Die beiden Projekte sind unabhängig voneinander, tragen aber denselben Namen: Altstadtgarten. Dieser scheint je länger je mehr zu einem Synonym für eine unendliche Geschichte zu werden. Aber der Reihe nach: Schon im vergangenen Jahr hätte beim Stadtweier ein Restaurant mit 60 Plätzen errichtet werden sollen. Die Stadt hat den Auftrag der «Altstadtgarten GmbH» erteilt. Dabei handelt es sich um junge Gastronomen um Thiemo Fisch. Doch Anwohner finden das Projekt überrissen und haben zuerst bei der Stadt Wil Einsprache erhoben – und nach der Abweisung Rekurs beim Kanton deponiert. Dieser ist nun hängig, und dürfte es noch mehrere Monate sein. Frühestens kommendes Jahr wird es die Beiz am Stadtweier geben.

Mittlerweile ist auch das zweite Altstadtgarten-Projekt blockiert. Die gleichen Gastronomen haben vor, im «Speed Store»-Gebäude unter demselben Namen eine Bar zu errichten. Mit dem Eigentümer ist man sich einig, nicht aber mit den Nachbarn. Denn während der Auflage des Bauprojekts sind Einsprachen eingegangen. «Es sind sechs Einzeleinsprachen und eine Sammeleinsprache mit neun Unterzeichnenden», sagt Thomas Kobler, Leiter Bewilligungen bei der Stadt Wil. Die Gründe der Einsprachen darf er nicht nennen. Es ist aber davon auszugehen, dass die Nachbarn Lärmemissionen befürchten. Somit könnte sich auch dieses Projekt im Extremfall um Jahre verzögern.