«Wir sind ein Ausbildungsbetrieb», hat CEO Stefan Scheiber in seiner Festrede festgehalten. Die entsprechenden Anstrengungen, basierend auf einer über hundertjährigen Erfahrung mit dem dualen Bildungssystem, tragen Früchte. Vor Jahresfrist hatten die damals 75 Lehrabsolventen einen Notendurchschnitt von 4,9 erreicht. Zum Erstaunen und zur Freude von Andreas Bischof, Leiter der Berufsbildung, ist dieses Resultat heuer von den 84 Absolventen gar noch übertroffen worden. Auch wenn ein Lernender die Prüfung nicht bestanden hat, beträgt der Notendurchschnitt 4,96 – fast eine 5.

70 Prozent bleiben bei Bühler

Die diesjährigen Absolventen einer drei- oder vierjährigen Lehre hätten sich – so Andreas Bischof – vorbildlich eingesetzt. Ohne die Spitzenleistungen zu schmälern, würdigte er auch den Einsatz der Lehrabgänger, die keinen vorderen Rang erreicht haben. Im Speziellen machte er jenem Lernenden Mut, welcher die Prüfung nicht bestanden hat. Fachlich vermöge er zu überzeugen, schulisch habe es nicht ganz gereicht. Eine «Ehrenrunde» zu absolvieren sei keine Schande.

59 der 83 frischgebackenen Fachleute – 70 Prozent – haben von der Firma einen Arbeitsvertrag bekommen. Darin kommt gemäss dem Leiter der Berufsbildung auch zum Ausdruck, dass vor vier oder drei Jahren die richtigen Lernwilligen aus den 500 Bewerbern ausgewählt worden seien. 


“Innovation für eine bessere Welt”

Wie schon Andreas Bischof richtete auch CEO Stefan Scheiber neben der Würdigung der Diplomanden auch Dankesworte an alle, welche sie zum erfolgreichen Abschluss geführt und begleitet haben, Eltern, Berufsbildner und Berufsschullehrer. 600 Lernende beschäftigt Bühler weltweit, die Hälfte davon in der Schweiz. Sie können von nicht weniger als tausend Fachleuten profitieren, welche ihrerseits bei Bühler eine Lehre absolviert haben. Für sich selber nannte Stefan Scheiber zwei Gründe, dass er seit 30 Jahren bei Bühler arbeite und dies immer noch mit Begeisterung mache: In der Familiengesellschaft herrsche der Bühler-Spirit, das Spezielle, der Zusammenhalt, die Passion. Der Zweck, der Sinn der Firma komme im Schlagwort «Innovation für eine bessere Welt» trefflich zum Ausdruck.

Mit Bühler-Anlagen würden täglich Nahrungsmittel für zwei Milliarden Menschen verarbeitet. Eine Milliarde benützten Autos als Transportmittel, welche Bühler-Elemente enthielten. Damit im Jahr 2050 zehn Milliarden Menschen ernährt und transportiert werden könnten, seien grosse Anstrengungen und Innovationen nötig. Bühler könne und wolle hier massgebliche Beiträge leisten und Lösungen anbieten. Bühler-Anlagen müssten künftig 50 Prozent weniger Wasser und 50 Prozent weniger Energie verbrauchen und 50 Prozent weniger Abfall produzieren.


Absolventen mit Auszeichnung

Sechs Absolventen haben mit der Durchschnittsnote 5,3 abgeschlossen: Pascal Wälli, Polymechaniker, die Konstrukteure Yanik Schwizer, Leandro Pignatiello und Michaela Mazzotti, Janik Metzger, Automatiker, und Björn Mahler, Automatikmonteur. Die Note 5,4 haben erreicht: Felix Waldschock und Timo Truniger, Konstrukteure, Sascha Rothenberger, Polymechaniker, Jerôme Zuglian und Sebastian Rohner, Anlagen- und Apparatebauer, sowie Reto Zürcher und Simon Hofmann, Automatiker. Mit 5.5 haben Manuel Inauen, Konstrukteur, und Fabian Alder, Automatiker abgeschlossen.

Manuel Inauen wurde als «Best Professional» ausgezeichnet und mit tausend Franken belohnt. Er hat den besten Gesamtdurchschnitt über die ganze Lehrzeit und die betriebliche Qualifikation erreicht. Der "Calvin-Grieder-Award" für besondere Verdienste in der Lehrlingsausbildung wurde an  Michael Taylor (USA) und Marc Hanselmann verliehen. 

Lobende Worte für ihre Ausbildung bei Bühler fanden zum Schluss die beiden Diplomanden Vanessa Schori, Kauffrau, und Sacha Rothenberger, Polymechaniker. Letzterer strich seine Erfahrungen als Teilnehmer bei den Swiss Skills (Berufsmeisterschaft) und beim Einsatz in den USA hervor.

Diplomanden mit Berufsbildnern nach Berufsgruppen: