Ab dem 11. Mai dürfen die Volksschulen wieder öffnen. Details regeln die Kantone. Der Kanton St. Gallen hat nun entschieden, die acht Wochen bis zu den Sommerferien in zwei Phasen zu teilen: Vier Wochen wird vorerst in Halbklassen, vier weitere Wochen soll anschliessend im Normalbetrieb unterrichtet werden.

In der Phase 1 werden die Schulklassen so aufgeteilt, dass im Ergebnis der Lernprozess einer Woche auf zwei Wochen ausgedehnt wird. Für Schulkinder, die nicht in der Schule sind, findet kein Fernunterricht mehr statt, sondern sie erledigen Hausaufgaben gemäss Lehrplan. Für diesen Ausstieg aus dem schulischen Lockdown sind Weisungen erarbeitet worden unter Mitsprache der Verbände des Schulwesens. Der Einstieg mit Halbklassenunterricht erlaubt es, einen Kaltstart zu verhindern und die Lehrpersonen bei der Wiedereingliederung der Schulkinder in das Klassenleben zu unterstützen, schreibt die St. Galler Regierung in einer Mitteilung. Er steht zudem im Einklang mit der Strategie des Bundes, den Lockdown des Landes schrittweise und unter Beobachtung der epidemiologischen Entwicklung zu lockern. Das Modell sei im Grundsatz einfach, da es die Stundenpläne und die Grundeinteilung der Schulklassen nicht antastet, so die Schulen.

Jahreszeugnis für das «Corona-Schuljahr»

Nach mehreren Wochen Schulschliessung und Fernunterricht stellt sich die Frage, wie die Lehrpersonen die Leistungen und das Verhalten der Schüler der Volksschule beurteilen und ausweisen sollen.

Regierung und Erziehungsrat haben beschlossen, dass auch diesen Sommer ein Zeugnis mit Noten ausgestellt wird. Das Notenzeugnis soll sich indessen nicht nur auf das zweite Semester, sondern auf das ganze Schuljahr beziehen, das heisst beide Semester werden zusammengefasst. Damit kommt in der ganzen Volksschule für das Ausnahmejahr 2019/20 vorzeitig das Jahreszeugnis zum Tragen, wie es der Erziehungsrat für die Primarschule regulär ab dem Schuljahr 2021/22 einführt.

Schriftliche Maturaprüfungen finden statt

Die epidemiologische Entwicklung erlaubt es laut der St. Galler Regierung, die schriftlichen Maturaprüfungen durchzuführen. Die Regierung und der Erziehungsrat halten deshalb an diesen fest. Einzig auf die mündlichen Prüfungen wird verzichtet. «Dieser Entscheid ermöglicht es den Maturandinnen und Maturanden, ihre Hochschulreife auf regulärem Weg zu dokumentieren», schreibt die Regierung.

Die Maturaprüfung mit dem vorgelagerten Lernprozess sei unabhängig vom Gewicht der Noten ein Meilenstein auf dem Ausbildungsweg und eine prägende Lebenserfahrung. Der Abschlussjahrgang des «Corona-Schuljahres» soll nicht mit einer Matura stigmatisiert werden, die als unvollendet und zweitklassig in Erinnerung bleibt.

Mehr Spielraum bei der Prüfungsbewertung

In den Mittelschulen hat sich der Fernunterricht während des Lockdowns bewährt. Er eignet sich für ein freiwilliges, leistungsorientiertes Schulangebot. Dennoch mussten während der Schulschliessung auch die Mittelschüler Abstriche im Wissens- und Kompetenzerwerb hinnehmen. Daraus können sich bei der Gesamtbewertung der Matura einzelne Härtefälle ergeben. Um solche abzufedern, hat der Erziehungsrat zwei besondere Massnahmen für den aktuellen Jahrgang beschlossen: Erstens werden die Prüfungsnoten im Vergleich zu den Vornoten einmalig nicht hälftig, sondern nur zu einem Drittel gewichtet. Zweitens ist der sogenannte «Rettungsparagraph», der eine Notenverbesserung aufgrund achtenswerter Umstände erlaubt, dieses Jahr auf zwei Fächer statt auf nur ein einziges Fach anwendbar. Für die Abschlussprüfungen der Fachmittelschule wird gleich vorgegangen wie für die gymnasialen Maturaprüfungen.

