Gemäss Beschluss des Bundesrates vom 11. Dezember benötigen Betreiber von Skigebieten eine Bewilligung des Kantons. Eine Bewilligung wird erteilt, wenn die epidemiologische Lage im Kanton und in der Region sowie die Kapazitäten in den Spitälern, beim Contact-Tracing und den Testungen dies zulassen. Auch müssen die Skigebiete ein genehmigtes Schutzkonzept haben.

Nach Einschätzung des Gesundheitsdepartementes sind die Voraussetzungen für die Wiedereröffnung der Skigebiete im Kanton aktuell erfüllt. Den Betreibern von Skigebieten wird per 31. Dezember 2020 eine Bewilligung für den Betrieb der Skigebiete erteilt. Dies lässt der Kanton St. Gallen am Mittwoch verlauten. Die Situation wird laufend analysiert und ein Entzug der Bewilligung ist je nach Entwicklung der epidemiologischen Lage jederzeit möglich. Die Restaurants und Bars bleiben weiterhin geschlossen.

Was die Skigebiet-Betreiber freut, wird andernorts heiss diskutiert. Bei einer Umfrage auf hallowil.ch halten die die Befürworter und Gegner dieser Massnahme (Wiedereröffnung der Skigebiete) genau die Waage. (pd/red)

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Debatte: Sollen Skigebiete wieder öffnen dürfen? (29.12.20)

Es ist keine leichte Entscheidung für die St. Galler Regierung. Sollen die Skigebiete wieder öffnen dürfen? Die Betreiber sprechen sich laut dem St. Galler Tagblatt klar dafür aus und können nicht verstehen, warum in umliegenden Kantonen die Anlagen spätestens ab Mittwoch wieder in Betrieb sind. Am Dienstag haben auch die beiden Appenzell vermeldet, dass ab Mittwoch die Skilifte wieder laufen dürfen. Beim BAG hält sich die Freude über die Öffnung in Grenzen, da somit die Mobilität der Bevölkerung gesteigert wird und Kontakte entstehen, die sonst nicht wären.

Ein wichtiger Aspekt in der Lagebeurteilung ist der Reproduktionswert. Liegt dieser unter 1, so gibt es pro infizierte Person weniger als eine Ansteckung. Im Kanton St. Gallen war im letzten Drittel des Novembers dieser Wert über 1. Das war einer der Gründe, warum die Regierung die Schliessung der Skigebiete über die Weihnachtstage angeordnet hat. Das Problem ist, dass der Reproduktionswert nur mit einer zweiwöchigen Verzögerung angegeben werden kann. Seit dem 5. Dezember ist dieser Wert unter 1 gefallen, allerdings fliessen aktuell nur die Zahlen bis zum 14. Dezember ein. An diesem 14. Dezember lag der Wert bei 0,85. Und wie ist die Lage in den Spitälern? Aufnahmen seien möglich, bei jedoch stark ausgelasteten Intensivstationen, liess der Kanton St. Gallen am Montag verlauten.

Die Frage ist nun: Sollen die Skigebiete im Kanton St. Gallen wieder öffnen dürfen? Machen Sie mit bei der untenstehenden Umfrage. Die St. Galler Regierung wird in dieser Thematik womöglich am Mittwoch informieren.

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Quelle: Kanton St.  Gallen, 29. Dezember 2020

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Kantonsweit alle Skilager abgesagt (2.12.20)

Bis zu den Frühlingsferien des Schuljahres 2020/21 wären an den Schulen diverse Lager, Skitage und weitere besondere Unterrichtsveranstaltungen geplant. Bei der Anfahrt zu solchen Veranstaltungen in öffentlichen Verkehrsmitteln oder Cars, in den Unterkünften vor Ort, aber auch bei der Nutzung der Infrastruktur in Skigebieten könnten aller Voraussicht nach Abstandsvorschriften nicht konsequent eingehalten werden. Zudem wäre mit deutlich mehr Kontakten zu Dritten zu rechnen, womit sich das Ansteckungsrisiko mit Covid-19 erhöht. In der aktuell immer noch angespannten epidemiologischen Situation ist eine Inkaufnahme dieses Risikos nicht vertretbar, schreibt der Kanton St. Gallen am Mittwoch in einer Mitteilung. Besondere Unterrichtsveranstaltungen ausserhalb des Gebietes der Primar- oder Oberstufenschulen der jeweiligen Klasse sowie der kantonalen Mittel- und Berufsfachschulen sind deshalb bis zu den Frühlingsferien 2021 untersagt worden. Während der Zeit der dadurch ausfallenden Veranstaltungen findet Unterricht statt. Dieser ist in der Zeit der bestehenden Hindernisse aufgrund der Pandemie vorzuziehen.

