Nach zwei Wochen intensivem Einsatz war für die zahlreichen Helferinnen und Helfer am Sonntagabend zum letzten Anlass in der Jurte zufriedenes Zurücklehnen angesagt. Seitens des 10 Personen zählenden OK aus den beiden Kirchgemeinden Evangelisch Flawil und Katholisch Niederwil konnte über einen erfreulichen Verlauf informiert werden.

Erleichterung und Freude

Schon im Vormittagsgottesdienst gab sich Kirchpräsident Karl Schönenberger von Niederwil erfreut und erleichtert über den erfolgreichen Verlauf beim Programm in der Adventsjurte. Schon nach wenigen Tagen hätten sie feststellen können, dass die Leute interessiert sind am Angebot und die Idee gut aufgenommen hätten. Im Rückblick auf die Zeit der Planung hätten sie viele Fragezeichen setzen müssen, ob es genügend Helfer und Sponsoren gebe und das Ganze letztlich finanziell aufgehe.

«Ich werde die wunderbare Atmosphäre in der Jurte vermissen», bilanzierte Karl Schönenberger am Helferabend vom Sonntag. Die Wärme, das gedämpfte Licht, die Adventssuppe, Kuchen und vieles mehr habe für eine heimelige Atmosphäre gesorgt. Er habe ein gutes Gefühl haben dürfen, in einer Gruppe von engagierten Mitmenschen für ein gutes Ziel mitwirken zu dürfen.


Gesellschaftlichen Veränderungen anpassen

Marc Hampton, Pfarrer der Evang. Kirchgemeinde Flawil, gab sie gegenüber hallowil.ch erfreut und dankbar über den verlauf der Veranstaltungen in der Jurte. Die Jurte habe durchaus als Symbol christlicher Spiritualität gewirkt. Es sei aber nicht um missionieren gegangen, sondern um dienliche Adventsfeiern für die Mensxchen. Natürlich hätten mit der ökumenischen Kinderfeier auch besinnliche Momente stattgefunden.

Nach Marc Hampton müssen sich die Kirchen den gesellschaftlichen Veränderungen anpassen. Die zunehmende Individualisierung fordere mehr Gewicht beim Vernetzen in der Gemeinschaft. Diesem Aspekt sei mit den Anlässen nachgelebt worden. Mehrere Schulen, Alleinstehende und weitere Gruppierungen hätten die Gelegenheit für einen Besuch genutzt. So hätten sie auch das Weihnachtsessen mit den kirchlichen Mitarbeitenden in der Jurte abgehalten. Marc Hampton will es nicht ausschliessen, auch im Jahr 2019 in gemeinsamen Einsatz wieder eine Jurte zu installieren.

Dankeschön mit bleibender Erinnerung

Matthias Gehrig richtete einen abschliessenden Dank an die zahlreich erschienen Helferinnen und Helfer für deren grossen Einsatz, wie er sich ausdrückte. Die Jurte sei zwar vergänglich, aber eine bleibende Erinnerung an die Mitarbeitenden hätten sie sich dennoch ausgedacht. Ein Jedes durfte eine Trinktasse mit dem Bild der Jurte in Empfang nehmen.

Gegenüber hallowil.ch informierte Gehrig, dass auch finanziell ein Erfolg verbucht werden könne. Dank grossen freiwilligen Einsatzes der Helfer und den grosszügigen Sponsoren werde das gesetzte Budget mehr als erreicht.

Exotisch wirkende Atmosphäre

Die in ihrer Ausstattung exotisch wirkende Jurte ermöglicht, die Besucherinnen und Besucher in eine andere Welt zu versetzen. Der runde Bau mit den runden Tischen lässt die Menschen einander näherkommen, weil man immer Aug in Aug gegenübersitzt.

Die in Niederwil installierte Jurte gehört zu den grösseren Modellen. Yves Ballenegger ist der eigentliche Initiant der Jurten für die Schweiz. Anlässlich von Hilfssendungen in die Mongolei nahm er einst ein paar Jurten mit auf den Heimweg für den Verkauf in der Schweiz. Das Interesse wuchs schnell, sodass mit den Erträgen die ehrenamtlichen Einsätze in der Mongolei weiterhin kostendeckend verlaufen.