Die Regierung nimmt den Entscheid des Bundesrates zur Kenntnis, in jenen Lehrgängen, die zur eidgenössisch geregelten Berufsmaturität führen, auf die Abschlussprüfung gänzlich zu verzichten. Dies betrifft die Wirtschaftsmittelschule und die Informatikmittelschule. Hier wird für die Leistungsbewertung ausschliesslich auf die Erfahrungsnoten abgestellt. (pd/red)

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Bundesrat beschliesst Lockerungen (29.4.):

- Die Gastronomie-Branche  darf aufatmen: Die Restaurants dürfen am 11. Mai wieder öffnen. Allerdings unter Auflagen. So dürfen zu Beginn höchstens vier Leute am gleichen Tisch sitzen. Auch Personen im Alter von 65 Jahren und mehr dürfen ins Restaurant.

- Grossveranstaltungen mit mehr als 1000 Personen werden bis Ende August verboten. Die beiden Openairs in Frauenfeld und St. Gallen müssen somit abgesagt werden. Das Versammlungsverbot mit maximal fünf Personen bleibt vorderhand noch bestehen.

- Weiterhin unklar ist, wenn wieder Gottesdienste stattfinden und wann die Bergbahnen wieder fahren.

- Bei den Maturitätsprüfungen bleibt es den Kantonen überlassen, wie sie es handhaben, ob sie schriftliche Prüfungen abhalten oder nicht. Der Flickenteppich bleibt also bestehen.

- Im öffentlichen Verkehr gibt es weiterhin keine Maskenpflicht. In vollen Zügen sollen aber Masken getragen werden, so die Empfehlung.

- Im Breitensport sind ab dem 11. Mai wieder Trainings in Kleingruppen mit maximal fünf Personen möglich - ohne Körperkontakt und unter Einhaltung der Hygiene- und Distanzregeln. In den Profiligen sind Spiele unter Ausschluss der Öffentlichkeit ab dem 8. Juni möglich.

Im Replay: Die drei Pressekonferenzen des Bundes vom 29./30.4.

 


 


 

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Bald wieder Kontakte in Spitälern möglich (28.4.)

Das Gesundheitsdepartement prüft nun für die Zeit nach 11. Mai die Lockerungsmöglichkeiten. Sie werden davon abhängen, wie das Coronavirus sich in den kommenden Wochen ausbreitet. Bewohner von Alters- und Pflegeheimen gehören zu den besonders gefährdeten Personen. Bei ihnen kann das Coronavirus einen schweren Verlauf nehmen. In Spitälern ist ebenfalls besondere Vorsicht geboten, einerseits um geschwächte Patienten und andererseits das Gesundheitspersonal zu schützen. Das Gesundheitsdepartement hatte deshalb am 14. März entschieden, Besuche in Spitälern sowie Alters- und Pflegeheimen stark einzuschränken. Erlaubt sind seither nur noch Besuche von Personen, die sich in ausserordentlichen Situationen befinden. Dies teilt die St. Galler Regierung am Dienstagvormittag mit.

Die Ostschweizer Gesundheitsdirektorenkonferenz hat nun beschlossen, gemeinsam den Termin der Lockerung auf den 11. Mai zu setzen. Das sind die Kantone St. Gallen, Zürich, Appenzell Ausserrhoden und Appenzell Innerrhoden, Schaffhausen und Glarus. (pd/red)

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Bildung: Engere Zusammenarbeit gefordert (27.4.)

Viele Schüler der 3. Oberstufe, die kommenden Juli ihre obligatorische Schulzeit beenden, haben bereits einen Lehrvertrag oder sich für eine weiterführende Schule entschieden. «Wenige Jugendlichen sind jedoch noch auf Lehrstellensuche», teilt die Kommunikationsabteilung der Staatskanzlei St. Gallen mit. Die Lehrstellensuche sei zurzeit erschwert, denn Schnupperlehren und persönliche Vorstellungsgespräche seien oft nicht möglich. Ähnlich sei die Situation für Jugendliche in aktuellen Brückenangeboten: «Die Jugendlichen der 2. Oberstufe befinden sich gerade mitten im Berufswahlprozess und sollten nun die Berufe in der Praxis erkunden.»