Die Stadt Wil und weitere Gemeinden der Region waren diesem Entscheid zuvorgekommen und haben die Skilager bereits vorzeitig abgesagt (siehe Artikel unten).

Kanton ist gegen Schliessung der Skigebiete

Der Bundesrat gab diese Woche ein Covid-19-Massnahmenpaket für die Festtage in die Vernehmlassung. Dieses schlägt insbesondere Massnahmen im Wintertourismus vor. Der Wintertourismus ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für den Kanton St.Gallen und die Alpenregionen. Der Kanton St.Gallen hat sich gemeinsam mit anderen Kantonen sowie umliegenden Bundesländern und Regionen aus Österreich und Italien im Rahmen der Arge Alp verpflichtet, einen sicheren Wintertourismus zu fördern und den Touristen ein sicheres Wintererlebnis und Erholung zu bieten. Sie spricht sich damit aber auch klar gegen eine vollständige Schliessung der Skigebiete aus. Im Grundsatz steht die St. Galler Regierung hinter den vorgeschlagenen Einschränkungen des Bundesrates. «Die konsequente Umsetzung der Schutzkonzepte der Bergbahnen verbunden mit einer massvollen Beschränkung der Kapazitäten können das Infektionsrisiko wirksam reduzieren», schreibt die Regierung. Sie begrüsst, dass für alle Schweizer Skigebiete einheitliche, nationale Regeln gelten sollen. Insbesondere sieht die Regierung dieses Jahr keinen Platz für Après-Ski. (pd/red)

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Auch Lütisburg verzichtet auf Skilager (16.11.20)

Von der St. Galler Regierung gibt es bisher keine Empfehlung, die Skilager diesen Winter aufgrund der Corona-Situation abzusagen. Ganz im Gegenteil: Bis anhin gilt die Empfehlung, die Lager wenn möglich durchzuführen. Ob es dabei bleibt, wird sich in den kommenden Wochen weisen.

Doch in den einzelnen Gemeinden sieht man es teilweise anders. Bereits im Oktober hat man sich bei der Stadt Wil entschieden, alle Lager abzusagen und ein polysportives Ersatz-Angebot zu organisieren. Die Planungsunsicherheit wäre schlicht zu gross. Anfang November entschied sich dann auch Jonschwil, zwei Lager in Wildhaus und Adelboden abzusagen (siehe Texte unten). Nun hat man sich auch in Lütisburg bei der dortigen Primarschule festgelegt, das traditionelle Wintersportlager abzusagen. «Die Schutzmassnahmen können im Lagerhaus nicht eingehalten werden. Die Gesundheit unserer Kinder und der Lehrpersonen stehen für uns an erster Stelle. Deshalb müssen wir im Januar auf das Lager verzichten», so die Schulleitung und der Primarschulrat Lütisburg.

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Auch Jonschwil verzichtet auf Skilager (4.11.20)

In Jonschwil wurde entschieden, dass auf zwei Wintersportlager verzichtet wird. Der ist selbstredend auch die Corona-Situation – und im Speziellen die hohe Teilnehmerzahl und die Durchmischung von fünf Klassen der 3./4. Klassen Jonschwil und Schwarzenbach im Skilager Wildhaus sowie drei Klassen der ersten Oberstufe Degenau für das Skilager Adelboden. Mit dieser Entscheidung ist Jonschwil nicht allein. Die Stadt Wil hat bereits früher entschieden, diesen Winter alle Skilager abzusagen.

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Stadt Wil sagt alle Skilager ab (23.10.20)

Als der Kanton St. Gallen am Dienstag dieser Woche vor den Medien über verschärfte Massnahmen in der aktuell schwierigen Covid-19-Phase informierte, wurde Regierungsrat Stefan Kölliker auf die Wintersportlager der Schulen angesprochen. Können sie noch durchgeführt werden? Seine Antwort: Ja, sie können. Doch bei der Stadt Wil stuft man die Situation anders ein. Wegen der steigenden Corona-Fallzahlen wird im aktuellen Schuljahr auf eine Durchführung von Winterlagern verzichtet. Das teilt die Stadt Wil am Freitagvormittag mit.

Die Begründung der Stadt: «Die Einhaltung der Schutzmassnahmen ist insbesondere in kleinräumigen Lagerhäusern nicht in jedem Fall gewährleistet.» Doch ganz auf Wintersport muss nicht per se verzichtet werden. Nach Möglichkeit sollen einzelne Wintersporttage organisiert werden.

hallowil.ch möchte wissen: Was halten Sie von der Absage aller Wiler Skilager im bevorstehenden Winter? Machen Sie mit bei der untenstehenden Umfrage.