«I have a dreaaaaam, a sooong to sing….». Das Konzert war seit einigen Minuten aus, die Stimmung aber nach wie vor bei vielen Konzertbesuchern ausgelassen. Drei junge Frauen, die garantiert noch nicht auf der Welt waren, als Abba mit eingängigen Melodien und schrillem Outfit die Pop-Welt Mitte der Siebzigerjahre in zwei Lager spalteten, kriegen sich kaum mehr ein. Ihr Gesang ist über den Parkplatz hinweg deutlich zu hören. Keine Frage: Wer so singt, ist eindeutig euphorisiert.

Und dass dem so war, verwunderte in der Freitagnacht wirklich niemanden, der zuvor zweieinhalb Stunden mit «Agnetha» (Saskia Tanfal), «Benny» (Mike Rubin), «Björn» (Tom Luca) und «Anni-Frid» (Sara Mosquera) im Uzwiler Gemeindesaal verbracht hatte. Denn die mit hervorragenden Sängerinnen und Sängern besetzte Abba-Tribute-Band «Swede Sensation» weckte nicht nur im Vorfeld grosse Erwartungen, sondern erfüllte diese auch in jeglicher Hinsicht.


Sehr auf die Details geachtet

Klar kamen schon zu Beginn viele ihrer Hits. Angefangen mit «Waterloo», mit dem die Schweden im Jahr 1974 den Grand Prix Eurovision einheimsten und danach karrieremässig durchstarteten, ging es Schlag auf Schlag weiter. Selbstredend hatten die Macher der Show nicht nur die passenden Gesichter und Stimmen für die Show zusammengestellt, sondern auch die Original-Kostüme den Songs, so weit wie möglich angepasst. Das berühmte blaue Outfit Agnathas von «Waterloo», schaffte es so ebenso auf die Bühne wie das mit weitem Ausschnitt versehene Glitterkostüm Bennys oder die ikonischen Katzendresses der beiden Sängerinnen.



Am Ende gabs einen Freiwilligenchor

Und natürlich wurde auch das Publikum fortlaufend in die Show integriert, wobei die Dosis langsam, aber stetig gesteigert wurde. Winkte und sang man anfangs noch im Saal unten mit, hatte sich gegen Ende der Show ein kleiner Freiwilligenchor auf der Bühne eingefunden, der den Kinderchor aus dem «I have a dream» intonierte. Und da fortlaufend fast nur die bekanntesten Stücke wie «The winner takes it all», «Dancing Queen», «One of us» oder «Voulez-vous?» gespielt wurden, waren am Ende alle höchst zufrieden. Fazit: Das Publikum bekam eine tolle Show, die Künstler ein vollauf begeistertes Publikum, dass in dieser Nacht ganz sicher viele erlebte Glücksmomente mit nach Hause tragen durfte.