Aufgrund des Verbots von Präsenzunterricht konnten die Schulen den Berufswahlunterricht nicht im gewohnten Umfang durchführen. «Manche Lehrbetriebe bieten aufgrund des Lockdowns keine Schnupperlehren an», weiss die Staatskanzlei. Andere Betriebe ermöglichen zwar Schnupperlehren, jedoch bestehen Bedenken auf allen Seiten, ob die Praxistage unter den erforderlichen Schutzbestimmungen durchgeführt werden können.

Das St. Galler Bildungsdepartement fordert deshalb alle Akteure auf, in der aktuellen Situation noch stärker zusammenzuarbeiten:

• Oberstufen sollen von ihren Lehrpersonen zum Schnuppern ermuntert werden, sobald es wieder möglich ist.

• Lehrbetriebe sollen, wenn immer machbar, Schnuppertage anbieten und die Durchführung im eigenen Schutzkonzept berücksichtigen.

• Den Jugendlichen der 2. Oberstufe sollte Zeit gelassen werden. Sowohl für die Schnupperphase, als auch bis zum Lehrvertragsabschluss. Das bedeutet, Schnuppern auch in den Sommerferien und darüber hinaus zu ermöglichen sowie Lehrverträge erst im späten Herbst abzuschliessen. 

Beratung weiterhin angeboten

«Die Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung (BSLB) des Kantons St.Gallen bietet weiterhin Beratung und Unterstützung telefonisch, per E-Mail und per Chat auf ihrer Webseite an», so die Staatskanzlei. Ebenfalls auf der Webseite finden Lehrpersonen hilfreiche Unterrichtsmaterialien und weitere Angebote für das Fach «Berufliche Orientierung». «Eine schrittweise Öffnung der sieben Regionalstellen der BSLB ist geplant und erfolgt in enger Abstimmung mit der Schulöffnung», heisst es in der Mitteilung weiter. Der Lehrstellennachweis Lena wurde nochmals aktualisiert. Freie Lehrstellen für diesen Sommer sind unter der offiziellen Homepage abrufbar. Das Amt für Berufsbildung genehmige Lehrverträge für den Start 2020/21 noch bis zu den Herbstferien. (pd)

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SRFT nimmt ihr Gesamtangebot wieder auf (26.4.):

Über einen Monat lang durften die Spitäler auf Anordnung des Bundes nur noch medizinisch dringliche Eingriffe und Behandlungen durchführen. Ab Montag, 27. April, wird diese Einschränkung wieder aufgehoben. Laut einer Medienmitteilung stehen den Patienten in den Spitälern Wil und Wattwil wieder die gesamten medizinischen und therapeutischen Angebote aller Fachbereiche – sowohl ambulant als auch stationär – zur Verfügung. Einzige Aus- nahme seien Gruppentherapien und Veranstaltungen im Bereich des Kurswesens. «Wir sind froh, über diesen Entscheid des Bundesrates. Viele Patienten mussten in den vergangenen Wochen auf ihre Behandlung oder ihre Therapie warten», so René Fiechter, CEO der Spitalregion Fürstenland Toggenburg (SRFT).

Ganz zum Normalbetrieb zurückkehren werden die beiden Spitäler aber nicht. «Neben dem gewohnten Spitalbetrieb werden in der Spitalregion Fürstenland Toggenburg nach wie vor Patienten mit einer Corona-Virus-Infektion oder dem Verdacht auf eine Infektion behandelt», heisst es in der Mitteilung weiter. Landesweite Massnahmen zur Minimierung der Ausbreitung des Virus gelten nach wie vor. Die SRFT habe ihrerseits diverse Vorkehrungen getroffen, um sowohl die Patienten als auch die Mitarbeiter möglichst vor einer Ansteckung zu schützen. Neben den bekannten Hygienemassnahmen sei die räumliche Trennung der verschiedenen Patienten dabei ein wichtiges Element des Schutzkonzepts. «So werden bei der Prä-Triage am zentralen Eingang sämtliche Patienten auf Symptome geprüft und zu ihrem allgemeinen Gesundheitszustand befragt», erklärt die SRFT in einer Stellungnahme, «Im Anschluss werden die unterschiedlichen Patientenströme je nach Bestimmungsort voneinander getrennt durch die Spitäler gelenkt.» Patienten mit bestätigter Corona-Virus-Infektion oder einem Verdacht auf eine solche, werden in speziell dafür eingerichteten, räumlich getrennten Isolationsbereichen behandelt beziehungsweise hospitalisiert. 

