Im Samstagsspiel in der Brack.ch Challenge League teilen sich die Ostschweizer die Punkte mit den Kickern aus dem Ländle. In einer ausgeglichenen und spannenden Partie kommen beide Mannschaften zu guten Torchancen. Insgesamt stand das Heimteam einem Sieg näher, darf aber auch mit einem gewonnen Punkt zufrieden sein.Der unterhaltsame Fussballabend im Wiler Südquartier begann mit zwei Ehrungen. Zuerst bekam das Maskottchen seinen Namen «Willy» verliehen, danach folgte die Verabschiedung des abtretenden Geschäftsführers Jan Wegmann. Der junge Thurgauer hat viel zur Rettung des FC Wil beigetragen und konzentriert sich in Zukunft wieder auf seine eigene berufliche Selbstständigkeit.

Das Spiel begann für die Gastgeber denkbar ungünstig. Die Gäste aus dem Fürstentum versuchten sofort das Spieldiktat an sich zu reissen. Bereits nach rund sechs Minuten gingen die Vaduzer in Führung. Nach einer Ecke von Enrico Schirinzi stieg Mario Bühler am höchsten und beförderte den Ball per Kopf ins Tor.

Starke Reaktion des Heimteams

Im ersten Viertel der Partie agierten die Hausherren zu passiv. Der FC Vaduz genoss im Mittelfeld viele Freiheiten und setzte das Heimteam so unter Druck. Nach und nach konnten die Äbtestädter den Kopf aber aus der Schlinge ziehen. Mit zunehmender Spieldauer agierten die Wiler immer mutiger und frecher. Der Ausgleichstreffer schien nur noch eine Frage der Zeit zu sein.

Nach einem schönen Zuspiel von Nias Hefti tauchte Sandro Lombardi alleine vor dem Vaduzer Tor auf. Mit einem Abschluss scheiterte er vorerst an Benjamin Siegrist, bezwang diesen aber im Nachsetzen per Kopf. Beinahe wäre das Heimteam noch zu einem Elfmeter gekommen, Schiedsrichterin Esther Staubli verweigerte aber den geforderten Elfmeter.

Chancen auf beiden Seiten

Im zweiten Durchgang kamen beide Mannschaften erneut zu guten Torchancen. Der FC Wil hatte nun aber klare Vorteile. Ein Sieg des Heimteams wäre keinesfalls gestohlen gewesen, genau so hätte die Partie aber zu Gunsten des FCV kippen können. Die beste Chance der Gäste vergab Marko Devic, doch sein präziser Abschluss wurde von Debütant Zivko Kostadinovic mirakulös pariert.

Ebenso zu seinem ersten Einsatz im Wiler Dress kam Il-Gwan Jong. Der Neuzugang aus Luzern hatte den Siegtreffer auf dem Fuss, konnte seinen Volleyabschluss aber nicht durchziehen. Somit blieb es bei einem leistungsgerechten Unentschieden. «Wir hatten einfach die klareren Chancen und deswegen sind wir nicht ganz zufrieden», so das Fazit von Trainer Konrad Fünfstück.

FC Wil 1900 – FC Vaduz 1:1 (1:1)

IGP Arena, Wil: 760 Zuschauer. – SR: Esther Staubli.

Tore: 6. Bühler 0:1, 33. Lombardi 1:1.

FC Wil 1900: Kostadinovic; Rahimi, Lekaj, Stillhart; Nick von Niederhäusern, Zé Eduardo, Breitenmoser (46. Scholz), Hefti; Lombardi (83. Jong); Cortelezzi (62. Savic), Audino.

FC Vaduz: Siegrist; Borgmann, Bühler, Pulijc, Göppel; Ciccone; Brunner, Gajic (61. Coulibaly), Mathys, Schirinzi (60. Nils von Niederhäusern); Devic (91. Chevallay).

Bemerkungen: Wil ohne Freid (verletzt), Baumann, Vonlanthen, Maroufi, Alves, Keller und Latifi (alle nicht im Aufgebot). Vaduz ohne Muntwiler (gesperrt), Konrad, Jüllich, Felfel, Kamber (alle verletzt) und Burgmeier (krank).

Verwarnungen: 14. Nick von Niederhäusern, 27. Ciccone, 42. Stillhart, 47. Audino, 85. Nils von Niederhäusern.