Schon lange vor der Mittagszeit tummeln sich viele dutzend Besucher auf dem Areal des Schulhauses Grünau. Der Marktbetrieb lädt ein, inne zu halten, sich zu verköstigen und Freunde zu treffen. Ob beim Türkischen Elternverein, dem Café Grüezi, beim Naturschutzverein, dem Egger Hobby Chor, oder am Stand des hiesigen Turnvereins, überall bilden sich Menschentrauben. Gelächter hier, Diskussionen dort, eine Glace hüben, ein Konfettiburger drüben. Konfetti was? Genau, die Guggenmusik Voll-Gas-Chlöpfer sorgten mit ihren, schmackhaften und farbigen, Hamburger für Aufsehen. Und wer es nicht gar so farbig mag, der schlendert weiter. Etwa zum Stand des Fischereivereins und geniesst dort eine Portion Fischknusperli. Allmählich sind auch erste musikalische Klänge zu vernehmen. Es ist an dieser Stelle der Handharmonikaspielring der den Auftakt auf der Bühne im grossen Festzelt macht.

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Der Handharmonikaspielring machte im grossen Festzelt den musikalischen Auftakt.


Nur die Mutigen gehen hoch hinaus

Schon von weit her ist der Feuerwehr-Hubretter erkennbar, doch nur die Mutigsten getrauen sich auch, sich von diesem auf über 30 Meter in die Höhe befördern zu lassen. Bei diesem herrlichen Sommerwetter ganz bestimmt ein Erlebnis, die Gemeinde Sirnach von oben zu betrachten. Wer lieber am Boden bleibt, der versucht sich beim Fischen, im Tennis, oder auf einem Kunstrad, die Möglichkeiten sind fast grenzenlos. Mittlerweile haben sich im Festzelt die Voll-Gas-Chlöpfer aufgestellt, ein bisschen Fasnachts-Feeling im Sommer, das passt schon. Gefolgt vom Radfahrerverein, dem Turnverein Sirnach und der Musikgesellschaft, wird den Besuchern pausenlos etwas geboten. Zudem sind unterschiedlichste Behördenmitglieder anzutreffen. Ob Gemeindepräsident Kurt Baumann, Schulpräsident Urs Schrepfer, oder unzählige weitere Amtsinhaber, sie alle stehen bereit, geben Auskünfte und vertiefen sich zusehends in bedeutungsvolle Gespräche.

Am Sonntag geht es dann etwas beschaulicher und ruhiger, aber nicht minder unterhaltsam, weiter. Der ökumenische Gottesdienst, der Jubiläums-Brunch, oder die musikalische Umrahmung mit der Buure Musig, Sirnach mausert sich an diesem Wochenende ganz klar an die Spitze der Wohlfühl- und Partyoasen im Hinterthurgau.

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«Wir hatten gar keine Angst auf 32 Meter über dem Boden und unsere Mami war ja auch dabei. Es war cool, auf die vielen Dächer herabzuschauen. Zudem sahen wir einen Pool, Menschen und sogar ein Trampolin.»
Isabell (7) und David (4) Fricker aus Sirnach