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FDieses Zelt steht weiter neben dem Eingang des Wiler Spitals. (Bild Mykhailo Zinchenko)


Hygieneregeln und Masken

«Ausserdem gelten auch im Spital die Abstands- und Hygieneregeln», so die SRFT. Wo sich die Abstandsregeln aufgrund der Behandlung nicht einhalten lassen, tragen die Mitarbeiter mit Patientenkontakt eine Schutzmaske, um die Patienten zu schützen. Auch Patienten werden bei Zutritt zum Spital mit einer Maske ausgestattet. In den Iso- lationsbereichen wird mit weiteren Schutzmaterialien gearbeitet. «Zudem gilt weiterhin das Besuchsverbot in den Spitälern, so dass sich mit wenigen Ausnahmen nur Patienten sowie Mitarbeiter im Spital aufhalten», informiert die SRFT. (pd) 

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Auch das Spital Wattwil handelt gleich wie das Spital Wil. (Bild pd)

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«Zwinglis Frau» wird erst im Sommer 2021 aufgeführt (23.4.):

Die Geschäftsleitung der Ostschweizer Theaterproduktionsgruppe Bühne Thurtal hat entschieden, ihr für Juli und August dieses Jahres geplantes Freilichtspiel «Zwinglis Frau» aufs kommende Jahr zu verschieben. Die Aufführungen des Stücks von Simon Keller werden im Juli und August 2021 beim Kloster Fischingen stattfinden.

Die beiden Hauptdarsteller des Freilichtspiels, Samuel Klauser und Monika Romer, gehören weiterhin zur Besetzung. Zudem werden, wie es bei Produktionen der Bühne Thurtal Brauch ist, zahlreiche Laiendarsteller aus der Region Ostschweiz mitwirken. Bereits gekaufte Tickets bleiben gültig und werden derzeit nicht storniert, teilen die Organisatoren mit.

Übrigens: Für den Sommer 2020 wird sich eine kleine Gruppe aus dem Cast von «Zwinglis Frau» zusammensetzen und trotz allem etwas Kleines zur Aufführung bringen beim Kloster Fischingen.

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Die Proben liefern bereits. Zur Aufführung kommt das Stück «Zwinglis Frau» aber erst 2021.


«Verdammte Baustellen» im Winterkleid

Auch bei der für März bis Mai geplanten Dinnerkomödie «Verdammte Baustellen» des Ensembles «Tour Bühne» hat das Coronavirus zu einer Umstellung geführt. Die Aufführungen stehen neu im November 2020 und im Januar 2021 auf dem Programm. An den Spielorten Wil, St. Gallen und Frauenfeld wurden Ersatzdaten gefunden, der ursprünglich vorgesehene Auftritt im Zeltainer in Unterwasser entfällt. Bereits gekaufte Tickets bleiben gültig und werden derzeit nicht storniert. (pd/red)

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Der Bundesrat präzisiert die Lockerungen (22.4.)

Erst vergangene Woche hat der Bundesrat den schrittweisen Exit-Plan aus dem Lockdown bekannt gegebenen. So dürfen Geschäfte wie Gartencenter, Baumärkte, Coiffeure, Nagelstudios oder Kosmetiksalons mit einem Konzept mit den geforderten Schutzmassnahmen wieder öffnen. Und so kommen verschiedene Fragen auf: Wer braucht abt dem 27. April eine Maske bei seiner Arbeit? Und hat die Schweiz überhaupt genug Masken? Fragen wie diese will der Bundesrat heute in einer weiteren Pressekonferenz klären. Zudem muss der Bundesrat klarstellen, welche Bereiche ihres Sortiments Grossverteiler wie Migros oder Coop wieder anbieten dürfen. Bereits jetzt ist sicher, dass die Supermärkte nicht plötzlich ihr gesamtes Sortiment wieder verkaufen dürfen. (red)

Hier gibt es die Pressekonferenz im Replay: 

 

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St. Galler Regierung fordert Öffnung aller Geschäfte (21.4.):

Die vom Bundesrat festgelegte Reihenfolge der Lockerungen ist für die St. Galler Regierung «nicht stringent». Sie schreibt in einer Mitteilung: «Es ist für die Regierung nicht nachvollziehbar, dass Museen, Bibliotheken und Zoos erst im Juni öffnen sollen, obwohl in diesen Einrichtungen die Durchsetzung der Distanzregeln gut gewährleistet werden kann.»

