Es kamen denn auch weniger Frauen als sonst zur Hauptversammlung in die Unterkirche. Die aktuelle Pandemiesituation hatte es dem jungen Vorstand nicht gerade leichtgemacht, Anlässe für die Vereinsmitglieder zu organisieren. Allzu oft hatte etwas gut und lange Geplantes kurzfristig abgesagt werden müssen. Doch aktive Frauen lassen sich durch solche Widrigkeiten nicht entmutigen. Auf der vereinseigenen Webseite finden Interessierte viel Wissenswertes. Dazu kann hier ein Rückblick auf die HV 2020 gelesen werden.

Kunstvoll präsentierte Traktandenliste

Olivia Germann hatte für die diesjährige HV eine einladende Power-Point-Präsentation in leuchtenden Farben gestaltet. Damit war jederzeit klar, wovon die Frauen vorne am Vorstandspult sprachen. Schon letztes Jahr hatte die für März geplante HV auf den September verschoben werden müssen. Der Weltgebetstag mit dem Schwerpunkt Simbabwe hatte 2020 gerade noch stattfinden können, als im Rahmen des Pandemiegesetzes ein landesweites Verbot von Veranstaltungen erlassen wurde. Für eine gewisse Zeit stand das gesellschaftliche Leben danach beinahe still. Es war auch dieses Jahr war nicht möglich gewesen, die HV wie üblich im März abzuhalten.


Nur ein paar wenige Anlässe

Ines Veluscek brauchte wenig Zeit, um die durchgeführten Anlässe in Erinnerung zu rufen. So hatten Ende Februar letzten Jahres 19 sportliche Frauen einen Lauf zur Hofbeiz Bettenau unter die Füsse genommen. Anschliessend gab es einen Fondueplausch und für Unermüdliche danach noch einen Gang zur Männerchorbar, die gerade ihre alljährliche Metzgete durchführte. Auch ein spezieller Kurs zum Einmachen von Sommergemüse fand guten Anklang, geleitet von Esther Dolak. Mit einem besinnlichen Innehalten wurde an die im Vereinsjahr 2020 verstorbenen Mitglieder gedacht.

Ferienpass – Ferienglück auf kreativer Insel

Gabi Müller-Stucki ist ein richtiger Ferienpassprofi. Mit einem einsatzfreudigen Helferteam schenkte sie erneut vielen Kindern – im Gesamten waren es mehr als 100 – unvergessliche Momente in oft ganz fremden Lebensbereichen.

Trotz vieler Vorgaben wurde deshalb 2020 erneut ein tolles Ferien(s)passprogramm angeboten. Man möchte grad selber wieder jung sein, wenn man hört, was da alles erlebt werden konnte. Diese Ferienpass-Angebote finden jeweils in der letzten Herbstferienwoche statt. So war es beispielsweise möglich, bei der Feuerwehr vorbeizuschauen oder im Chocolarium Flawil in Schokoladegenüssen zu schwelgen, ja vielleicht gar einen Mermaid-Kurs zu besuchen. Wer sich darunter nichts vorstellen kann: Da darf man sich im Hallenbad unter Wasser wie eine Meerjungfrau fühlen.

Auch für Schleckmäuler war gesorgt. Kinder lieben feine Desserts, noch viel mehr mögen sie selbst zubereitete. Bestimmt hätten auch viele gerne zuhause einen Kaugummi-Automaten. Das Ferienpassprogramm bot selbst dazu eine Bauanleitung.

Viele freiwillige gute Geister halfen im Hintergrund, damit alles gut und unfallfrei ablaufen konnte. Für das Programm in den kommenden Herbstferien 2021 suchen die Verantwortlichen noch Begleitpersonen für die einzelnen Angebote. Interessierte melden sich bitte auf der offiziellen Webseite des Programms an. Der Vorstand ist immer über Anregungen aus dem Kreis der Mitglieder froh, möchte gerne für alle Generationen Anlässe anbieten.

Ohne Unterstützung von Sponsoren wären viele Kurse gar nicht möglich. Dies wurde von Präsidentin Rahel Keller herzlich verdankt.

Soziales

Olivia Germann steht dem Ressort «Soziales» vor. 2020 half ein Beitrag aus der Frauenvereinskasse gleich mehrmals aus existenziellen Nöten. Man hörte es auch hier: Als Alleinerziehende ist es oft nicht leicht, die Bedürfnisse der Familie finanziell zu stemmen. In Zusammenarbeit mit dem Sozialamt konnte manche Not gelindert werden. Manchmal ist es nur ein Sportleibchen, das nicht ins Budget passt oder eine Zahnarztrechnung, die dieses gar sprengen würde. Auch Winterkleider können eine grosse Hilfe sein. Zu den vornehmsten Pflichten eines Frauenvereins gehört es, hinzuschauen und bei Notfällen unkomplizierte Hilfe zu leisten. Da die Vereinskasse sehr gut gefüllt ist, kann diesen Gesuchen auch bedenkenlos Folge geleistet werden. Da Olivia Germann auch die Kasse führt, kennt sie ja jederzeit deren Kontostand. Dieser gab auch im Vereinsjahr 2020 zu keinen Beschwerden Anlass, es resultierte sogar ein Gewinn.


