Wie bereits erwartet, will es Andreas Breitenmoser (parteilos) am Sonntag, 29. November, noch einmal wissen: Denn in einer Medienmitteilung bestätigt der ehemalige Finnshop-Besitzer, dass er auch für den zweiten Wahlgang bei den Stadtratswahlen noch einmal kandidiert. Grund für diese Entscheidung sind laut Breitenmoser «das gute Ergebnis im ersten Wahlgang, die unzähligen Gratulationen und Ermunterungen»: Wie alle anderen Wiler Stadtrats-Kandidaten hat auch Breitenmoser am 27. September das Absolute Mehr von 3805 Stimmen nicht erreicht. Er konnte 2718 Stimmen für sich gewinnen – somit haben ihm 1087 Stimmen für eine Wahl in den Wiler Stadtrat gefehlt. Breitenmoser erreichte an diesem grossen Wahlsonntag am siebtmeisten Stimmen und stand mit seinem Resultat dicht hinter Ursula Egli (SVP; 2914 Stimmen), die nur 196 Stimmen mehr hatte. Und: Er erzielte sogar ein besseres Wahlergebnis als der amtierenden Stadtrat Daniel Stutz (Grüne Prowil; 2457 Stimmen). 

«Es braucht jetzt einen unabhängigen Mann der Tat im Wiler Stadtrat», sagt Breitenmoser. Und weiter meint der ausgebildete Betriebsökonom: «Im Stadtrat braucht es jetzt einen lösungsorientierten Mittepolitiker mit breiter unternehmerischer Erfahrung.» Er sei überzeugt, dass es nun Zeit für Veränderungen sei. 

So sieht nun die Ausgangslage aus

Die aktuelle Ausgangslage für den zweiten Wahlgang bei den Wiler Stadtratswahlen sieht wie folgt aus: Mit Breitenmoser sind es jetzt acht Kandidaten, die um die fünf Sitze im Wiler Stadtrat buhlen. Dies sind die beiden Stadtpräsidiums-Kandidaten Hans Mäder (CVP, neu) und Dario Sulzer (SP, bisher) – diese brauchen für das Stadtpräsidium auch einen Sitz im Stadtrat –, Jigme Shitsetsang (FDP, neu), Daniel Meili (FDP, bisher), Jutta Röösli (parteilos, bisher), Ursula Egli (SVP, neu), Daniel Stutz (Grüne Prowil, bisher) und eben Andreas Breitenmoser (parteilos, neu). Ob es bei diesen acht Kandidaten bleibt, wird sich nach der offiziellen Meldefrist am Donnerstag, 15. Oktober, entscheiden. Weitere Kandidaturen sind aber nicht zu erwarten. 

hallowil.ch-Chefredaktor Simon Dudle hat in einer Analyse die aktuelle Ausgangslage der Wiler Wahlen unter die Lupe genommen.