Der Präsident des Arbeitgeberverbandes Südthurgau, Thomas De Martin, betonte, dass die Grundstimmung positiv ist. Natürlich habe man als Unternehmer ab und an Grund zur Unzufriedenheit, aber «wir unterscheiden uns von den Bauern – deshalb machen wir es nicht». Umso wichtiger sei es, dass man sich als Unternehmer mit Nachdruck dafür einsetze, dass die gegenwärtig guten Rahmenbedingungen erhalten blieben, sagte De Martin. «Aktuell ist es so, dass die Wege kurz sind, sich die Ansprechpartner Zeit für einen nehmen und darum bemüht sind, gute Lösungen zu finden.» Dieser Zusammenhalt sei in einer heterogenen Region ohne echtes Zentrum, wie sie der Hinterthurgau nun mal sei, fast noch wichtiger als anderswo, sagte De Martin.

Wenn die Wirtschaft vorankommen wolle, müsse man sich als Unternehmer politisch engagieren. «Wir sollten die Ämter mit Vertretern von uns besetzen. Wenn wir das nicht tun, werden andere für uns entscheiden», sagte De Martin.

Wenige Arbeitslose über 50

Daniel Wessner erklärte, dass der Thurgau 2018 ein positives Wirtschaftsjahr erlebt habe: «Die Produktion lief, insbesondere im Maschinenbau, auf Hochtouren und fast alle Branchen legten zu.» Damit dies so bleibe, unternehme sein Amt alles, damit wir den Spielraum zugunsten der Wirtschaft nutzen können. Insgesamt sei der Ausblick fürs 2019 erfreulich über fast alle Branchen hinweg – sehe man einmal vom Detailhandel ob, dessen Krise andauere.

Was die Arbeitslosigkeit betreffe, sei der Thurgau gut unterwegs. Allerdings hätten die RAVs immer mehr Mühe damit, Kunden, die tiefqualifiziert sind, erfolgreich zu vermitteln. Was die Zahl der Arbeitslosen im Alter über 50 Jahre betreffe, so falle auf, dass diese Gruppe zahlenmässig zu den Kleinsten gehöre. Zugleich sei es aber so, dass deren Vermittlung bis zu dreimal so lange dauere, wie jene von Jüngeren. (pd)