Die betroffenen Personen stammten aus Niederhelfenschwil, Steinach, Nesslau, Sargans, Neu St. Johann, Krummenau und Uznach. Bei allen rief am Nachmittag ein hochdeutsch sprechender Mann an, der sich als Polizist aus Zürich oder Österreich ausgab. Danach informierte er über mögliche Einbrecher, die es auf den Wohnort der Betroffenen abgesehen hätten. In der Folge fragte er nach Wohn- und Vermögensverhältnissen.

Die Betroffenen handelten meist vorbildlich und gaben keine Informationen preis. Im Anschluss an das Gespräch kontaktierten sie umgehend die Kantonspolizei St. Gallen. In einigen Fällen gaben die Betroffenen Auskunft über ihre Kontostände. Eine Person wäre gar bereit gewesen, den Betrügern 100'000 Franken zu übergeben. In allen Fällen konnte ein Betrug verhindert werden.

Der Betrugsversuch mit dem falschen Polizisten ist lediglich eine von vielen Maschen des Telefonbetruges. Auch auf vermeintlich korrekt wirkende Nummern kann man sich heute nicht mehr verlassen. Das Informationsblatt "Bei Anruf Betrug" der Schweizerischen Kriminalprävention hilft, gegen Betrugsversuche gewappnet zu sein. (kapo)