«Die Schlampe gehört in en indische Bus, ellei, nachts am 3 …». Mit diesen wahrlich unüberlegten und deplatzierten Worten verunglimpfte ein selbst ernannter Künstler aus Deutschland, der in der Ostschweiz lebt, Karin Keller-Sutter. Passiert ist es bereits im Dezember 2017, als die Wilerin kurz davor war, Ständeratspräsidentin zu werden. Hintergrund sind laut einem Bericht der «Sonntags Zeitung» die Kosten von 175'000 Franken, welche für den Empfang von KKS angefallen sein sollen. Medial war damals von einer «Feierorgie» die Rede. Der Künstler zielte mit seinem öffentlich einsehbaren Kommentar direkt auf Karin Keller-Sutter ab.

Er wurde vergangenes Jahr laut dem Bericht vom Untersuchungsamt Gossasu verurteilt. Der Beschuldigte habe sagen wollen, dass KKS ebenfalls Gewalt oder ein Übergriff auf ihre sexuelle Integrität wiederfahren solle, wie das in Indien immer wieder geschehe. Das Urteil: Eine bedingte Geldstrafe von knapp 600 Franken und eine Busse von 120 Franken. Inklusive Verfahrenskosten muss der Mann knapp 600 Franken bezahlen. Das Strafmass fällt nicht höher aus, weil der Künstler mit 20'000 Franken verschuldet sein soll.

Kommentar schnell wieder gelöscht

Laut dem Artikel der «Sonntags Zeitung» bereut der 34-Jährige heute den Kommentar und bezeichnet ihn als «Kurzschlusshandlung» sowie «sehr unüberlegt». Er habe beim Verfassen noch Restalkohol im Blut gehabt und wolle sich bei KKS entschuldigen. Nach nur einer Minute habe er den Beitrag wieder gelöscht. Eine Person, welche die Diskussion auf Facebook verfolgte, machte aber einen Screenshot und stellte diesen Keller-Sutter zu, die dann Anzeige erstattete. Die heutige Wiler Bundesrätin will sich laut dem Artikel nicht vertieft dazu äussern. Sie habe Anzeige eingereicht, «um die Würde des Amtes und der Institution zu schützen».