Seit 1994 ist der erste August ein offizieller Feiertag. Und seit 1. August 1993 ist es Tradition geworden, zu einem Brunch einzuladen. Vor allem auf den Bauernhöfen. Man hatte im ersten Jahr bereits 420 Betriebe mit über 200‘000 Besuchern, war zu erfahren.

Der "Bäckerszmorgä" beim alten Feuerwehrdepot in Flawil liess kaum Wünsche offen. Gemeinderat Eddie Frei sagte in seiner Ansprache, dass man sich wohl vom Emmentaler habe inspirieren lassen. Obwohl die Schweiz viele Löcher oder Tunnel habe, zeige sie einen sehr guten Zusammenhalt. Er sei stolz, dass er mit Arber Ahmet einen neuen Präsidenten im Verkehrsverein habe, fuhr Frei fort. Arber Bullakaj Stadtparlamentarier aus Wil habe sofort zugesagt, als er ihn für die Festrede angefragt habe.

Bullakaj legt den Schwerpunkt auf die Solidarität
Es falle ihm leicht, sagte Arber Bullakaj, über die Schweiz und den 1. August zu reden. Besonders, weil er albanische Wurzeln und eine vielfältige Identität in sich trage, freue er sich, in einem liberalen demokratischen Land wie die Schweiz die Qualitäten zu feiern. Auch als Unternehmer wisse er, wie wichtig eine liberale Haltung für viele Menschen in der Schweiz sei. Und dies unabhängig von Herkunft, Nationalität, Religion, Geschlecht und der politischen Ausrichtung. „Vieles haben wir erreicht, aber morgen und übermorgen gibt es noch viel zu tun. Heute feiern wir die Grundlagen für die moderne Schweiz. Es gibt aber noch einiges zu verbessern. Gehen wir mehr aufeinander zu. Sei das in der Familie, am Arbeitsplatz oder in der Politik.“ Die Idee von der Solidarität mache die ganz Schweiz gegen aussen auf. Nicht zufällig sei das rote Kreuz und weitere internationale Organisationen in der Schweiz gegründet worden oder hätten ihren Sitz in diesem Land. Gemäss der Weltorganisation für geistiges Eigentum gelte die Schweiz als das innovativste Land auf der Welt.

Der "liebe Augustin" unterstützte die Festivitäten und die Nationalhymne mit seinen Instrumenten. Für viele Kinder war die Hüpfburg der grösste Anziehungspunkt.