Die Feuerwehren im Kanton St. Gallen werden bei einem Ereignis über Telefon und Pager (duale Alarmierung) über die kantonale Notrufzentrale alarmiert. Doch was ist, wenn der Strom rationiert wird oder gar ausfällt? Um auch in solchen Situationen eine verlässliche Alarmierung der Feuerwehren sicherzustellen, hat die Gebäudeversicherung entschieden, 74 Feuerwehrdepots mit einer sogenannten autarken (stromunabhängigen) Notalarmierung auszustatten.

Die Installation der Notalarmierungssender ist nun weitestgehend abgeschossen und eine kantonsweite Notalarmierung der Feuerwehren damit sichergestellt. Bei einem Feuerwehrdepot erfolgt die Ausrüstung mit dem Sender aufgrund eines laufenden Bauprojekts erst Ende 2022.

Notalarmierungssender gewährleisten lückenlose Alarmierung

Die Notalarmierungssender alarmieren bei einem Stromausfall selbstständig eine vordefinierte Gruppe von Angehörigen der Feuerwehren. Bei Bedarf besteht die Möglichkeit, über die Sender weitere Angehörige der Feuerwehren aufzubieten. Dies gewährleistet bei einer Strommangellage oder einem Stromausfall eine Alarmierung von rund 60 – 80 Prozent der Angehörigen der Feuerwehr. Dazu Daniel Bischof, Projektleiter autarke Notalarmierung und Fachspezialist Feuerwehr: «Ein Notalarmierungssender muss einfach und zuverlässig sein. Das von uns verwendete System ist mit den bestehenden, handelsüblichen Pagern und den bestehenden Frequenzen nutzbar. Seitens Feuerwehren sind somit keine zusätzlichen Investitionen nötig.»

Projektumsetzung mit der Swissphone Wireless AG

Umgesetzt wurde das Projekt autarke Notalarmierung mit der Swissphone Wireless AG, welche die autarke Paging-Lösung entwickelt hat. Die Swissphone Wireless AG ist Betreiberin des schweizerischen Funkrufnetzes TELEPAGE und Spezialistin für Alarmierungslösungen für Behörden und Organisationen für Rettung und Sicherheit (BORS).