Es war im zweiten Wahlgang ein deutliches Verdikt. 8881 Personen wählten Stefan Schärli zum neuen Kreisrichter, 5114 stimmten für Milena Capsar. Auf Vereinzelte entfielen 75 Stimmen. Werner Nadig, der im 1. Wahlgang am wenigsten Stimmen gemacht hatte, war nicht mehr angetreten. Die Wahlbeteiligung in den zehn Gemeinden Wil, Uzwil, Oberuzwil, Zuzwil, Niederhelfenschwil, Jonschwil, Oberbüren, Niederbüren, Flawil und Degersheim lag bei durchschnittlich 31,52 Prozent.

Somit setzte sich der parteilose St. Galler Schärli gegen die Zuzwiler SVP-Vertreterin Caspar auch im zweiten Wahlgang durch. Bereits im ersten Wahlgang im Juni hatte er am meisten Stimmen auf sich vereint. Jedoch war der Vorsprung mit knapp 1100 Stimmen damals weniger deutlich gewesen. Das Absolute Mehr hatte er damals um rund 700 Stimmen verpasst. Schärli ist bereits jetzt am Kreisgericht Wil als Gerichtsschreiber tätig. Die zu besetzende Stelle ist mit 40 bis 50 Prozent dortiert.

Die Wahl wurde nötig, weil der Kantonsrat zusätzliche Stellenprozente für die St. Galler Gerichte bewilligt hatte, um die immer grösser werdende Arbeitslast bewältigen zu können.