Eine Hand reicht längst nicht mehr aus, um die alkoholbedingten Verkehrsunfälle in den Kantonen St. Gallen und Thurgau seit Jahresbeginn abzuzählen. So zeigt es auch die Abfrage im Newsarchiv der Kapo SG sowie der Kapo TG. Sucht man nach dem Stichwort «alkohol» taucht eine Vielzahl an Einträgen auf, selbst für den noch jungen Monat September gibt es in beiden Archiven bereits einen Eintrag. Alle Vorfälle dürften im Archiv übrigens nicht zu finden sein, denn die Polizei publiziert jeweils nur Meldungen, bei denen Personen- und / oder Sachschäden entstehen.

Drei Schweregrade

Das Schweizer Gesetz kennt übrigens drei Schweregrade beim Fahren in angetrunkenem Zustand:

  • 0,25 bis 0,39 mg/l bzw. 0,50  bis 0,79 Promille: Busse und Verwarnung beim Führen eines Motorfahrzeugs sowie beim Lenken eines Sport- oder Freizeitschiffs
  • 0,25 bis 0,39 mg/l bzw. 0,50 bis 0,79 Promille und zusätzlicher Verstoss gegen die Strassenverkehrsvorschriften: Wer angetrunken fährt und gleichzeitig gegen das Strassenverkehrsgesetz verstösst, dem wird der Führerausweis für mindestens einen Monat entzogen. Zusätzlich wird eine Busse oder eine Geld- oder Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren ausgesprochen.
  • 0,40 mg/l bzw. 0,80 Promille: Wer in angetrunkenem Zustand ein Motorfahrzeug oder ein Sport- oder Freizeitschiff lenkt, dem wird der Führerausweis für mindestens drei Monate entzogen. Zusätzlich wird eine Geld- oder Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren ausgesprochen.
  • Widerhandlungen mit dem Führerausweis auf Probe: Die Probezeit wird beim erstmaligen Führerausweisentzug um ein Jahr verlängert. Bei einer zweiten Widerhandlung verfällt der Führerausweis auf Probe. Ein neuer kann frühestens ein Jahr später mit einem verkehrspsychologischen Gutachten beantragt werden.

Zusätzlich sind die Untersuchungs- und Verfahrenskosten zu übernehmen. Mehr auf ch.ch, der gemeinsamen Website von Bund und Kantonen.

St. Margarethen: leicht verletzt

In der Nacht von Montag auf Dienstag hat sich in der hallowil.ch-Region denn auch ein Autounfall erreignet, bei dem der Alkohol einmal mehr Beifahrer gewesen sein dürfte: Eine alkoholisierte Autofahrerin wurde in der Nacht zum Dienstag in St. Margarethen bei einem Selbstunfall leicht verletzt. Sie war gegen halb Zwei Uhr morgens auf der Mörikonerstrasse in Richtung Bettwiesen unterwegs, als das Fahrzeug auf der Höhe Truengerbach mit dem Brückengeländer kollidierte.

Atemlufttests ergaben bei der Schweizerin Werte von rund 0,7mg/l. Die Staatsanwaltschaft ordnete eine Blutentnahme und Urinprobe an. Ihr Führerausweis wurde zuhanden des Strassenverkehrsamtes abgenommen. Die 32-Jährige wurde beim Unfall leicht verletzt und wurde ins Spital gebracht, so meldet es die Kapo TG am Dienstagvormittag.