtparlament gewählt.
  • Erdrutsch-Sieg bei den Grünen Prowil für Michael Sarbach. Er machte auf der eigenen Liste fast 900 Stimmen mehr als der erste Verfolger, Guido Wick. Abgewählt wurde die Parteipräsidentin der Grünen, Eva Noger. Ihr fehlten 16 Stimmen.

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So hat hallowil.ch am Wahlsonntag berichtet (27.9.20)

Fünf Stadtparlamentarier sind bei den Gesamterneuerungswahlen abgewählt worden. Nämlich Erwin Schweizer und Prend Berisha (beide CVP), Urs Etter (FDP), Mark Zahner (SP) und Eva Noger (Grüne Prowil). Zudem hatten Hans Moser (CVP), Hans-Jörg Höpli (EDU), Thomas Hinder (SVP) und Erika Häusermann (GLP) auf einen Wiederantritt verzichtet.

Neu gewählt wurden Thomas Abbt und Sandra Lusti für die CVP, Klaus Rüdiger und Dominik Egli für die SVP, Claudio Altwegg (FDP), Mathias Schlegel (SP), Timo Räbsamen (Juso), Meret Grob (Junge Grüne) und Harry Huber (GLP). Die Familie Egli somit nun mit Mutter und Sohn im Parlament vertreten.

Bei den Parteienstärken hat es nur eine Verschiebung gegeben. Die CVP verlor einen Sitz und hat nun noch deren acht. Dafür ist die Juso erstmals in der Geschichte im Wiler Stadtparlament vertreten. Neu alleine stärkste Partei ist die SVP mit neun Sitzen.

So sieht die Parteiverteilung im 40-köpfigen Wiler Stadtparlament nun aus:
- SVP: 9 Sitze (0)
- CVP: 8 Sitze (-1)
- FDP: 7 Sitze (0)
- SP: 6 Sitze (0)
- Grüne Prowil: 5 Sitze (0)
- Jungfreisinnige: 1 Sitz (0)
- Juso: 1 Sitz (+1)
- Junge Grüne: 1 Sitz (0)
- EVP: 1 Sitz (0)
- GLP: 1 Sitz (0)

Das sind die 40 Wiler Stadtparlamentarier ab 1. Januar 2021:
- Reto Gehrig (CVP)
- Christoph Gehrig (CVP)
- Thomas Abbt (CVP)
- Roland Bosshart-Schaffhauser (CVP)
- Christine Hasler (CVP)
- Brigitte Gübeli-Forrer (CVP)
- Christoph Hürsch (CVP)
- Sandra Lusti (CVP)
- Ursula Egli (SVP)
- Erwin Böhi (SVP)
- Benjamin Büsser (SVP)
- Pascal Stieger (SVP)
- Patrik Lerch (SVP)
- Nathanael Trüb (SVP)
- Klaus Rüdiger (SVP)
- Dominik Egli (SVP)
- Louis Scherrer (SVP)
- Jigme Shitsetsang (FDP)
- Marc Flückiger (FDP)
- Adrian Bachmann (FDP)
- Claudio Altwegg (FDP)
- Manuela Ebneter (FDP)
- Daniel Gerber (FDP)
- Marcel Malgaroli (FDP)
- Jannik Schweizer (Jungfreisinnige)
- Christof Kälin (SP)
- Silvia Ammann (SP)
- Susanne Gähwiler (SP)
- Mathias Schlegel (SP)
- Valeska Stolz (SP)
- Dora Luginbühl (SP)
- Timo Räbsamen (Juso)
- Michael Sarbach (Grüne Prowil)
- Guido Wick (Grüne Prowil)
- Luc Kauf (Grüne Prowil)
- Matthias Loepfe (Grüne Prowil)
- Sebastian Koller (Grüne Prowil)
- Meret Grob (Junge Grüne)
- Roman Rutz (EVP)
- Harry Huber (GLP)