Zurück blieben ratlose Gesichter. Wie konnte es zu diesen beiden Niederlagen kommen? Wieso ist man den Gegnern teils so deutlich unterlegen? Fehlt es der Mannschaft an Qualität oder steckt der Wurm woanders drin? Fragen die nach der ersten Meisterschaftshälfte gestellt werden müssen. Klar ist, dass sich der Badmintonclub Uzwil mit der aktuellen Tabellensituation nicht anfreunden kann und darf. Mit dem sechsten Tabellenrang würde man im Frühling gar die Playoffs verpassen. Wenn sich dieses Szenarion nicht bewahrheiten soll, braucht es in der zweiten Meisterschaftshälfte eine deutliche Leistungssteigerung.

Das Wochenende startete bereits mit einer Hiobsbotschaft. Artem Pochtarev vermeldete, dass er kein Einzel spielen kann. Er kämpft seit Wochen mit Verletzungen. Demzufolge gab es bei den Männereinzeln eine Umstellung. Auf die erste Positon rückte ranglistenbedingt Julien Scheiwiller nach. Trotz ansprechender Leistung war dies aber eine zu grosse Hürde für den Nachwuchsspieler. Zu denken geben eher die Männerdoppel. Hier gingen alle vier Spiele an diesem Wochenende verloren. Gar chancenlos blieb man in den beiden Frauendoppel. Zwar wurde die Ukrainerin Maria Ulitina aufgeboten, doch auch sie war alles andere als eine Augenweide. Allgemein präsentieren sich die Uzwiler Frauen so schwach wie lange nicht mehr. Dieser Punkt dürfte wohl auch bei der dringlichen Lagebeurteilung ein heisses Thema sein.

Als nächstes gegen den Leader

Jetzt steht in der Nationalliga A die Weihnachtspause an. Danach startet das neue Jahr gleich mit einem Paukenschlag. Am 5. Januar empfängt Uzwil den unbestrittenen Tabellenleader Argovia. Tags darauf kommt es zum Derby gegen St. Gallen-Appenzell. Bis dahin gilt es nun für die sportliche Leitung eine Strategie «Playoff» zurecht zu legen. (pd)

NLA, 6. Runde:
Uzwil – Tafers 2:6
Yverdon – St. Gallen-Appenzell 3:5
Basel – Zürich 0:8
La Chaux-de-Fonds – Argovia 1:7

Uzwil – Tafers 2:6
Männereinzel: Scheiwiller – Parsons 13:21, 25:23, 13:21; Utrosa – Boychinov 21:13, 21:16: Bösiger – Wäfler 17:12, 21:17, 21:12. Männerdoppel: Scheiwiller/Bösiger – Parsons/Schaller 9:21, 21:16, 17:21; Utrosa/Müller – Schmid/Boychinov 18:21, 16:21. Fraueneinzel: Ulitina – Schaller 17:21, 19:21. Frauendoppel: Ulitina/Hofstetter – Burkart/Schaller 18:21, 15:21. Mixeddoppel: Pelling/Pochtarev – Burkart/Schaller 21:19, 15:21, 16:21.

7. Runde:
Zürich – Uzwil 6:2
St. Gallen-Appenzell – La Chaux-de-Fonds 2:6
Argovia – Yverdon 7:1
Tafers – Basel 7:1

Zürich – Uzwil 6:2
Männereinzel: Jaeger-Holm – Scheiwiller 21:11, 21:17; Bütikofer – Utrosa 14:21, 12:21; Rimmer – Müller 12:21, 21:17, 22:20. Männerdoppel: Jaeger-Holm/Bütikofer – Pochtarev/Bösiger 21:13, 21:11; Makarski/Schmid – Scheiwiller/Utrosa 21:13, 19:21, 21:19. Fraueneinzel: Dickhäuser – Ulitina 8:21, 10:21. Frauendoppel: Fankhauser/Tabeling – Pelling/Hantz 21:13, 21:11. Mixeddoppel: Tabeling/Makarski – Pelling/Pochtarev 20:22, 21:18, 21:10.

Rangliste:
1. Argovia 7/25. 2. Zürich 7/17. 3. Yverdon 7/17. 4. Tafers 7/16. 5. La Chaux-de-Fonds 7/13. 6. Uzwil 7/13. 7. St. Gallen-Appenzell 7/8. 8. Basel 7/6.

Nächste Spiele:
8. Runde vom Samstag, 5. Januar 2019: La Chaux-de-Fonds – Tafers (14.00 Uhr). Basel – St. Gallen-Appenzell (15.00 Uhr). Uzwil – Argovia (17.00 Uhr, Niederuzwil). Yverdon – Zürich (17.00 Uhr).
9. Runde vom Sonntag, 6. Januar 2019: Uzwil – St. Gallen-Appenzell (14.00 Uhr, Niederuzwil). Tafers – Yverdon (14.00 Uhr). Zürich – La Chaux-de-Fonds (14.00 Uhr). Argovia – Basel (15.00 Uhr).