Noch ist es in der Schweiz eisig kalt, doch mit etwas Sonne und Wärme beginnt bereits jetzt die Hasel zu blühen und läutet damit den Beginn der Pollensaison ein. Doch wie weiss man eigentlich ob die Nase wegen der Pollen oder der Coronaviren läuft? 

Sereina de Zordo, Leiterin Fachdienstleistungen von aha! Allergiezentrum Schweiz, sagt dazu: "Auch wenn die Symptome einer Covid-19-Erkrankung sehr divers sind: Einige Beschwerden sind sehr untypisch und deuten auf eine Pollenallergie hin. Niesattacken, juckende, tränende und gerötete Augen sowie auch Juckreiz in Gaumen, Nasen und Ohren sind typisch für eine Allergie." Wer jedoch unsicher sei, soll besser telefonisch einen Arzt oder eine Ärztin konsultieren konsultieren, fügt sie an. 

Personen mit Verdacht auf Heuschnupfen sollten früh genug eine fachärztliche Abklärung machen, mahnt das Allergiezentrum Schweiz. Denn wird eine Pollenallergie nicht behandelt, kann daraus ein allergisches Asthma entstehen. "Meistens reichen Antihistaminika in Form von Tropfen, Tabletten oder Sprays aus und auch Kortisonpräparate mindern die Beschwerden", erklärt de Zordo. Langfristig kann ein Heuschnupfen ursächlich angegangen werden – mit einer Desensibilisierung. Dabei wird der Körper langsam an das Allergen gewöhnt, was die Symptome um 75 bis 80 Prozent reduziert.

Hallowil.ch hat bei James Berg nachgefragt. Er leitet beim Wiler Zentrum der Allergie-Experten den Bereich, der sich mit Viren auseinandersetzt. Seine Überzeugung: Die Hauptursache für die Allergie muss gefunden werden, damit sie nachhaltig bekämpft werden kann. 

Herr Berg, ist es falsch, Heuschnupfen mit Pillen zu bekämpfen? 

Für die Symptombekämpfung, zum Beispiel gegen eine triefende Nase, kann eine Pille oder ein Spray hilfreich sein - es gibt jedoch keine Pille und kein Medikament, das die Ursachen einer Allergie lösen kann.

Wie sollte man einer Allergie zum Beispiel auf Haselpollen wirksam und nachhaltig entgegentreten?

Allergien wie auch viele Krankheiten, die später wegen Allergien auftreten können, werden von den folgenden drei Hauptursachen hervorgerufen:

  • Falsche Ernährung (zum Beispiel zu viel Zucker oder Milchprodukte)
  • Zu wenig Bewegung
  • Psychische Probleme

Alle drei Ursachen können einzeln oder in Kombination auftreten. Im ersten Anlaysegespräch geht es vor allem darum, möglichst genau herauszufinden, welche Allergien und Beschwerden man hat.

Wie sieht denn eine Allergie-Therapie in Ihrem Zentrum aus?

Das Erstgespräch mit der Analyse dauert üblicherweise ein bis zwei Stunden. Darin werden die bestehenden Allergien analysiert, sowie die drei oben genannten Ursachen beleuchtet und geprüft. Darauf werden die individuellen Therapiemöglichkeiten aufgezeigt - und dies alles ohne Pillen oder Pülverchen. Wenn man als Allergiker*in endlich weiss, woher Allergien kommen, und was man dagegen tun kann, so hilft das schon sehr viel weiter. Unsere Psycholog*innen, Ernährungsberater*innen sowie Bewegungstherapeut*innen arbeiten bereits seit Jahren für unsere Organisation. Die unzähligen Erfolgsgeschichten unserer Kunden helfen auch anderen Allergiegeplagten, sich eingehend mit den Allergieursachen zu beschäftigen und allergiefrei zu werden.

Wann ist der richtige Zeitpunkt für einen Therapiebeginn? Vor oder nach der allergischen Reaktion?

Der Winter ist ein sehr guter Zeitpunkt für eine Analyse. Vor allem die Gräser- und Pollenallergien starten erst im Frühling. Die Erfolge gegen diese Allergien können sich bei richtiger Behandlung noch vor dem Frühling zeigen. Wir setzen uns jedoch das ganze Jahr dafür ein, dass den Allergikern unabhängig der Jahreszeit geholfen werden kann.

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Dr. med. James Berg arbeitet seit 10 Jahren für die Allergie-Experten Wil.