Seit die Stadt Wil kommuniziert hat, dass sie ihre amtlichen Mitteilungen künftig online verbreiten wird und nur noch auf expliziten Wunsch schriftlich zustellt, steht sie in der Kritik. In Leserbriefen wird Unmut kundgetan, dass damit vor allem ältere Personen vom Informationsfluss abgeschnitten werden. Die Stadt Wil sieht auf dem Online-Weg die Chance, flexibler und aktueller kommunizieren zu können. Ab Juni werden die amtlichen Publikationen nicht mehr in der Printpresse publiziert, sondern über eine neue kantonale Publikationsplattform.

Auch Oberbüren wird diese Plattform ab dem 1. Juni dieses Jahres als amtliches Publikationsorgan nutzen. Allerdings schlägt die Gemeinde einen anderen Weg ein als Wil. Das wöchentlich erscheinende Mitteilungsblatt wird beibehalten und weiterhin jede Woche an jede Haushaltung der Gemeinde zugestellt. Nur ist das «Blättli» nicht mehr rechtsverbindlich. «Dieser Schritt rechtfertigt sich, weil inskünftig vermehrt auch baupolizeiliche Themen im Amtsblatt und Mitteilungsblatt synchron aufgeschaltet werden müssen. Somit sind für alle Nutzer die Publikationsdaten auf der kantonalen Plattform verbindlich und einheitlich», begründet die Gemeinde Oberbüren in einer Mitteilung. Hintergrund: Der Kanton St. Gallen wird im Lauf des Jahres das gedruckte Publikationsorgan Amtsblatt einstellen und auf eben diese elektronische Plattform wechseln. Für die St. Galler Gemeinden besteht die Gelegenheit, sich diesem elektronischen Publikationskanal anzuschliessen.