Die von den Schülern gestalteten Holzkühe können jetzt schon bei den Gemeindehäusern und vor einzelnen Geschäften besichtigt werden und sollen möglichst viele Besucherinnen und Besucher von der Viehschau begeistern.

Bereits seit Wochen bereiten sich die Bäuerinnen und Bauern auf die Viehschau vor. Am Vierschautag fahren viele Bauernfamilien sennisch zur Schau. Die Bäuerinnen und Bauern treiben ihre Kühe, Rinder und Kälber auf den Schauplatz, der in der Regel im Dorf liegt. Der Eingang ist durch einen kunstvoll geschmückten Bogen geprägt. Auf dem Gelände binden fleissige Helfende die Kühe in langen Reihen nach vorgegebenen Kategorien an. Danach folgt das Stellen: Die Experten beurteilen die Tiere nach Schönheit und Leistung und positionieren sie in der richtigen Rangfolge. Die Viehschau ist aber bei Weitem nicht nur ein Zuchtvergleich unter den Tierhaltern der Region, der lediglich aus der Präsentation und Prämierung der schönsten und leistungsfähigsten Tiere besteht. Eine Viehschau ist ein traditioneller bäuerlicher Anlass, der seit dem 19. Jahrhundert fester Bestandteil der regionalen Kultur ist.

Volksfest

Durch die feierliche Prämierung, die Vergabe von Sonderpreisen und das Rahmenprogramm wird die Viehschau am Nachmittag zum Volksfest und ist so eine ideale Möglichkeit für Landwirtschaft und Viehzucht, sich der Bevölkerung zu präsentieren, wie es im aktuellen Mitteilungsblatt heisst. Am Abend treffen sich die Bäuerinnen und Bauern sowie ihre Angehörigen am Schauabend zum Ausklang. Der perfekte Anlass also, den 125. Geburtstag des Braunviehzuchtvereins Degersheim-Flawil zu feiern. Aus diesem Grund findet der Anlass in diesem Jahr bewusst an einem zentralen Ort, fast an der Gemeindegrenze, statt, damit Tierhalter und Gäste aus beiden Gemeinden eine möglichst kurze Anfahrt haben.

Anmelderekord

Für die diesjährige Jubiläumsviehschau sind 460 Tiere von 23 Bäuerinnen und Bauern angemeldet. «Eine so hohe Anzahl hat es in den vergangenen dreissig Jahren nie gegeben», sagt Ueli Meier, der Viehschau-Verantwortliche. Er wünscht sich, dass nicht nur viele Tiere, sondern auch viele Besucherinnen und Besucher auf dem Schaugelände sein werden. «Die Viehschau ist nicht nur für uns Bäuerinnen und Bauern da. Die gesamte Bevölkerung ist herzlich willkommen», sagt Ueli Meier. Um möglichst viele Neugierige in die Matt zu locken, hat der Braunviehzuchtverein einen Wettbewerb lanciert, der auf grosses Interesse gestossen ist. Die Schulklassen aus Degersheim und Flawil waren eingeladen, Holzkühe zu gestalten, welche an der Viehschau prämiert werden. Insgesamt 44 Schul- und Kindergartenklassen haben sich am Wettbewerb beteiligt und ihre eigene Kuh gestaltet.

Abwechslungsreiches Programm

Bereits um 8.30 Uhr beginnt die Auffuhr, zwischen 10 Uhr und 12 Uhr folgt der Kälberwettbewerb. Ab 12 Uhr steht die Prämierung der Holzkühe des Wettbewerbs auf dem Programm und um 13 Uhr erfolgen die Verleihung der Spezialpreise sowie die Misswahl. Da die Kühe abends im Stall gemolken werden müssen, verlassen die Bäuerinnen und Bauern um etwa 16 Uhr mit ihren Tieren das Gelände und kehren ohne Tiere für den Schauabend, welcher um 20 Uhr beginnt, auf den Festplatz zurück. Für den öffentlichen Schauabend mit Unterhaltungsprogramm steht ein Festzelt bereit. Musikalisch wird der Abend von den Rusch Büeblä und dem Jodelchörli Degersheim umrahmt.