Die Ereignisse im Regionalen Leistungszentrum Ostschweiz (RLZO) überschlagen sich mal wieder. Arbeitsinspektoren haben die ausländischen Trainer kontrolliert. Das schreibt das St. Galler Tagblatt in seiner Freitags-Ausgabe mit Verweis auf einen Brief, der RLZO-Vizepräsident Walter Epprecht mit dieser Information an die Eltern gerichtet haben soll. Die Zeitung will recherchiert haben, dass ein ungarischer Trainer schwarz arbeitet. Gemäss dem Artikel bestreitet der Vorstand des RLZO die Vorwürfe. Der Fall sei noch nicht abgeschlossen.

Wie auch immer: Das RLZO ist um eine Negativ-Schlagzeile reicher. Zuerst war ausgerechnet die Frau des wegen Verdachts auf sexuellen Missbrauch freigestellten Trainers zur neuen Cheftrainerin ernannt worden. Diese wiederum veranlasste laut Medienberichten jene Turnerin, welche die Vorwürfe gegen den Trainer erhoben hat, die Spitzensportkarriere 19-jährig zu beenden.

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Turn-Talent tritt zermürbt zurück (27.11.)

Im Regionalen Leistungszentrum RLZO ist man weit davon entfernt, dass Ruhe einkehrt. Ganz im Gegenteil. Die heute 19-jährige Athletin, welche ihren ehemaligen Trainer wegen sexueller Belästigung angezeigt hat, ist am Dienstagabend laut Angaben des St. Galler Tagblatts zermürbt zurückgetreten. Das Fass zum Überlaufen gebracht habe der Umstand, dass die Frau des angezeigten Trainers vergangene Woche zur Cheftrainerin ernannt worden war, während gegen den besagten Mann noch immer die Ermittlungen laufen. Wie die Zeitung in ihrer Mittwochs-Ausgabe weiter berichtet, sei die Situation in der Halle für die betroffene Turnerin seit der Verhaftung des Ex-Trainers untragbar geworden. Zwar seien ihr seither zwei Trainerinnen zur Seite gestellt worden, welche nicht zum engeren Umfeld das besagten Trainers gehören. Jedoch habe die Anwesenheit der Athletin immer wieder zu Konflikten geführt. Die Lager sind laut dem Tagblatt verfeindet.

Wie es für die junge Spitzensportlerin weitergeht, ist laut dem Artikel offen. Sie sei seit Kindesbeinen am RLZO zur Spitzenathletin aufgebaut worden und besuche eine Berufslehre, welche auf den Spitzensport massgeschneidert ist. Diese verpflichte die junge Frau zum Training am RLZO. «Wahrscheinlich wird sie nun eine neue Lehrstelle besuchen müssen», schreibt das Tagblatt.

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Frau des angezeigten Trainers wird Cheftrainerin (23.11.)

Die happige Geschichte rund um das Regionale Leistungszentrum (RLZO) für Kunstturnen findet seit Monaten kein Ende. Nachdem der entlassene RLZO-Cheftrainer Mitte Oktober aus der Untersuchungshaft entlassen wurde – zwei Monate sass er wegen mutmasslicher sexueller Handlungen dort drin – ist es um das Wiler Kunstturnzentrum bedeutend ruhiger geworden. Und nun das: Laut eines Tagblatt-Artikels vom Samstagmorgen wird die Ungarin Eszter Kissné Horvàth in neun Tagen, also am 2. Dezember, die neue Cheftrainerin des RLZO. Die ehemalige Kunsturnerin gehört nicht nur zum ungarischen Trainerteam rund um den entlassenen Cheftrainer, sie ist auch mit ihm verheiratet. «Bisher galt sie als seine rechte Hand und trainierte mit ihm die Kaderfrauen», heisst es im Tagblatt-Artikel.

Eine heute 17-jährige Turnerin wirft Kissnés Ehemann vor, sie im Jahr 2017 im Intimbereich angefasst zu haben: Unter dem Vorwand, dass er ihre Hilfe bei etwas benötigte, habe der Trainer die damals 15-Jährige zu sich nach Hause gelockt. Dort soll er ihr Alkohol gegeben haben, bis sie sich nicht mehr wehren konnte. Danach sollen seine Hände in ihrer Intimgegend gewesen sein.

