Samstag, erster Weihnachtstag, nachmittags. Wir besuchen den Neckertaler Baumwipfelpfad in Mogelsberg. Zuerst die telefonische Absicherung, ob diese herrliche Freiluft-Attraktion denn auch wirklich geöffnet hat. Hier ist nicht Corona das Problem, sondern das nasskalte Wetter. Die freundliche Stimme am Telefon meint nur, «kommen Sie vorbei, es sind auch Besucher hier. Wir haben bis am frühen Abend geöffnet.» Später wird sich diese Stimme der Geschäftsleiterin zuordnen lassen können. Melanie Anon ist mit ihrer Mitarbeiterin Vreni Ramsauer den ganzen Tag vor Ort, bedient die Ankömmlinge und löst deren Eintrittstickets. Die Kälte ist nicht unbedingt schlimm, das Thermometer zeigt plus fünf Grad Celsius, doch der beinahe ununterbrochene Regenfall macht den Rundgang doch zu einer gewissen Herausforderung. «Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung», meint ein Besucher, unter dem Regenschirm hervorblickend. Kurz darauf treffen wir auf eine dreiköpfige Familie aus Zürich, die im appenzellischen Schönengrund zu Besuch ist. «Wir sind zum ersten Mal hier und finden den Baumwipfelpfad eine super Sache. Wenn das Wetter mitspielen würde, könnten wir den Weitblick geniessen, aber auch so lohnt sich ein Besuch auf jeden Fall, nur schon wegen des gemütlichen Beizlis, oder dem Lädeli», sagen die drei. Sie loben die Macher des Pfads. «Toll, dass auch an solchen Tagen geöffnet ist, danke den Betreibern.»

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Sie halten über die Weihnachtstage den Baumwipfelpfad geöffnet. Geschäftsleiterin Melanie Anon (links) und Mitarbeiterin Vreni Ramsauer.


An Tagen wie diesen

Freude herrscht auch bei Melanie Anon. Die Geschäftsleiterin des Baumwipfelpfads lobt die Besucher, die trotz misslichen Wetterbedingungen daher spazieren. «Das ist auch für uns eine Genugtuung und ein Zeichen dafür, dass wir das Richtige machen. Grad an Tagen wie diesen, kommen zahlreiche Mogelsberger mit ihrem Besuch vorbei und zeigen diesen unsere herrliche Attraktion», sagt Anon. Und dann begeben sich eine Mutter (aus Deutschland) und ihr Sohn (aus St. Gallen) auf den Pfad, hoch über dem Erdboden. «Wir sind wirklich durch Zufall hier gelandet. Wir wollten für kurze Zeit und nur zu zweit etwas unternehmen. Schön, hat der Pfad geöffnet heute», sagen die beiden. Des Weiteren wagte es, so erklärt das Melanie Anon, eine weitere Familie sogar, den Grill im Freien in Betrieb zu nehmen. Es geht doch – bei solch garstigem Wetter – nichts über eine warme Wurst vom Feuer.


Und dann der Besuch im Cinewil

Am Sonntag, dem zweiten Weihnachtstag, besuchen wir das Cinewil in der Äbtestadt. Schon am Morgen laufen hier die ersten Filme, die von zahlreichen Kinogängern besucht werden. Geschäftsführerin Felicitas Zehnder, erklärt, dass ihnen nicht nur das regnerische Wetter in die Karten spielt. «Es sind auch die Filme Spider-Man und der Familienfilm Sing 2, die viel Publikum anlocken. Nichtsdestotrotz müssen wir damit rechnen, dass es im Vergleich zu normalen Jahren nur etwa halb so viele Besucher geben wird.» Auch den Kinobetreibern gebührt ein grosses Lob. Auch sie arbeiten über die Festtage, damit sich das Volk bei guten Kinofilmen entspannen und amüsieren kann. «Die Stimmung ist ausserordentlich gut und entschleunigt. Die Covid-Massnahmen sind gar kein grosses Thema mehr, es ist vielmehr ein Miteinander und ein Geniessen unter Gleichgesinnten», sagt Felicitas Zehnder, wobei sie betont, dass das Kino-Café ziemlich gut läuft.

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Cinewil-Geschäftsleiterin Felicitas Zehnder (rechts) freut sich an den Weihnachtstagen über jeden Besucher. (Archivbild, Ch.Heer)

Der Journalist wurde an beiden Orten sehr wohlwollend empfangen. Fragen wurden beantwortet und die zuständigen Personen nahmen sich Zeit. Ein Besuch beim Baumwipfelpfad und im Cinewil werden demnach äusserst empfohlen.

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Das Cinewil hat auch über die Feiertage geöffnet. (Archivbild, Ch. Heer)