In der vergangenen Woche kam es über dem gesamte Kantonsgebiet zu flächendeckenden und ergiebigen Niederschlägen. «Die Situation in den Wäldern konnte sich deutlich entspannen», teilt die Kommunikationsabteilung der St. Galler Staatskanzlei in einer Medienmitteilung mit. Die Waldbrandgefahr reduziere sich damit auf «mässig». «Somit ist die Verfügung des Sicherheits- und Justizdepartements vom 24. April  aufgehoben und es darf ab 7. Mai wieder im Wald und in Waldesnähe Feuer gemacht werden», heisst es in der Mitteilung weiter, «sofern kein Verbot von Seiten der Gemeinde besteht». Allfällige kommunale Verbote bleiben in Kraft und müssen durch die zuständigen Gemeindebehörden gesondert aufgehoben werden. Das Sicherheits- und Justizdepartement freue sich über das Verständnis der Bevölkerung, das sie gegenüber dem Feuerverbot gezeigt hat.

«Dank der Niederschläge sind auch die Wasserstände in den Fliessgewässern an den meisten Orten deutlich angestiegen», so die St. Galler Staatskanzlei. Die Bedingungen für die Wasserlebewesen hätten sich dadurch deutlich verbessert. Dieser positive Trend dürfe nach Beurteilung des Amtes für Wasser und Energie weiter anhalten. «Der Kantonale Führungsstab wird die Situation rund um die Waldbrandgefahr und die Trockenheit weiterhin verfolgen», teilt die Staatskanzlei mit. (pd)

Die aktuellsten Informationen sind auf der kantonalen Webseite abrufbar.  

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Brandgefahr im Kanton Thurgau noch mässig (05.05.):

«Wie vorhergesagt fielen in der vergangenen Woche bis zu 50 Millimeter Niederschläge», teilt die Kommunikationsabteilung der Thurgauer Staatskanzlei in einem Pressecommuniqué mit, «der Regen brachte in der Landwirtschaft und im Wald eine Entspannung». Weil es aber nicht zu heftig regnete, konnte das Wasser gut aufgenommen werden und auch die Vegetation hat von den Regengüssen profitiert. «Entsprechend kann die Waldbrandgefahr im Kanton Thurgau per 5. Mai von Stufe fünf auf Stufe zwei herabgesetzt werden», führt die Staatskanzlei weiter aus. Feuer auf unbefestigten Feuerstellen im Wald und in Waldesnähe seien grundsätzlich möglich, aber nicht empfohlen. «Der Fachstab Trockenheit bittet weiterhin um sorgfältigen Umgang mit dem Feuer», appelliert der Kanton Thurgau an die Bevölkerung. Nur vorübergehend sei die Entspannung bei den Pegelständen der Fliessgewässer. Diese seien zwar kurzfristig ebenfalls angestiegen, würden sich aber noch auf tiefem Niveau befinden. «Die Jagd- und Fischereiverwaltung beobachtet die Lage weiterhin und entscheidet, ob zusätzliche Abfischungen nötig werden», heisst es weiter. (pd)

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Feuerverbot im Kanton St. Gallen bleibt bestehen (30.04.):

Starke Regenfälle sind vorerst nicht prognostiziert. Gemäss Wettervorhersage soll es bereits Anfang nächster Woche trocken und warm werden. Deshalb hat sich an der Gesamtsituation gemäss den Fachverantwortlichen des Kantonalen Führungsstabes nichts geändert, schreibt der Kanton St. Gallen am Donnerstag in einer Mitteilung. Im Wald und in Waldesnähe (Abstand von 200 Metern) besteht somit weiterhin ein absolutes Feuerverbot sowie Verbot des Wegwerfens von brennenden Streichhölzern und Raucherwaren. Das Verbot betrifft auch die Nutzung von offiziellen Feuerstellen.

Die Situation ist unverändert so, dass im Kanton Thurgau kein Feuerverbot im Wald und in Waldesnähe ausgesprochen wurde. Auch dort ist aber weiterhin Vorsicht geboten. (pd/red)

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Feuer im Wald: Hier erlaubt, da verboten (25.4.)

In der Region Wil war die Situation schon seit Ostern speziell: Die Gemeinden Wil und Flawil hatten ein Feuerverbot im Wald erlassen und somit die Grillparty mit maximal fünf Personen untersagt. In allen anderen Gemeinden war das Feuern noch erlaubt. Seit Samstag ist nun im ganzen Kanton St. Gallen ein generelles Feuer- und Feuerwerksverbot im Wald und in Waldesnähe in Kraft. Der Thurgau hat hingegen darauf verzichtet, ein solches auszusprechen.