Eine sportliche Entscheidung

Stellt sich nun die Frage, ob es dem Vereinsvorstand des Leistungszentrums an Sensibilität gegenüber dem mutmasslichen Opfer fehlt, wenn es die Frau des entlassenen Cheftrainers für den freien Posten anstellt? Im besagten Artikel wird der Vorstand folgendermassen zitiert: «Der Entscheid beruht auf einer Abwägung sowie insbesondere auf fachlichen und sportlichen Überlegungen.» Kissné sei seit fünf Jahren für das RLZO tätig und besitze die Berufsausbildung 2 des Schweizerischen Turnverbands STV. Ausserdem habe sie eine spezifische Sportausbildung an einer ungarischen Hochschule absolviert. «Somit ist sie bestens qualifiziert», wird der Vorstand weiter zu Wort gelassen.

Nun ist es aber so, dass das mutmassliche Opfer von Kissnés Ehemann am Wiler Leistungszentrum weiter trainieren muss – wegen seines Ausbildungswegs. Die 17-Jährige macht eine Berufslehre mit Spitzensporttraining. Laut des besagten Artikels hat die Jugendliche mit massiven Anfeidungen von Eltern sowie Trainern zu kämpfen – deshalb wird sie bis Ende Dezember vom gleichen Trainerteam wie bisher betreut. Also nicht von der Cheftrainerin und der Frau ihres mutmasslichen Täters. 

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Angeschuldigter Trainer ist wieder frei (14.10)

Der Kunstturn-Trainer, dem sexueller Missbrauch einer 17-jährigen Turnerin vorgeworfen wird, darf sich wieder frei bewegen. Er wurde aus der Untersuchungshaft entlassen. Beatrice Giger von der Staatsanwaltschaft St. Gallen bestätigt einen entsprechenden Artikel von Tagblatt-Online gegenüber hallowil.ch. Die Entlassung erfolgte, obwohl die Staatsanwaltschaft eine Verlängerung der Untersuchungshaft beantragt hatte. Doch dem hat ein Zwangsmassnahmengericht nicht entsprochen. Dafür jenem des Trainers, der seine Entlassung gefordert hatte.

Das heisst aber nicht, dass sich die Vorwürfe gegen den Beschuldigten in Luft aufgelöst hätten. Denn der Entscheid über die Untersuchungshaft sagt nichts über das Untersuchungsergebnis aus. «Der dringende Tatverdacht wurde auch vom Zwangsmassnahmengericht bejaht. Daneben braucht es aber einen besonderen Haftgrund wie zum Beispiel Fluchtgefahr, dass U-Haft angeordnet werden kann», sagt Beatrice Giger von der Staatsanwaltschaft. Das Zwangsmassnahmengericht sei im Gegensatz zur Staatsanwaltschaft davon ausgegangen, dass die Anordnung einer Kaution genügt, um der Fluchtgefahr zu begegnen. Eine solche Kaution ist im Sinne einer Ersatzmassnahme angeordnet worden. Über die Höhe wird keine Angebe gemacht. Heisst grundsätzlich: Die Untersuchungen sind nach wie vor am Laufen – und für den Beschuldigten gilt bis zu einer allfälligen rechtskräftigen Verurteilung die Unschuldsvermutung.

Kein Hallenverbot für den Trainer

Somit könnte der Trainer wieder im Trainingszentrum auf dem Lindenhof-Areal auftauchen. Wird nun ein Hallenverbot gegen ihn verhängt? RLZO-Sprecher Sven Bradke sagt dazu gegenüber hallowil.ch: «Der Trainer ist freigestellt, in einem gekündigten Verhältnis und wird seine Arbeit nicht wieder aufnehmen. Wir gehen davon aus, dass er sich nicht der Halle nähert.» Ein explizites Hallenverbot wird also nicht verhängt. Die Gattin das Beschuldigten, die ebenfalls Trainerin am RLZO ist, ist momentan krankgeschrieben. Laut Sven Bradke hat sie sich einer Operation unterziehen müssen und fällt derzeit aus. Zur Gesamtsituation sagt der RLZO-Sprecher: «Wir leben in einem Rechtsstaat. Das ist die aktuelle Situation.»

