Auch die Organisation des diesjährigen Winterzaubers Bazenheid muss nach dem Bundesratsentscheid vom Mittwoch eine bittere Pille schlucken. Denn die diesjährige Ausgabe muss abgesagt werden. Das melden die Verantwortlichen des Events auf ihrer offiziellen Webseite. «Lange haben wir daran geglaubt und alles dafür getan, dass der Winterzauber Bazenheid auch in diesem schwierigen Jahr stattfinden kann», heisst es am Donnerstag von Seiten der Organisation. Schliesslich hat der Bundesrat habe entschieden, dass sportliche Freizeitaktivitäten mit mehr als 15 Personen und Veranstaltungen mit mehr als 50 Personen ab sofort verboten sind. Auch im Bereich der Gastronomie sind neu nur noch vier Personen pro Tisch erlaubt. Zudem müssen sämtliche Restaurants um 23 Uhr schliessen. «Dies lässt uns leider keine andere Wahl», heisst es in der Mitteilung auf der Webseite, «Schweren Herzens müssen wir den Winterzauber Bazenheid 2020/21 absagen.» Nun werden sämtliche Reservationen im Chalet storniert. «Bereits gekaufte Tickets für Events werden zurückerstattet», heisst es weiter. 

Trotz der aktuellen Lage zeigt sich die Organisation – für die Linus Thalmann, Betreiber des Kirchberger «Toggenburgerhofs», verantwortlich ist – zuversichtlich: «Wir hoffen, dass die Massnahmen des Bundesrats schnell Wirkung zeigen und wir nächstes Jahr einen Winterzauber ohne Einschränkungen geniessen können.» Das Datum für die nächste Ausgabe des Winterzaubers werde man so schnell wie möglich kommunizieren.

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Noch 67 Tage: Das wird neu am zweiten Winterzauber Bazenheid (16.9.20)

Schon länger ist bekannt, dass der Winterzauber Bazenheid diese Wintersaison, vom 19. November 2020 bis 24. Januar 2021, in die zweite Runde geht. Bereits bei der ersten Durchführung, die zum 60-Jahr-Jubiläum der Dorfkorporation organisiert wurde, war ein voller Erfolg. Deshalb möchte Linus Thalmann, Betreiber des Kirchberger «Toggenburgerhofs», heuer im Alleingang einen weiteren Winterzauber in Bazenheid zaubern. «Das Konzept mit Eisfeld und Chalet geht nun einmal auf», sagt Thalmann auf Anfrage von hallowil.ch. Bereits beim letztjährigen Anlass habe man gesehen, dass bei der Bevölkerung ein Bedürfnis vorhanden sei, in den Wintermonaten an der frischen Luft Eislaufen zu können. «Die Menschen wollen nicht unbedingt in eine Halle, draussen ist das Ambiente spezieller», weiss Thalmann. Und deshalb sei er überzeugt, dass das Konzept auch dieses Mal aufgehen werde. Die Kombination zwischen Eisfeld, Chalet und Veranstaltungen sei nun einmal ein Publikumsmagnet. Zudem stelle er seit Jahren fest, dass sich das Ausgangsverhalten weg von der traditionellen Gastronomie entwickle. Hier sei die Eventgastronomie stark am zunehmen.

Dass Thalmann den zweiten Winterzauber alleine organisiert, hat auch einen weiteren Grund: «Ich möchte gerade in der Zeit von Corona ein Zeichen setzen.» Mittlerweile höre man nur noch, wie Veranstaltungen abgesagt würden. «Wir möchten zeigen, dass etwas stattfindet», führt Thalmann weiter aus, «ausserdem müssen wir wieder einen Weg in die Normalität finden.» Gerade weil er überzeugt ist, dass das Coronavirus die Welt noch eine Weile begleiten wird. Und etwas steht laut dem erfahrenen Gastronomen bereits fest: Der Winterzauber Bazenheid soll nun weitere drei Mal realisiert werden. 

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Organisiert heuer den zweiten Winterzauber in Bazenheid: Linus Thalmann, Betreiber des Restaurants «Toggenburgerhof» in Kirchberg. (Bild pd)

Einige Veränderungen

Auch wenn der Standort derselbe wie letztes Jahr bleibt, wird sich auf dem Sportareal Ifang in Bazenheid dieses Jahr einiges ändern: So wird nach Angaben von Thalmann das Eisfeld mit 1000 Quadratmetern doppelt so gross sein. «Das wurde aber bereits vor der Coronakrise entschieden», betont der Organisator. Auch das Chalet werde dieses Mal grösser sein. «Das war bei der ersten Durchführung der einzige Kritikpunkt, den die Besucher angebracht haben: Im Chalet sei es etwas zu eng und die Tische seien zu klein gewesen.» Es werde aber nicht mehr Sitzplätze geben. Zudem wird der Winterzauber heuer länger dauern als letztes Jahr: So wird von 45 Tagen auf 67 Tagen aufgestockt.

Eine besondere Herausforderung werden die Corona-Schutzmassnahmen sein – wie diese aber für die Bazenheider Veranstaltung aussehen wird, kann Thalmann zum aktuellen Zeitpunkt nicht sagen. «Wir warten noch den Entscheid ab, was für die Veranstaltungsbranche ab dem 1. Oktober gilt», erklärt er. Erst dann werde ein Schutzkonzept erstellt.