In den vergangenen Jahren wurde in Sirnach vorwiegend auf die Begehren und Meldungen der Einwohnerschaft reagiert und beispielsweise an den Schulstandorten Busswil und Egg Verkehrsberuhigungs-Massnahmen umgesetzt. Diese wurden als singuläre Projekte angegangen, ohne existierende Gesamtschau darüber, wie bedeutsam diese Einzelmassnahmen sind und ob sie auch eine optimale Wirkung in einer Gesamtlösung erzielen.

Im Rahmen der im Jahr 2018 durchgeführten Einwohnerbefragung wurden Anmerkungen zu den Schulwegen und zum Langsamverkehr hervorgerufen, allerdings ohne konkrete Angaben zu Orten und ohne Gewichtung. Kurzum: Es sind zum Thema Langsamverkehr und Schulwegsicherheit viele Massnahmen umgesetzt oder geplant. Es ist laut einer Mitteilung der Gemeinde Sirnach aber nicht abschätzbar, wo die Brennpunkte aus Sicht der Bevölkerung liegen und wo im gesamten Massnahmenpaket Lücken bestehen. Hinzu kommt, dass sich Sirnach in den vergangenen Jahren stark weiterentwickelt hat.

So sieht der Zeitplan aus

Nun hat der Gemeinderat eine Arbeitsgruppe bestellt und gleichzeitig entschieden, mit dem im Bereich Verkehr spezialisierten Ingenieur- und Planungsbüro „Büro Widmer AG“ in Frauenfeld zusammenzuarbeiten. Die Arbeitsgruppe besteht aus dem Vorsitzenden Claudio Fuchs, Ressortvorsteher Tiefbau & Verkehr, Schulpräsident Urs Schrepfer, Schulleiter Urs Rüdisüli, Verkehrsplaner Thomas Buhl, Sachbearbeiter Jürg Messmer und Andreas Schmidt, ehemaliger Gemeinderat und Ressortvorsteher Planung & Verkehr.

In einem ersten Schritt erfolgen eine Befragung der Schüler sowie deren Eltern samt Auswertung der Rückmeldungen und die digitale Erfassung aller Schulwege. Im kommenden Jahr sollen die Schwachstellen und möglichen Massnahmen beurteilt werden. Die Planung der Massnahmen ist ebenfalls im Jahr 2020 vorgesehen, wie die Gemeinde Sirnach weiter schreibt. (gk/red)