Das Mädchen, welches die schweren Vorwürfe erhebt, trainiert wieder voll mit – und zwar in der Gruppe und laut Bradke «äusserst engagiert». Nachdem die Sache an die Öffentlichkeit gedrungen war, hatte sie zuerst zu speziellen Zeiten einzeln trainiert. Es seien Verhaltensregeln für den gemeinsamen Umgang abgemacht worden, sagt Bradke.

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Geschäftsführerin hat gekündigt (9.9.):

Nachdem im Sommer Vorwürfe wegen eines möglichen Missbrauch-Skandals am RLZO Wil die Ostschweizer Turnszene erschüttert hatten, gehen die internen Querelen munter weiter. Wie das St. Galler Tagblatt in seiner Montagsausgabe berichtet, hat Geschäftsführerin Murielle Zeller gekündigt. Es soll sich um eine Protestkündigung gegen die Vorgänge im Vorstand handeln. Gegenüber hallowil.ch bestätigt RLZO-Sprecher Sven Bradke: «Ja, es liegt eine Kündigung vor. Der Arbeitsvertrag läuft noch bis Ende Jahr und wird erfüllt.» Verschiedene Gründe seien für die Kündigung verantwortlich. Murielle Zeller ist bereits die zweite Geschäftsführerin innerhalb eines Jahres, die das RLZO verlässt. Schon die Vorgängerin hatte sich mit dem Vorstand überworfen.

Es braucht nun also eine neue Geschäftsführerin oder einen neuen Geschäftsführer. Das wird aber nicht die einzige personelle Rochade bleiben in der Führung des RLZO. Zu finden ist zum Beispiel ein neuer Präsident, da Willi Aurich dieser Tage die Arbeit beendet. Wie der neue Vorstand personelle bestückt ist und die neue Struktur des RLZO aussieht, ist offen. Zur Klärung dieser Fragen ist ein Zeithorizont von einem Jahr bestimmt worden.

Turnerin wird wieder integriert

Neuigkeiten gibt es zur minderjährigen Turnerin, welche mit ihrer Anzeige gegen ihren Trainer wegen sexueller Belästigung den Stein ins Rollen gebracht hat. Laut dem Tagblatt habe sie bisher nur noch zu Randzeiten trainieren dürften, wenn sonst niemand in der Halle war. Eltern wollten scheinbar verhindern, dass das Mädchen mit der Spitzengruppe trainiert – und zwar aus Angst, das Mädchen könne schlechten Einfluss auf die eigenen Kinder oder die sportlichen Leistungen nehmen. Doch nun die Wende, wie Bradke gegenüber hallowil.ch bestätigt: «Der Vorstand hat den Entscheid gefällt, dass das Mädchen wieder in der Gruppe trainieren darf. Dies geschieht mit psychologischer Unterstützung. Die Eltern wurden am Samstag informiert.» _______________________________________________________________________________

Wie es für den verhafteten Trainer weitergeht (20.8.):

Der erste Sturm ist vorübergezogen. Doch die Vorwürfe bleiben happig. Eine heute 17-jährige Turnerin hat im «St. Galler Tagblatt» erzählt, dass sie vom Cheftrainer des RLZO im Intimbereich angefasst worden sei, nachdem er ihr Alkohol gegeben habe. Er habe sie küssen wollen und wiederholt «I love you» gesagt. An den Trainings nimmt das Mädchen seit Bekanntwerden der Vorfälle nicht mehr teil. Der Trainingsbetrieb läuft aber seit vergangenem Freitag wieder, wie RLZO-Sprecher Sven Bradke bestätigt.

Und wie geht es nun für den mutmasslichen Täter weiter? Er sitzt seit Ende vergangener Woche in Untersuchungshaft – und wird das womöglich noch eine ganze Weile tun. Denn das Zwangsmassnahmengericht hat U-Haft für zwei Monate angeordnet. Was aber nicht zwangsläufig heisst, dass der Mann zwei Monate inhaftiert bleibt. «Er wird nicht so lange sitzen, wenn entweder der dringende Tatverdacht wegfällt, oder der besondere Haftgrund. Das sind Fluchtgefahr, Verdunkelungsgefahr, Widerholungsgefahr und Ausführungsgefahr», sagt Roman Dobler von der Staatsanwaltschaft St. Gallen auf Anfrage von hallowil.ch.

