Die Planerteams werden in einem nächsten Schritt verschiedene technische Varianten für die ARA in Niederuzwil evaluieren und die Bestvariante anschliessend zu einem Vorprojekt verfeinern. Zudem wird ein Konzept für die Zuleitungssysteme im Einzugsgebiet der gemeinsamen ARA erarbeitet.

Begehrte Ausschreibung

Die Planungsgemeinschaft, bestehend aus den Gemeinden Jonschwil, Uzwil, Zuzwil, der Stadt Wil und dem Abwasserverband Uzwil hat die Arbeiten für die Planung der ARA Region Wil-Uzwil vergeben. Die zu beschaffenden Leistungen wurden dazu in die beiden Lose «Generalplaner ARA» und «Hydraulisches Konzept» aufgeteilt. An der Ausschreibung haben sich viele namhafte, auf die Planung von Abwasserreinigungsanlagen spezialisierte Ingenieurbüros der Schweiz beteiligt.

Erarbeitung Variantenstudien und Vorprojekt

Die Planerleistung für das Los «Generalplaner ARA» umfasst die Gesamtplanung der neuen ARA Region Wil-Uzwil, vom Vorprojekt über das Bauprojekt bis zur Realisierung. Im Rahmen des Vergabeverfahrens hat das Dossier der Ingenieurgemeinschaft Kuster + Hager Ingenieurbüro AG und Holinger AG die Planungsgemeinschaft am meisten überzeugt. Beide Firmen sind in der Ostschweiz verwurzelt beziehungsweise vernetzt und haben in der Region bereits verschiedene Abwasserprojekte realisiert.

Konzept für ein optimiertes Zulaufsystem

Im Los «Hydraulisches Konzept» wird das Einzugsgebiet der künftigen regionalen ARA unter die Lupe genommen. Beispielsweise geht es dabei um die Linienführung der Zuleitungen, welche die Abwässer von den heutigen ARA Jonschwil, Freudenau und Zuzwil zur neuen ARA in Niederuzwil führen werden. Auch die bedarfsgerechte Dimensionierung der Rückhaltebecken wird untersucht, damit selbst bei starken Regenfällen ein Gewässerschutz gewährleistet ist. Der Auftrag wurde an die Firma Hunziker Betatech AG vergeben. Die Firma ist auf Dienstleistungen in den Bereichen Wasser, Bau und Umwelt spezialisiert.

Wie geht es weiter?

Die Planerteams werden zunächst verschiedene technische Varianten für den Bau der neuen ARA erarbeiten und der Bauherrschaft zur Bewertung vorlegen. Zur Diskussion wird zum Beispiel das Verfahren stehen, mit welchem die Mikroverunreinigungen eliminiert werden sollen. Auf Basis der Bestvariante wird danach ein Vorprojekt ausgearbeitet. Dieses erlaubt unter anderem eine Schätzung der Kosten und wird den Gemeinden dienen, um die Pläne für die ARA Region Wil-Uzwil den Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern vorzulegen.