Im Gebiet Salen steht die Kläranlage Schwarzenbach. Hier wird das Abwasser der Gemeinde Jonschwil sowie der Dörfer Niederstetten und Oberstetten gereinigt und anschliessend in die Thur geleitet. Täglich seien im Jahresdurchschnitt 1525 Kubikmeter Abwasser (Vorjahr: 1246) gesäubert und wieder dem natürlichen Gewässer abgegeben worden. Im Jahr ergibt dies eine Abwassermenge von 557 976 m3. So geht es aus dem Mitteilungsblatt der Gemeinde Jonschwil hervor.

Gute Noten

Das kantonale Amt für Wasser und Energie (AWE) überwacht die Abwasserreinigungsanlagen im Kanton. In regelmässigen Abständen werden Kontrollen der Betriebsführung sowie der Abwasser- und Reinigungsqualität durchgeführt. Zur Beurteilung werden Abwasserproben entnommen und untersucht. Auch die Reinigungsleistung wird bewertet. Der Bericht des AWE stelle der ARA Schwarzenbach zwar insgesamt ein gutes Zeugnis aus, dennoch sei mittel- und langfristig Handlungsbedarf angezeigt. Die Eigenkontrolle und die interne Dokumentation der Messdaten wurden überprüft. Es sei bestätigt worden, dass diese Arbeiten gewissenhaft erfolgten. Dennoch: Dem Jahresbericht der Kläranlage könne entnommen werden, dass nicht alle vorgeschriebenen Werte permanent eingehalten wurden. Mittel- und langfristig bestünde also Handlungsbedarf bei der Kläranlage.

Klärschlammentwässerung

Der Klärschlamm aus der ARA Schwarzenbach wird in der ARA Wil entwässert. Im Jahr 2020 seien 2502 Kubikmeter ausgefaulter Klärschlamm (Vorjahr: 2172) mit einer Trockensubstanz von 61,7 Tonnen geliefert und anschliessend mittels thermischer Verwertung durch den Zweckverband Abfallverwertung Bazenheid (ZAB) entsorgt worden. Weiter seien beim Grobfang der ARA rund 10,5 Tonnen Material zurückbehalten und entsorgt worden. Beim Sandfang seien 11,7 Tonnen angefallen.

Energie: 35 Prozent Eigendeckung

Im Jahr 2020 seien zudem auf der ARA 81 257 m3 Gas produziert und mit dem eigenen Blockheizkraftwerk verwertet worden. Der Stromverbrauch der ARA konnte damit zu 35 Prozent aus Eigenproduktion gedeckt werden. Er sei damit höher gelegen als im Vorjahr (29 Prozent). Die restlichen 65 Prozent, die vom EW-Netz bezogen werden mussten, entsprächen 264 968 kWh (Vorjahr: 280 401 kWh).