Das bringt mit sich, dass man in der Region Wil für eine kleine Grill-Party im Wald ganz einfach die Kantonsgrenze überschreiten muss, was ja oftmals zu Fuss oder mit einer kurzen Fahrt möglich ist. Es sei aber der Mahnfinger gehoben. Denn die Waldbrandgefahr ist im Thurgau erheblich. Heisst konkret: Grillieren ist nicht einfach so möglich und es gelten folgende Verhaltensregeln:

  • Grillfeuer dürfen nur in offiziellen, befestigten Feuerstellen entfacht werden
  • Bei starkem Wind soll ganz auf das Feuern im Wald verzichtet werden
  • Feuer in Feuerstellen sind vor dem Verlassen zwingend zu löschen
  • Der Abfall ist zu entsorgen. Sollten die Abfallkübel voll sein, ist der Abfall mitzunehmen
  • Die Corona-Vorschriften sind weiterhin in Kraft: Keine Personengruppen mit mehr als fünf Personen und mindestens zwei Meter Abstand halten

Das Wetter schlägt um

Die fortwährende Trockenheit dürfte aber voraussichtlich in den nächsten Tagen ihr Ende finden. Spätestens für kommenden Dienstag ist Regen angesagt. Laut den Mittel- und Langfristprognosen des Bundesamtes für Meteorologie dürfte sich das Wetter im Mai normalisieren. Der Monatsausblick deutet darauf hin, dass es gar überdurchschnittlich feucht werden könnte im Wonnemonat. Allerdings ist der Monats-Ausblick noch nicht so aussagekräftig wie die 5-Tages-Prognose. Das Feuerverbot im Kanton St. Gallen bleibt aufrecht, bis es offiziell aufgehoben wird. Ein regnerischer Tag wird dafür noch nicht genügen.

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Kanton St. Gallen ordnet Feuerverbot ab Samstag an (23.4.)

Das trockene Wetter der vergangenen Wochen führt zu einer grossen Waldbrandgefahr. Die Wetteraussichten versprechen in den nächsten Tagen weiterhin keinen Niederschlag, dafür viel Sonnenschein und Temperaturen von über 20 Grad. Gerade in Zeiten des Coronavirus nutzt die Bevölkerung das Naherholungsgebiet Wald intensiv. Damit dies so bleiben kann, spricht die Regierung ein Feuerverbot im Wald und in Waldesnähe aus. Es ist ab diesem Samstag, 25. April und bis auf Widerruf aufrecht.

Damit gilt im ganzen Kanton ab Samstag ein Feuer- und Feuerwerksverbot im Wald und in Waldesnähe, das heisst bis zu einem Abstand von 200 Metern. Es ist untersagt, im Wald oder in Waldesnähe Feuer zu entfachen. Das Verbot betrifft auch die Nutzung von offiziellen Feuerstellen. Verboten sind in diesen Perimetern ebenfalls das Abfeuern von Feuerwerk sowie das Steigenlassen von Himmelslaternen. Das Wegwerfen von Zigarettenstummeln ist ebenso untersagt. Personen, die das Verbot missachten, werden polizeilich verzeigt. Den Gemeinden ist es überlassen, strengere Vorschriften zu verfügen.

Stress für die Fische

Die Trockenheit hat auch Auswirkungen auf die Gewässer. Dort sind aktuell laut Angaben der Regierung aber keine Massnahmen nötig. Im Winter 2019/2020 fiel in der Schweiz wesentlich weniger Schnee als üblich. Dieser ist bereits bis auf eine Höhe von über 1700 Metern geschmolzen. Im Gegensatz zum Hitzesommer 2018 ist somit viel weniger Schnee vorhanden, der als Schmelzwasser in die Gewässer gelangt. In Kombination mit den seit Mitte März weitgehend ausbleibenden Niederschlägen führt das in vielen Fliessgewässer zu tiefen Wasserständen. Für Fische und andere Wasserlebewesen führt das zu erhöhtem Stress. Die Grundwasserstände liegen vielerorts noch im üblichen Bereich, lokal aber sind diese stark gesunken.

Der Kanton Thurgau hat bisher keine generelles Feuer- und Feuerwerksverbot erlassen. Ein solches existiert dafür bereits seit dem 9. April in den Gemeinden Wil und Flawil (siehe unten).

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Wil und Flawil erlassen Feuerverbot im Wald (9.4.):

Einige Gemeinden im Sarganserland-Werdenberg haben in den vergangenen Tagen bereits ein Feuerverbot im Wald und in Waldesnähe erlassen. Im Fürstenland und Alttoggenburg wird die Waldbrandgefahr zwar aktuell «nur» als mässig eingestuft. Da jedoch der Boden sehr trocken ist und das Wetter auch bis Ende April eher trocken bleiben dürfte, wird sich die Waldbrandgefahr weiter verschärfen. Wegen den bundesrätlichen Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus sind zudem keine Menschenansammlungen erlaubt. Aus diesem Grund werden derzeit viele «wilde» Feuerstellen errichtet. Die Kontrolle des Feuers wird dadurch schwierig. Ausserdem ist jeder Feuerwehreinsatz mit einem hohen Coronavirus-Ansteckungsrisiko verbunden. Deshalb muss jeder «unnötige» Einsatz vermieden werden.

Auf dem Gebiet der Stadt Wil und in Flawil ist nun ein Feuerverbot für den Wald und die Waldesnähe erlassen worden. Somit ist dort jegliches Entfachen von Feuer verboten. Zur Waldesnähe zählen die ersten 200 Meter ab der Waldgrenze. Verboten sind in diesen Perimetern auch das Grillen mit Holz und Holzkohle, das Abfeuern von Feuerwerk sowie das Steigenlassen von Himmelslaternen. Das Wegwerfen von Zigarettenstummeln ist ebenso verboten. (sk/rkf/red)