Der neue Tabellenführer der 2. Liga interregional, Gruppe 6 nach der dritten Runde heisst FC Wil U20. Er blieb auch im dritten Saisonspiel unbesiegt und kam in Rüti zu einem 5:2-Auswärtserfolg. Der Sieg war auch in der Höhe verdient und fusste auf einer starken Mannschaftsleistung. Einzig in einer Phase der ersten Halbzeit nach dem Rüti-Ausgleich zum 1:1 stand das Spiel kurz auf der Kippe. Wiler Doppeltorschütze war Luan Abazi, der seine Saisontore Nummer zwei und drei erzielte. Vergangene Saison war er in der nationalen U18-Meisterschaft drittbester Torschütze gewesen. Die weiteren Gäste-Tore erzielten Santiago Miranda, Robin Wirth und der eingewechselte Denes Lakota. Am öftesten in die Skorerliste trug sich aber Wils Mittelfeldspieler Marko Krunic ein, der die ersten drei Tore vorbereitete. Rüti hatte zwischenzeitlich per Foulpenalty zum 1:1 ausgeglichen und kurz vor Schluss Resultatkosmetik betrieben. Mit diesem Erfolg lösen die jungen Wiler den FC Uzwil an der Tabellenspitze nach einem Tag wieder ab. Die beiden Teams sind punktgleich. Es ist erstaunlich, wie diese fast komplett neu zusammengesetzte Wiler Mannschaft bereits funktioniert.

Das war allerdings schon in der vergangenen Saison so gewesen. Doch nach einem gelungenen Start kam dann nicht mehr viel nach und die Equipe rutschte bis zum Saisonabbruch im Winter bis auf einen Punkt an den Abstiegsstrich heran.

Uzwil kommt spät zum Sieg

Über Nacht war der FC Uzwil Tabellenführer gewesen. Gegen den FC Kreuzlingen gab es den zweiten Zu-Null-Sieg in Folge. Den goldenen Treffer erzielte Orcun Cengiz in Minute 87. Sein Abschluss holperte neckisch langsam und via Pfosten ins Tor. Somit gingen die Uzwiler in einem Spiel als Sieger vom Feld, das auf Messers Schneide stand. Mehrfach brauchte es Goalie Timon Waldvogel, um nicht in Rückstand zu geraten. Die grösste Tat machte der Schlussmann nach gut einer halben Stunde, als er einen Penalty aus der linken Ecke fischte. Später musste der ehemalige Challenge-League-Goalie ordentlich auf die Zähne beissen. Ein Finger war ausgekugelt. Doch Waldvogel spielte weiter, obwohl er das Handicap spürte. Und er hielt den Kasten, wie schon vor Wochenfrist in Zürich gegen United, sauber.

Der Sieg war nicht gestohlen. Ein Unentschieden hätte aber auch den Tatsachen entsprochen. Es war nicht die beste Leistung der Uzwiler. Doch das wird sie schon bald nicht mehr stören. Somit ist die Mannschaft von Trainer-Sportchef Armando Müller nach drei Spielen immer noch unbesiegt. Mit sieben Punkten und nur einem Gegentreffer blickt sie auf einen gelungenen Saisonstart zurück.

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Erster Bazenheider Vollerfolg nach 349 Tagen

Der FC Bazenheid hat bereits am Freitagabend bewiesen, dass er doch noch gewinnen kann. Genau 349 Tage nach dem letzten Vollerfolg in einem Pflichtspiel wurde der FC Seuzach auf dem Ifang mit 2:1 besiegt. Zuerst hatten die Toggenburger aber Glück, dass sie weder in Rückstand gerieten noch ihren Torhüter Michael Gähwiler mit einer Roten Karte verloren. Doch dann schlugen die Gastgeber eiskalt zu. Zuerst knallte Tolga Cakir nach einem abgewehrten Corner Mitte erster Halbzeit den Ball via Latte in die Maschen. Nur ein paar Minuten später war Leandro Lucarelli viel schneller als Seuzachs Abwehrchef Nico Weibel und traf alleine vor Goalie Davide Migliaccio sicher in die rechte Ecke.

Nach der Pause lief vorerst weiterhin alles für die Bazenheider - und Gähwiler blieb im Mittelpunkt des Interesses. Zuerst wehrte er einen schwach getretenen Penalty von Caner Türkmen ab. In der Schlussphase musste er dann verletzt vom Feld. Womöglich ist ein Finger gebrochen. Ersatzgoalie Ronny Hirsch kam zu seinem Pflichtspiel-Debüt. Nach einem Corner musste er sich geschlagen geben. Ausgerechnet Türkmen war der Torschütze. Das grosse Zittern ging los. Daran änderte auch nichts, dass Weibel in der Nachspielzeit mit der Ampelkarte vom Feld musste. Die über achtminütige Nachspielzeit überstanden die Bazenheider aber ohne weiteren Schaden. Somit stehen nach zwei Spielen vier Punkte zu buche. Auch hier ein gelungener Start. Gewinnen die Toggenburger am Mittwoch das Nachtragsspiel in Bassersdorf, schliessen sie zu Wil U20 und Uzwil an der Tabellenspitze auf.

Im Video: So erleichtert ist Bazenheid-Trainer Spescha

 

Resultate, 2. Liga interregional, Gruppe 6, 3. Runde:
Rüti - Wil U20 2:5
Uzwil - Kreuzlingen 1:0
Bazenheid - Seuzach 2:1
Chur - Bassersdorf 3:1
Calcio Kreuzlingen - Widnau 3:1
Weesen - United Zürich 2:0

Rangliste:
1. Wil U20 3/7. 2. Uzwil 3/7. 3. Amriswil 2/6. 4. Chur 3/6. 5. Weesen 3/6. 6. Calcio Kreuzlingen 2/4. 7. Bazenheid 2/4. 8. Seuzach 3/4. 9. Rüti 2/1. 10. Bassersdorf 2/0. 11. Widnau 2/0. 12. Kreuzlingen 2/0. 13. United Zürich 3/0.