Im Zweifel gegen den Beschuldigten

Die Untersuchungshaft kann auf Antrag der Staatsanwaltschaft zum Beispiel auch verlängert werden, wenn sich für die Staatsanwaltschaft im Zuge der Ermittlungen neue, relevante Gesichtspunkte ergeben, die abgeklärt werden müssen. Oder aber, wenn weiterhin Fluchtgefahr besteht. Wie lange der Mann in U-Haft sitzt, ist also völlig offen. Theoretisch also auch deutlich mehr als zwei Monate. Danach gibt es im aktuellen Fall theoretisch drei Möglichkeiten. Erstens: Das Verfahren wird eingestellt, wenn sich die Vorwürfe nicht erhärtet haben. Zweitens: Es wird Anklage erhoben, was einen Gerichtsfall zur Folge haben dürfte. Und Drittens: Es gibt einen Strafbefehl. Das geschieht, wenn zum Beispiel eine maximale Strafe von 180 Tagessätzen (Geldstrafe) in Betracht gezogen wird. «Während beim Gericht ‘in dubio pro reo’ gilt, heisst es bei uns ‘in dubio pro duriore’, also im Zweifel gegen den Beschuldigten. Auch wenn wir Zweifel an der Schuld eines Beschuldigten haben, müssen wir Anklage erheben», sagt Dobler.

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Das mutmassliche Opfer spricht (17.8.):

Am Freitagabend hat jenes Mädchen, welches Anzeige gegen den Cheftrainer des RLZO gemacht hat, laut einem Artikel von Tagblatt-Online offen geschildert, was passiert ist. Es habe angefangen mit Sprüchen und dreckigen Witzen. Später seien die Hände des Cheftrainers an ihrer Hüfte gewesen – oder auch mal weiter unten. Laut dem Bericht habe er auch versucht, sie zu küssen und wiederholt «I Love You» zu ihr gesagt.

Im Jahr 2017, als das Mädchen gerade einmal 15-jährig war, sei es dann zu einem «schlimmen Abend» gekommen, über welchen das Mädchen in besagtem Artikel nicht detailliert sprechen wollte. Unter dem Vorwand, sie müsse ihm bei etwas helfen, habe er sie zu ihm nach Hause gelockt. Dort soll er ihr Alkohol gegeben haben, bis sie aufhörte, sich zu wehren. Erstmals seien ihre Hände in der Intimgegend gewesen. Später habe der Trainer gesagt, sie dürfe es niemandem erzählen, was sie eineinhalb Jahre gemacht hat. Nun hat sie scheinbar ihr Schweigen gebrochen.

Es sind äusserst schwerwiegende Vorwürfe gegen den Cheftrainer, der am Dienstag festgenommen wurde und mittlerweile in Untersuchungshaft sitzt. Bis zu einer allfälligen rechtskräftigen Verurteilung gilt jedoch weiterhin die Unschuldsvermutung. (sdu)

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Der Cheftrainer sitzt in Untersuchungshaft (16.8.):

Der Schock sitzt tief in der Kunstturn-Szene der Region Wil. Und die Sorgenfalten werden nicht weniger. Denn der Cheftrainer des Regionalen Leistungszentrums Ostschweiz (RLZO) wurde in Untersuchungshaft gesetzt. Eine entsprechende Meldung der Online-Ausgabe des St. Galler Tagblatts bestätigt Polizeisprecher Hanspeter Krüsi gegenüber hallowil.ch. Somit wird nun das Umfeld des Trainers durchleuchtet. Untersuchungshaft wir verordnet, wenn mindestens eines der folgenden vier Kriterien erfüllt ist: Fluchtgefahr, Ausführungsgefahr, Fortsetzungsgefahr oder/und Verdunkelungsfahr.

