Die etwas gestandeneren Semester werden sich noch erinnern, als man auf der Autobahn laufen konnte. Das war im Jahr 1970, kurz bevor der A1-Abschnitt – damals noch N1 genannt – zwischen Winterthur und St. Gallen eröffnet wurde. Genau ein halbes Jahrhundert ist vergangen und die Anzahl Autos hat sich in der Zwischenzeit vervielfacht. Und trotzdem gibt es dieser Tage Phasen, in welchen man auf der Autobahn spazieren könnte. Damit es klargestellt ist: Dies ist tunlichst zu unterlassen und weiterhin strengstens verboten.

Aber die aktuelle Situation mit dem Coronavirus bringt es mit sich, dass selbst die Autobahn A1 phasenweise zu einer «Geisterbahn» wird. Kaum mehr Autos sind unterwegs, obwohl es nach wie vor keine eigentliche Ausgangssperre gibt. Fotograf Fredi Rubi hat diese Bilder geschossen. Aufgenommen hat er sie am vergangenen Sonntag (22. März) um 8.30 Uhr bei Niederuzwil. Es werden Bilder für die Geschichtsbücher sein. Nach der Corona-Krise wird man die Autobahn höchstens wieder so sehen, wenn sie nach einem Unfall beidseitig gesperrt ist.

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Auch in Richtung Uzwil-St. Gallen war gar nichts los.