Nächste Spiele (2. + 4. Runde):
Mittwoch, 9. September: Widnau - Rüti (20.00 Uhr). Bassersdorf - Bazenheid (20.30 Uhr).
Samstag, 12. September: Wil U20 - Calcio Kreuzlingen (16.00 Uhr). United Zürich - Bazenheid (16.00 Uhr). Amriswil - Uzwil (16.30 Uhr). Kreuzlingen - Weesen (16.30 Uhr). Seuzach - Chur (17.00 Uhr).
Sonntag, 13. September: Bassersdorf - Rüti (16.00 Uhr).

Keine Siege in der 2. Liga regional

Das gegenteilige Muster der 2. Liga interregional zeigte sich eine Liga tiefer. In der 2. Liga regional, Gruppe 2, holte keines der vier Teams aus der Region Wil einen Sieg. Der SC Bronschhofen kam am Samstag im Heimspiel gegen das zuvor noch verlustpunktlose Frauenfeld aber immerhin zu einem 1:1-Unentschieden. Nach einem Sieg und einer Niederlage zu Saisonbeginn gab es nun erstmals eine Punkteteilung. Raphael Schwager brachte die Platzherren kurz nach der Pause in Führung. Nur sieben Minuten später glichen die Thurgauer aus. Beide Teams beendeten die Partie mit zehn Mann, da es in der Nachspielzeit je einen Platzverweis absetzte.

In den Sonntags-Partien kassierten alle Teams der Region Wil mindestens vier Gegentore. Das genügte dem FC Sirnach immerhin zu einem spektakulären 4:4 zuhause gegen den FC Eschenbach. Zweimal holten die Hinterthurgauer einen Zweitore-Rückstand auf. Vor der Pause trafen Bruno Cardoso und Silvano Teixeira. Nach dem Seitenwechsel durften Simone Ciraci und Dalibor Velickovic jubeln. Dabei blieb es, obwohl nach dem 4:4-Ausgleich noch mehr als eine Viertelstunde zu spielen war. Damit bleiben die Hinterthurgauer auch im vierten Pflichtspiel dieser Saison ohne Sieg.

Der FC Wängi musste sich in Niederurnen der zweiten Mannschaft von Linth gleich mit 1:5 geschlagen geben. Das einzige Tor der Südthurgauer erzielte Fabian Widmer in der 85. Minute, als sein Team bereits mit 0:4 zurück lag und das Schicksal längst besiegelt war. Wängi bleibt somit in der Meisterschaft sieglos und ist an vorletzter Stelle klassiert.

Gar mit 0:5 kam das Serben-Team des FC Uzwil beim «Zwei» von Rapperswil-Jona unter die Räder. Bis zur Pause hielt sich der Schaden noch einigermassen in Grenzen und es stand lediglich 0:1. Doch nach dem Seitenwechsel schraubten die Rosenstädter das Skore kontinuierlich in die Höhe.

Resultate, 2. Liga regional, Gruppe 2, 3. Runde:
Sirnach - Eschenbach 4:4
Rapperswil-Jona II - Uzwil Serben 5:0
Linth II - Wängi 5:1
Bronschhofen - Frauenfeld 1:1
Abtwil-Engelburg - Schmerikon 3:0
Wattwil Bunt - Winkeln 2:0

Rangliste:
1. Frauenfeld 3/7. 2. Abtwil-Engelburg 2/6. 3. Schmerikon 3/6. 4. Linth II 3/6. 5. Rapperswil-Jona II 3/6. 6. Eschenbach 2/4. 7. Bronschhofen 3/4. 8. Uzwil Serben 3/3. 9. Wattwil Bunt 3/3. 10. Sirnach 3/2. 11. Wängi 3/1. 12. Winkeln 3/0.

Nächste Spiele (4. Runde):
Samstag, 12. September: Frauenfeld - Rapperswil-Jona II (16.00 Uhr), Winkeln - Uzwil Serben (16.30 Uhr), Schmerikon - Sirnach (17.00 Uhr).
Sonntag, 13. September: Wattwil Bunt - Abtwil-Engelburg (14.00 Uhr), Eschenbach - Linth II (16.00 Uhr).
Dienstag, 15. September: Wängi - Bronschhofen (20.00 Uhr).

FC-Wil-Frauen schlagen sich im Cup-Derby wacker

Es gibt Derby-Niederlagen, die tun nicht wirklich weh. Eine solche hat das Frauenteam des FC Wil am Samstagabend im Cup-1/32-Spiel gegen St. Gallen-Staad erlitten. Mit 0:3 verloren die Wilerinnen, die in der 1. Liga und somit zwei Ligen tiefer als der Super-League-Klub aus der Kantonshauptstadt spielen. Das Resultat auf dem Bergholz-Kunstrasen war deutlich weniger hoch als vor Jahresfrist, als es diese Affiche schon einmal gegeben hatte. 0:7 stand es damals zur Pause, 1:9 am Ende. Dieses Mal hielten die Wilerinnen besser mit. Knapp 18 Minuten konnten sie das torlose Remis verteidigen. Doch dann sorgte ein Doppelschlag binnen vier Minuten doch früh für klare Verhältnisse. Immerhin kam der FC Wil danach bis zur Pause zu zwei Pfostenschüssen. Und Torhüterin Fabienne Nick konnte sich mehrfach auszeichnen. So waren hinterher beide Teams zufrieden. Es lebe der Cup.

Wil-Goalie Nick: «Wir haben uns weiterentwickelt»