Diese Meldung kommt überraschend: Der Kirchberger Donat Ledergerber ist nicht mehr Generalsekretär des Gesundheitsdepartements des Kantons St. Gallen. Am 1. Juni übernimmt Regierungsrat Bruno Damann die Leitung dieses Departements – und stellt sein operativ tätiges Team neu auf. «Donat Ledergerber möchte sich diesem Wunsch nicht entgegenstellen», heisst es in einer Medienmitteilung des Kantons St. Gallen knapp. Im Rahmen einer einvernehmlichen Regelung werde Ledergerber das Gesundheitsdepartement per Ende Mai verlassen. Weitere Auskünfte werden nicht erteilt. Seit dem 1. Juni 2015 hat der Toggenburger die operative Führung des Gesundheitsdepartements inne – unter der nun scheidenden Regierungsrätin Heidi Hanselmann. Zuvor war Ledergerber sieben Jahre lang Schulleiter an der Oberstufe Lerchenfeld in Kirchberg gewesen. Neuer Vorsteher des Gesundheitsdepartements ist der St. Galler Gildo Da Ros, der aktuell noch Generalsekretär des Volkswirtschaftsdepartements ist – unter Bruno Damann.

Diese Personalrochade sorgt für Kopfschütteln – zumindest bei Ledergerbers Partei, der SP. Für diese stellte dieser Wechsel einen «veritablen Fehlstart» von Bruno Damann dar. Die Sozialdemokraten können nicht verstehen, dass dieser Wissensverlust im Departement freiwillig in Kauf genommen wird. «Es ist bedauerlich, dass amerikanische Verhältnisse im Kanton Einzug halten. Bisherige Spitzenbeamte werden durch eigene Parteigänger ersetzt. Dies zu Lasten der Kontinuität in der Verwaltung», so die SP weiter.

SVP übergibt an CVP

Weniger überraschend, aber auch am Mittwoch, kommt die Meldung, dass Kurt Baumann (SVP, Sirnach) nicht mehr Thurgauer Kantonsratspräsident ist. Er wurde wie geplant durch Norbert Senn (CVP, Romanshorn) abgelöst. Ein Jahr lang hatte sich Baumann nun «Höchster Thurgauer» nennen dürfen. Neue Vizepräsidentin des grossen Rates ist Brigitte Kaufmann (FDP, Uttwil).

Am 2. Juni ist es dann auch im Kanton St. Gallen soweit. Kantonsratspräsident Daniel Baumgartner (SP, Flawil) übergibt das Amt an Bruno Cozzio (CVP, Uzwil).

Das war vor rund einem Jahr: Kurt Baumann (links) wird - in einem St. Galler Gefährt - in seiner Heimatgemeinde Sirnach als höchster Thurgauer gefeiert. (Archivbild: Bettina Brauchli)