“Kämpft weiter für eine bessere Zukunft, den Kapitalismus überwinden wir nur gemeinsam. Und bleibt hässig, Gründe gibt’s genug!” Mit diesen Worten verabschiedete sich Timo Räbsamen von seinem Amt als Präsident der JUSO Kanton St.Gallen, wie es in einer entsprechenden Medienmitteilung heisst. Kurz darauf wählte die Jahresversammlung letzten Freitag die vorherige Sekretärin Anna Miotto ins Amt der Präsidentin. “Wichtig ist vor allem das: Ob der Kapitalismus, das Patriarchat, White Supremacy oder Heteronormativität, ich habe diese Strukturen verdammt satt”, meinte die 20-jährige Miotto in Ihrer Rede. Auch Moritz Rohner kündigte an der letzten Vollversammlung seinen Rücktritt vom Vorstand an. "Ich bin hässig, dass Frauen immer noch für ihre Rechte kämpfen müssen", so seine Nachfolgerin Nina Troy.

Parolenfassungen

Die Jahresversammlung fasste an der Jahresversammlung auch Parolen für die Abstimmungen am 7. März. Einstimmig stellte man sich gegen die SVP-Volksinitiative "Ja zum Verhüllungsverbot". „Wir stellen uns gegen alle, die anderen ihre Meinung und Vorstellungen aufzwingen und zwar unabhängig von ihrer Nationalität, Religion oder Lebensweise”, sagte Léonie Schubiger, Vorstandsmitglied der JUSO. Auch der Einführung einer E-ID stehen die Mitglieder der Jungpartei kritisch gegenüber, weshalb ebenfalls einstimmig die Nein-Parole gefasst wurde. Vorstandsmitglied Rui Bechtold meint dazu: “Persönliche Daten gehören nicht in die Hände von privaten Firmen, der Bund ist für Ausweise zuständig.” 

Zuletzt diskutierten die Mitglieder übers Referendum “Stop Palmöl”. Die Mitglieder waren sich einig, dass dieses Gesetz weder sozial noch nachhaltig ist. “Regenwälder sind CO2-Speicher. Verbrennen wir zu viel, erreichen wir einen Kipppunkt, der nicht mehr rückgängig gemacht werden kann. Dann sind wir ziemlich am Arsch”, sagte die neue Präsidentin Miotto. So fasste die JUSO Kanton St.Gallen dreimal die Nein-Parole. 

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Timo Räbsamen.