Frau Erni, Ihr Verein ist auch von den Massnahmen zur Eindämmung des Coronavirus betroffen. Wie? 

Ja, wir sind sehr betroffen. Im letzten Frühjahr waren wir an den Proben für das Osterfest. Und dann plötzlich: aus!! Nichts geht mehr. Alles wurde auf Eis gelegt, in der Hoffnung, dass wir am Ende des Lockdown wieder einsteigen konnten. Im Juni durften wir dann einige Proben – mit Abstand und stimmlich getrennt – durchführen. Nach den Sommerferien hatten wir das Gefühl, dass es wieder aufwärts gehe. Mit Abstand durften wir weiter proben. Aber an eine Gottesdienstmitwirkung mit dem ganzen Chor war leider nicht zu denken. Und dann ab dem 1. November wieder ein komplettes Singverbot in den Gottesdiensten und keine Probenarbeit mehr bis auf weiteres. Das gilt bis dato.

Gibt es zurzeit noch Vereinsaktivitäten?

Nein, im Moment ist unser Chorleben lahm gelegt, weil das Singen zur Verbreitung des Virus beiträgt.

Gibt es wegen Corona finanzielle Einbussen? 

Da wir von der katholischen Kirchgemeinde unterstützt werden, ist unsere finanzielle Einbusse noch nicht so tragisch. Weil wir keine Gottesdienste mitgestalten können – also keine Ausgaben für Solisten und Musiker haben – werden die Beiträge etwas gekürzt. Ist ja auch verständlich.

Jetzt beginnt die Zeit der Mitgliederversammlungen. Wie sieht das bei Ihnen aus?

Letztes Jahr hatten wir noch Glück: Wir führen unsere HV immer am Fasnachtsfreitag durch. Da war die Pandemie noch weit, weit weg. In diesem Jahr wird es schwieriger. Ich denke, wir werden wohl die sozialen Medien nutzen.

Auf was freuen Sie sich am meisten, wenn Vereinsaktivitäten wieder uneingeschränkt erlaubt sind?

Endlich wieder mit allen Mitsänger*innen zu proben und einen Gottesdienst zu gestalten. Unsere Stimmen wieder zu gebrauchen und – wie bei einem Orchester die Instrumente – zu entstauben. Vor allem aber darauf, die Geselligkeit wieder zu leben – hoffentlich bald!!