Am Dienstag war der Mann festgenommen worden, nachdem eine Anzeige gegen ihn eingereicht worden war. Was ihm genau zur Last gelegt wird, ist weiterhin öffentlich nicht bekannt. Es soll aber um sexuelle Handlungen mit Minderjährigen gehen. Vom RLZO war er umgehend entlassen worden, nachdem die Verantwortlichen von der Anzeige erfahren hatten.

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So hat hallowil.ch über die Festnahme berichtet (15.8.):

Das Regionale Leistungszentrum Ostschweiz (RLZO) in Wil kommt einfach nicht zur Ruhe. Schon seit Monaten brodelt es. Der Präsident steht dabei besonders unter Druck. Doch unabhängig davon könnte es nun noch viel schlimmer kommen. Denn am Dienstagvormittag hat die Kantonspolizei St. Gallen den Cheftrainer des RLZO verhaftet. Gegen ihn gab es eine Anzeige wegen eines möglichen sexualstrafrechtlichen Deliktes. Der Cheftrainer sitzt nun in Haft. Einen entsprechenden Medienbericht der NZZ bestätigt Polizeisprecher Hanspeter Krüsi gegenüber hallowil.ch.

Bis zu einer allfälligen rechtskräftigen Verurteilung gilt für den Trainer, der seit rund fünf Jahren im RLZO dabei ist, die Unschuldsvermutung. «Ein sexualstrafrechtliches Delikt kann vieles sein von anzüglichen Sprüchen über Begrabschen bis hin zu einem schlimmen Sexualstrafbestand», sagt Krüsi. In welche Richtung es beim verhafteten Mann geht, wird nicht kommuniziert – und ist bisher auch nicht an die Öffentlichkeit gedrungen. Laut einem Bericht der Online-Ausgabe des St. Galler Tagblatt sollen die fraglichen Handlungen nach den Trainings stattgefunden haben. Gemäss dem Artikel soll der Vorstand mehrfach auf mögliche gesundheitliche Probleme des Trainers aufmerksam gemacht worden sein, ohne dass etwas passiert wäre. Der Trainer wurden vom RLZO per sofort freigestellt. Auch die Frau des verhafteten Trainers ist im RLZO als Trainerin tätig. Seit der Festnahme ist sie nun bis auf Weiteres krankgeschrieben.

Keine Trainings seit Dienstag

Dies hat zur Folge, dass zwei der drei Trainer für die höchste Stärkeklasse derzeit nicht zur Verfügung stehen. Deshalb mussten die Übungseinheiten seit Dienstag ausgesetzt werden, da kein geordnetes Training möglich gewesen wäre. Die Wiederaufnahme ist für Freitag geplant. Dann sollen auch die Turnerinnen und deren Eltern informiert werden, wie RLZO-Sprecher Sven Bradke gegenüber hallowil.ch sagt. Beim nationalen Turnverband wurde nach Aushilfe-Trainern angefragt – und diese sind bewilligt worden. Am Donnerstagabend war aber noch unklar, wer genau die Trainings am Freitag abhält.

Das RLZO gerät in den vergangenen Monaten somit zum wiederholten Mal in die Negativ-Schlagzeilen. Unzufriedene Eltern hatten schwere Vorwürfe gegen die Führung erhoben, insbesondere gegen Präsident Willi Aurich. Ihm war laut Medienberichten vorgeworfen worden, seine turnenden Töchter bevorzugt behandelt zu haben. Spannungen gab es auch auf der Führungsebene. Der Vorgängerin der amtierenden Geschäftsführerin war per Ende Januar dieses Jahres gekündigt worden. Sie soll sich mit dem Präsidenten überworfen haben. Die Fronten waren so verhärtet, dass sich der kantonale Turnverband einschaltete und eine Mediation führte. Zudem geben das Trainingszentrum Fürstenland Frauen und die Turnfabrik Frauenfeld keine Talente mehr ins RLZO, obwohl dies die Strukturen so vorsehen würden.

Präsident wird zurücktreten

Mittlerweile hat RLZO-Präsident Aurich seinen Rücktritt angekündigt. Bis eine Arbeitsgruppe aber die künftige Führungsstruktur ausgearbeitet und einen neuen Vorstand rekrutiert hat, ist er noch im Amt. Für Stellungnahmen stehen weder der Präsident noch die Geschäftsführerin zur Verfügung.