Im Montagsspiel der Brack.ch Challenge League trifft der heimische FC Wil auf den souveränen Leader aus Neuenburg. Beide Teams mussten im Kalenderjahr 2018 noch keine Niederlage einstecken. Während es für die Gastgeber «nur» noch um eine bessere Rangierung im Schlussklassement geht, steuern die Westschweizer unaufhaltsam in Richtung Raiffeisen Super League.Wer hätte das gedacht, dass der FC Wil auch Anfang April ungeschlagen dasteht? Doch selbige Statistik zählt auch für den morgigen Gegner. Auch die Neuenburger mussten in diesem Jahr noch nie als Verlierer vom Platz. Während das in Wil vielleicht doch eher eine Überraschung ist, gehört das im Mittelland schon fast zur Normalität.

Es gibt eigentlich keine Zweifel daran, wer diese Saison in die höchste Schweizer Fussballiga aufsteigt. Äusserst souverän zieht der Leader seine Kreise und vor allem aber, gewinnt man die entscheidenden Direktduelle und verschafft sich so einen grossen Vorsprung. Mit einem Sieg in Wil würde dieser gar auf 19 Punkte anwachsen.

Kein zufälliger Erfolg

Die aktuelle Platzierung der Neuenburger ist kein Zufall. Nach dem totalen Absturz während bzw. nach der Ära Tschagajew, begann ein konstruktiver und gut überlegter Neuaufbau. Eine gute Infrastruktur, nicht übermässige aber ordentliche finanzielle Mittel und ein exzellentes sportliches Konzept sind die Basis dieses Erfolgs.

Es ist insofern mehr als angemessen, wenn man hier wohl von einem verdienten Aufsteiger spricht. Auch wenn es rechnerisch noch möglich ist die Mittelländer abzufangen, darf man die Sache wohl als entschieden ansehen. Es wäre doch ein riesiges Fussballwunder, würden die Neuenburger doch noch auf den zweiten Platz abrutschen.

Keine Angst, aber viel Respekt

Wenn der FC Wil auch diesen Montag seine Abgeschlagenheit aufrechterhalten will, muss schon vieles stimmen. Vor allem psychologisch wird man die richtige Balance finden müssen. Die Aussagen der Spieler aber auch des Trainers lassen darauf deuten, dass man mit Sicherheit keine Angst vor einer Niederlage hat, aber dem Gegner mit dem nötigen und verdienten Respekt begegnen wird.

Die Gäste müssen morgen auf die zwei gesperrten Akteure Liridon Mulaj und Max Veloso verzichten. Bei den Äbtestädtern fehlt Andelko Savic mit Sicherheit, der Einsatz von Magnus Breitenmoser hingegen ist eher fraglich. Beiden Mannschaften steht also nahezu das komplette Kader zur Verfügung. Bei frühlingshaften Temperaturen ist also alles für einen schönen Fussballabend angerichtet.

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