«No Time do Die» - Keine Zeit zu sterben. Der neuste James Bond Streifen, in welchem Daniel Craig zum letzten mal den Superagenten 007 spielt, ist schweizweit angelaufen. Auch das Kino Passerelle lädt zum Riesenspektakel, mit kiloweise Action, ein. Ein erstes mal in der Nacht auf Donnerstag, um genau 0:07 Uhr. Rund 40 Besucher treffen sich kurz vor Mitternacht, freuen sich auf die kommenden 163 Minuten Spielfilmzeit und genehmigen sich vorher noch einen Drink; geschüttelt, nicht gerührt, versteht sich. Die Stimmung? Hervorragend.

Ein Bond zum Geburtstag

Es sind meist Einheimische, die sich zu später Stunde in Wattwil einfinden. Darunter etwa die Familie Boll aus Unterwasser. Marianne und Andreas Boll haben gar ihre Kinder mit dabei und erklären, dass ihr Sohn Moritz schon etwas vorgeschlafen hat. «Er feiert ab Mitternacht seinen 14. Geburtstag, da darf so ein Filmhighlight spät nachts schon mal drin liegen», sagen die Eltern augenzwinkernd. Tochter Irma freut sich, wie Moritz und ihre Eltern auch, auf das neuste Bond-Spektakel. «Ich habe sehr hohe Erwartungen an «No Time do Die» und bin richtig gespannt, wie es werden wird», sagt sie. Dass Daniel Craig, nach fünfmaliger Hauptrolle, sein Abschied als Agent 007 gibt, finden einige gut, andere bedauern diese Entscheidung. Marianne Boll sagt, dass sie sich zu Beginn etwas an Craig gewöhnen musste, jetzt sei er aber richtig gut. Das Resümee von Familie Boll, einige Stunden nach der Premiere, fällt dann gar nicht so schlecht aus. Sie geben dem neuen Bondfilm acht von zehn Sternen. «Einzig die Liebesgeschichte finden wir etwas gar süss», sagen die vier.

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Familie Boll

Auf die Frage, ob sie ein James Bond Fan sei, beantwortet eine Besucherin, aus Ebnat Kappel, mit Jein. «Neue Bondfilme darf man eigentlich nicht verpassen, aber einmal schauen genügt mir dann schon», sagt sie lachend. Und noch eine weitere Besucherin, ebenfalls aus der Region Wattwil, outet sich dafür als Riesenfan. «Den allerersten James Bond – also, «007 jagt Dr. No» – mit Sean Connery in der Hauptrolle und mit Ursula Andress (Erscheinungsjahr 1962), habe ich bestimmt schon dreissigmal gesehen», sagt sie.

Heute ist «No Time do Die» bereits der 26. James Bond Film.

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Der Film läuft; kurze Verschnaufpause für Yanick Hug (stellvertretender Geschäftsführer) und Leona Fischer (Programmation).


Lob an die Passerelle-Betreiber

Im Gespräch mit rund einem Dutzend Kinobesucher, fallen wiederkehrend Lobesworte, die an Yanick Hug (technischer Leiter und stellvertretender Geschäftsführer), sowie Leona Fischer (Programmation) gerichtet werden. «Diese beiden sind ungemein sympathisch und überhaupt, man soll doch auch das Kino hier auf dem Land unterstützen, die Betreiber verdienen sich das», sagt eine Besucherin aus Wattwil. Auch Roland Meier aus Nesslau freut sich, dass das Kino diese Möglichkeit der Mitternachtspremiere bietet. «Das finde ich echt eine tolle Aktion. Ich habe übrigens alle Bondfilme schon mehrfach gesehen und bin ungemein gespannt, wie der neue wird», sagt der Fan nur Minuten vor dem Countdown.

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Roland Meier

Meier erwartet, wie alle anderen auch, jede Menge Actionspass, Stunts vom Feinsten, eindrückliche Special Effects und viel Spannung. Nichtsdestotrotz, überzeugt hat ihn der Film nicht vollends. Roland Meier sagt, «sicher nicht der beste Bond. Aber emotional, spektakulär und bepackt mit tollen Spezialeffekten».

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Der Bond-Countdown im grossen Saal. Um genau 0:07 Uhr beginnt die Premiere des neusten 007 Streifens.