Die junge Frau baute ihren künftigen Lehrbetrieb, das Altersheim Wiesengrund, möglichst naturgetreu nach, dafür erhielt sie ein Diplom.Nach einigem Hin und Her entschied sich Lisa Puglisi ein Modell des Altersheims zu bauen. Erfreulicherweise erhielt sie vom Architekturbüro die Pläne, was die Arbeit sehr erleichterte. Modelle und Dekorationen suchte sie im Modellbauladen und Bastelgeschäften. Es wartete eine anspruchsvolle Arbeit auf sie.

Materialbeschaffung und Zeitplan
Schnell merkte die junge Frau, dass sie einiges an Material beschaffen und einen Zeitplan erstellen musste, denn Ende Juni war Abgabetermin. Zum Glück standen die Frühlingsferien vor der Türe – und diese gehörten ganz dem Projekt. Das Bauen, Bemalen, Basteln Trocknen erforderte viel Platz – manchmal war die halbe Wohnung über längere Zeit belegt. Sehr wertvoll erwies sich die Hilfe von Mama, Opa und Oma – ein eigentliches Familienwerk.

Konstruktionen
Die komplette Anlage des Altersheimes wurde aus einem dicken Karton naturgetreu gebastelt. Es folgten abmessen, einzeichnen und exakt ausschneiden. Arbeitsintensiv zeigten sich die Aussenwände mit den vielen Fenstern. Eine spezielle Folie auf der Innenseite erweckt den Eindruck von Glas – eine gute Idee. Den Aussenwänden wurde mittels einer Paste die gewünschte Struktur verpasst. Als Unterlage für die ganze Anlage diente eine Spanplatte.

Umgebung, Sitzplatz und Möbel
Wie man Strasse und Kiesweg sehr realistisch darstellt, wusste Opa, der sowieso mit guten Ideen zur Seite stand. Viele kleine und Kleinstteile galt es zusammenzuleimen, von den Stühlen bis zum Hühnerstall mit Auslauf und dem Spielplatz für die auf Besuch weilenden Kinder. Ein einladender grosszügiger Sitzplatz gehört ebenfalls dazu. Bis spät in die Nacht hinein klebte Lisa Stühle, Tische Bänke, Blumen und Bäume und platzierte sie auf der Wiese.

Strassen und Menschen
Weil ein Altersheim belebt ist, gehören auch Menschen und Strassen zum Projekt. Die kleinen Leute erwiesen sich als sehr aufwändige Klebe- und Bastelarbeit. Aber sie sehen super aus – wie das ganze Anwesen. Auf der Strasse wurde die notwendigen Markierung und Signalisation angebracht. Damit alles einen speziellen Touch bekam, musste eine Beleuchtung her. Dazu hat Lisa zwei LED-Lichtketten ins Innere gelegt, die man von hinten bedienen kann, das sieht sehr lässig aus.

Fazit
Auf der letzten Seite zeigt Lisa Puglisi den strukturierten Ablauf in einem Altersheim auf. Letzlich ist sie sehr zufrieden mit «ihrem» Altersheim. Sie hätte einerseits nicht gedacht, dass der Aufwand so gross würde, andererseits aber auch nicht, dass ihr dies so gut gelingen könnte. Sie schreibt: «Ich habe bei dieser Arbeit sehr viel gelernt, zum Beispiel eine ruhige Hand und Präzision. Wenn man bedenkt, dass ich zuerst nur mit sechs A6 Kartons nach Hause kam und einfach loslegte, bin ich jetzt richtig stolz auf das Ergebnis und würde es trotz Schwierigkeiten wieder tun. Ausserdem durfte ich erfahren, dass mich die Menschen in meinem Umfeld mit Wort und Tat unterstützt haben».