«Eine Photovoltaik-Anlage im «Sorglos-Paket»»: So habe die Energieagentur St. Gallen ihre Aktion beschrieben, die sie vom 28. April bis 27. August 2021 im Fürstenland durchführte. Dies schreibt die Gemeidne Oberuzwil im neusten Mitteilungsblatt.

Anpassung der Richtlinie

Nach einem Antrag aus der Bevölkerung habe der Oberuzwiler Gemeinderat die Richtlinie über die Gewährung von Energie-Förderbeiträgen angepasst: «Anstelle eines Pauschalbetrages sind die Förderbeiträge der Gemeinde Oberuzwil neu abhängig von der Leistung der PV-Anlagen.» Seit 1. Januar 2022 würden Anlagen bereits ab 5 kWp statt wie bisher ab 10 kWp gefördert. «Gesuche werden aufgrund des zum Zeitpunkt der vollständigen Einreichung des Gesuches geltenden Richtlinie beurteilt. Rückwirkend werden keine Beiträge nach der angepassten Regelung gesprochen», heisst es abschliessend im Mitteilungsblatt.

Drei Fussballfelder

Die Gesamtfläche der neuen PV-Anlagen im Fürstenland messe etwa 20‘000 m2 – also der Grösse von drei Fussballfeldern. Die erwartete Stromproduktion von 3 GWh pro Jahr entspräche dem Bedarf von rund 700 durchschnittlichen Vier-Personen-Haushalten. Im Rahmen der PV-Aktion seien in der Gemeinde Oberuzwil 14 neue Anlagen installiert worden.

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So hat hallowil.ch bisher berichtet (3.12.21)

PV-Aktion Fürstenland: Flawil ist mit 41 neuen Anlagen Spitzenreiter

Die Photovoltaik-Aktion Fürstenland startete im April 2021 und richtete sich an alle energiebewussten Hausbesitzerinnen und Hausbesitzer. Die Aktion wurde auch durch die Gemeinde Flawil unterstützt und von der Energieagentur St. Gallen organisiert.

Am 1. Juli war die Aktion den Flawilerinnen und Flawilern vorgestellt worden, bis heute seien 41 Bestellungen eingegangen, wie die Gemeinde Flawil mitteilt. Sie ist damit Spitzenreiter der Aktion (siehe auch unten). Danach folgen Zuzwil mit 33 und die Stadt St. Gallen mit 28 Anlagen. In Degersheim wurde das Angebot von fünf Hausbesitzerinnen und Hausbesitzer genutzt. 

Gemäss den Verantwortlichen der Energieagentur St. Gallen hätten in Flawil mehrere Faktoren gut zusammengespielt: die kommunale Förderung, die grosszügige Einspeisevergütung ins Netz für den produzierten Strom, die Werbung der Gemeinde und des lokalen Anbieters, die Informationsveranstaltung sowie die Mund-zu-Mund-Propaganda. Insgesamt gibt es 273 neue PV-Anlagen fürs und im Fürstenland.

Fixpreis und Förderbeiträge

Im Rahmen der Aktion konnten Hausbesitzerinnen und Hausbesitzer eine Photovoltaikanlage zu einem Fixpreis-Angebot ab 15'000 Franken bestellen. Davon können noch verschiedene Förderbeiträge in Abzug gebracht werden. Dank dieser Aktion hätten die Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer nicht verschiedene Systeme und Angebote vergleichen müssen, wie es seitens der Gemeinde Flawil heisst. Zudem sei der lokale Anbieter der einzige Ansprechpartner, welcher zusammen mit der Energieagentur St. Gallen alles organisiere. Die Aktion wurde durch die Gemeinde Flawil unterstützt.

Ihre Meinung ist gefragt!

Gleich 273 neue PV-Anlagen werden im Fürstenland installiert, überhaupt bemüht man sich hüben und drüben um eine nachhaltige Energieversorgung. Nur: «Nachhaltige Energie» – gibt es das überhaupt? Was sagen Sie? Lassen Sie uns an Ihrer Meinung teilhaben und melden Sie sich per Mail oder via Facebook und Instagram. Und füllen Sie die Umfrage am Ende des Artikels aus. Wir sind gespannt.

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So hat hallowil.ch bisher berichtet (10.11.21)

Sonnige Aussichten: 273 neue Photovoltaik-Anlagen fürs Fürstenland

Eine Photovoltaik-Anlage im «Sorglos-Paket»: So beschrieb die Energieagentur St. Gallen ihr Angebot, das sie im Sommer 2021 im Fürstenland lanciert hat. Im Rahmen der Aktion konnten Hausbesitzende aus 15 Gemeinden der Region von April bis August eine Photovoltaik-Anlage zum Fixpreis bestellen.

In vier Monaten hätten die Photovoltaik-Partnerunternehmen 273 Bestellungen erhalten, wie die Gemeinde Niederhelfenschwil heute im Mitteilungsblatt informiert. Eine durchschnittliche Anlage leiste elf Kilowatt-Peak (kWp); die aufsummierte Leistung aller Anlagen betrage gut 3200 kWp. Mit dem kWp werde die Nennleistung einer PV-Anlage angegeben, sie bezeichne die maximale Gleichstromleistung unter Standardbedingungen, erklärt die Energieberatung Bern.

Die Gesamtfläche der neuen PV-Anlagen in der Region messe etwa 20‘000 Quadratmeter, was der Grösse von drei Fussballfeldern entspräche. Die erwartete Stromproduktion von drei Gigawattstunden (GWh) pro Jahr entspräche dem Bedarf von rund 700 durchschnittlichen 4-Personen-Haushalten, erfährt man im Niederhelfenschwiler Mitteilungsblatt weiter.

Regional unterschiedliches Interesse

Die PV-Aktion mache deutlich, dass verschiedene Faktoren in den Gemeinden die Dynamik des PV-Ausbaus stark beeinflussen. In Flawil beispielsweise scheinen die kommunale Förderung, der PV-Rückliefertarif, die Werbung der Gemeinde und der lokalen Installateure, die Informationsveranstaltung sowie die Mund-zu-Mund Propaganda eine besonders starke Rolle gespielt zu haben. Das lasse jedenfalls die Auswertung vermuten. Das Potential sei zudem noch «längst nicht ausgeschöpft» und die Bedingungen für den Bau von PV-Anlagen seien weiterhin sehr günstig. Auch die Förderung durch den Bund (Einmalvergütung) gelte weiterhin, hält man im Mitteilungsblatt abschliessend fest.

Anzahl Anlagen pro Gemeinde (insgesamt: 273 neue Anlagen)

  • Flawil 41
  • Zuzwil 33
  • St. Gallen 28
  • Gossau 25
  • Wil 24
  • Oberbüren 21
  • Uzwil 20
  • Niederhelfenschwil 15
  • Gaiserwald 14
  • Oberuzwil 14
  • Jonschwil 12
  • Andwil 11
  • Degersheim 5
  • Niederbüren 5
  • Waldkirch 5