Die Forschenden fanden IgA-Antikörper, die an sogenannte Surfactant-Proteine binden. Surfactant-Proteine wiederum sind wichtige Faktoren, die für den Sauerstoff- austausch in der Lunge notwendig sind. Bei schwer erkrankten COVID-19-Patientiennen und -Patienten führen erhöhte Werten dieser lgA-Antikörper zu Immunglobuline A (IgA) sind Eiweisse, die zum Immunsystem des Körpers gehören. IgA kommen sowohl im Blut als auch in den Schleimhautsekreten vor. Sie bilden an den Schleimhäuten einen Schutz gegen Krankheitserreger, indem die IgAs die Krankheitserreger neutralisieren und die Krankheitserreger somit nicht weiter in den Körper eindringen können.

Surfactant wird von den Lungenzellen produziert, die bei Betroffenen von COVID-19 infiziert werden. Surfactant verringert die Oberflächenspannung der Lungenbläschen (Alveolen), damit sich die Lunge gut entfalten kann. Bei einem Mangel kollabieren die Alveolen, es kommt zu Atemnot. Bei schwer erkrankten COVID-19-Patientiennen und -Patienten führen erhöhte Werten dieser lgA-Antikörper zu einem Mangel an Surfactant.

Die Ergebnisse wurden kürzlich in einem der renommiertesten Fachjournals der Pneumologie, dem American Journal of Respiratory and Critical Care Medicine veröffentlicht: https://www.atsjournals.org/doi/abs/10.1164/rccm.202201-0011OC