Dieses Wochenende dürfte Alina Granwehr noch lange in Erinnerung bleiben. Begonnen hat es am Freitagabend an der Nacht des Wiler Sports, wo die 15-Jährige von der Jury und dem Saalpublikum deutlich zur Nachwuchssportlerin des Jahres 2018 gewählt wurde. Allzu lang konnte sie aber nicht feiern, denn am Wochenende stand die Hallen-Schweizer-Meisterschaft an. Dort galt es, den im Vorjahr errungenen Titel auf Stufe U16 zu verteidigen. Dies ist um Haaresbreite nicht geglückt. Zwar spielte sich die Wilenerin mit drei Siegen und ohne Satzverlust in den Final. Doch dort hiess die Widersacherin Chelsea Fontenel, die im vergangenen Jahr auf Stufe U14 zweimal Schweizer Meisterin geworden war. Granwehr musste sich in einem engen Spiel mit 4:6, 6:3 und 4:6 geschagen geben.

Trotzdem hat die Hinterthurgauerin, die für den Tennisclub Wil spielt, Grosses vor. Sie will es dereinst in die Top 10 der Frauen-Weltrangliste schaffen. Dafür investiert sie viel und trainiert am Schweizerischen Tennis-Leistungszentrum in Biel.

Wieder Silber für Kozakova

Auch die Uzwilerin Karolina Kozakova spielt sich immer mehr in den Fokus. Nachdem auf Stufe U14 an den Schweizer Meisterschaften vor Jahresfrist die Silbermedaille resultiert hatte, schaffte es das Talent auch dieses Jahr in den U14-Final - genau wie Granwehr ohne Satzverlust. Eine weitere Parallele war allerdings, dass auch Kozakova das Endspiel in drei engen Sätzen verlor - nämlich mit 6:3, 3:6 und 3:6 gegen Céline Naef. Trotzdem ist die Uzwilerin, zusammen mit Naef, die talentierteste Schweizer Tennisspielerin ihrer Altersstufe.