Kirchliche Anlässe

Ursula Bachofner steht dem Ressort «Kirchliches» vor. Sie freute sich, dass die Gartenandacht im Juni trotz grossen Einschränkungen hatte stattfinden können, angeleitet von Petra Schmid. Leider mussten aber die Rorate-Zmorge 2020 Corona-bedingt abgesagt werden. Seit sechs Jahren gestalten Ursula Bachofner und Rahel Keller liebevoll ausgeschmückte Adventskistli, welche sich grosser Beliebtheit erfreuen. Diese konnten auch 2020 programmgemäss aufgehängt und bei einem Spaziergang in freier Natur besichtigt werden. Es gab diesmal zum Glück kaum Vandalenakte, erst beim Einsammeln fehlte ein Kistchen, welches später samt Pfosten beim Sägeweiher liegend aufgefunden wurde. Es ist für viele Familien schon fast zur Tradition geworden, in der Adventszeit sich in die in den Kistchen gezeigten tiefsinnigen Geschichten zu vertiefen, ja vielleicht sogar die damit verbundenen Bilderbücher anzuschaffen.

Familienzentrum Gerbi

An der Tafelackerstrasse hinter der Post steht ein Neubau mit Wohnungen und den Räumlichkeiten des neuen Familienzentrums Gerbi 4. Petra Schmid stellte dieses kurz vor. Sie ist für die Vereins-Kommunikation mit der Bevölkerung zuständig. Es gibt da beispielsweise den Kinderhort «Purzelbaum» für Kinder von 6 Monaten bis 4 Jahre, allerdings mit Voranmeldung. Und am Dienstag- und Donnerstagvormittag öffnet das «Kafi Gerbi» seine Türen, dies für Eltern oder Grosseltern mit Kindern oder Enkeln zwischen 0 – 4 Jahren, wie es auf dem Flugblatt des Zentrums heisst. Es sind vielfältige Aktivitäten möglich in diesen Räumen. 

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Petra Schmid stellte das Familienzentrum Gerbi 4 als «Aussenbeauftragte» vor und warb für dessen Benützung. 


Spiky

Früher hiess der Kleinkindertreff «Balu», heute nennt er sich «Spiky». Fasnacht hatte man 2020 noch feiern können, danach war bis Juni Schluss. Leider war dem Flohmarkt kein Erfolg beschieden, zu wenige Angebote, auch die Kundschaft war dünn gesät. Im Team ist Susanne Künzli zurückgetreten, eine neue Mitorganisatorin wird noch gesucht. Auch Evelyne Ryffel und Nicole Högger haben sich verabschiedet. An ihrer Stelle denken neu Melanie Müller und Marina Meier mit. Hier treffen sich Eltern von kleineren Kindern und tauschen sich über Sorgen und Sörgeli aus, die es im Zusammenhang mit Kindererziehung immer gibt. Der Verein ist im Familienzentrum angesiedelt.

Lotto-Match

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Herrlicher Gabentisch, doch etwas Glück brauchte es schon, um hier etwas abholen zu dürfen. 

Nach dem Apéro – Meterbrote und Getränke – wurden die Tische für den Lotto-Abend vorbereitet. Der Gabentempel war bereits vor Versammlungsbeginn von der einen oder andern Frau leicht verschämt begutachtet worden. Er konnte sich aber auch sehen lassen! Natürlich hofft man als Mitspielerin immer, dass einem das Glück hold sein werde, doch für die meisten der Teilnehmerinnen bleibt das jeweils Wunschdenken. Es kann sogar Missverständnisse mit den Zahlen geben, wenn jemand einen etwas anderen Schweizer Dialekt nicht richtig versteht. Doch das macht überhaupt nichts, schliesslich ist das Ziel eines Lottomatchs ja vor allem die Äufnung der Vereinskasse. Mit Gelächter und dem einen oder andern Schluck aus Wasser- oder Weingläsern wurden eifrig Zahlen abgekreuzt, oft war man kurz vor dem «Lotto!»-Ruf irgendwoher zwar selber bereits auf der Zielgeraden – aber oft hatte ausgerechnet die letzte nötige Zahl auf der eigenen Karte dann doch einfach nicht kommen wollen...