Ab dem 27. April werden die Sortimentsbeschränkungen in Lebensmittelläden aufgehoben. Damit entsteht aus Sicht der Regierung eine nicht vertretbare Wettbewerbsverzerrung zu Lasten des Detailhandels, der bereits von den einschneidenden Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus stark betroffen ist. «Verschiedene Branchen, darunter auch der Detailhandel, haben mit selbst erarbeiteten Konzepten bereits aufgezeigt, wie sich die Öffnung gesundheitspolitisch korrekt umsetzen lässt», schreibt die St. Galler Regierung am Dienstag. Sie fordert unmissverständlich: Öffentlich zugängliche Einrichtungen sowie Geschäfte und Läden, die die heute auch für Lebensmittelläden geltenden Hygienevorschriften einhalten können, sollen ab dem 27. April wieder geöffnet werden können. Im Fokus sollte nicht mehr das Sortiment stehen, sondern die Möglichkeit, Hygiene- und Abstandsvorschriften einzuhalten.

Oberstufe soll früher beginnen

Auch im Bereich Schule werden sich Bund und Kanton St. Gallen nicht überall einig. Dass die Oberstufenschüler erst am 8. Juni wieder physischen Unterricht geniessen sollen, passt der St. Galler Regierung nicht, da dieser Termin schon nahe am Beginn der Sommerferien liegt. In der Folge sei es den Schulen nicht zumutbar, alle in dieser Zeit erforderlichen Leistungen wie Abschlussarbeiten, Schlussprüfungen und dergleichen zu erbringen. Die Regierung beantragt daher, dass der Beginn des Präsenzunterrichts für die so genannte Sekundarstufe II angemessen vorgezogen wird, damit die Schulen ihre entsprechende Pflicht erfüllen können.

Nicht geäussert hat sich der Bundesrat zu Perspektiven für die Gastronomie, den öffentlichen Verkehr oder auch für den Tourismus sowie für den Grenzverkehr. Ebenfalls seien keinerlei Szenarien aufgezeigt worden, wie mit dem heute geltenden Veranstaltungsverbot weiter verfahren werden soll. Dies sei - gerade mit Blick auf die Zielsetzung des Bundesrates «Planungssicherheit zu verschaffen» sowie «die wirtschaftlichen Schäden möglichst gering zu halten» - nicht akzeptabel und es braucht deshalb laut St. Galler Regierung «dringend weitere klare Entscheidungen des Bundesrates vor dem 27. April».

Neu: Auch mit leichten Symptomen zum Corona-Test

Die Regierung erachtet es zudem als wichtig, mehr Personen auf das Coronavirus zu testen. Der Kanton erweitert deshalb gemäss den Richtlinien des BAG die Indikation zur Durchführung von diagnostischen Tests bei Personen mit Verdacht auf eine akute Infektion. Deshalb werden ab kommendem Montag (27. April) auch Personen mit leichten Krankheitssymptomen wie Fieber, Husten, Halsschmerzen oder Verlust des Geruchs- oder Geschmackssinns auf das Coronavirus getestet. Mit dieser Massnahme soll erreicht werden, dass nur noch jene Personen sich isolieren müssen, die sich tatsächlich mit dem Virus infiziert haben. Die vorgesehene Änderung der Testpraxis kann zu einem Anstieg der Fallzahlen führen. (pd/red)

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Im Thurgau sollen gewisse Geschäfte am 1. Mai offen haben (21.4.)

Es sind vor allem Coiffeurbetriebe und Gärtnereien, die voraussichtlich nach dem Lockdown den Ansturm der Kunden kaum bewältigen können. Nach dem mehrwöchigen Lockdown und den damit verbundenen Einnahmeverlusten, besteht für viele Verkaufsgeschäfte und Dienstleistungserbringer das Bedürfnis, ihre Produkte und Dienstleistungen auch am Freitag, 1. Mai, anzubieten.

Der 1. Mai ist im Thurgau ein kantonaler Ruhetag, der allerdings dem Sonntag nicht gleichgestellt ist. Je nach kantonaler Regelung haben Arbeitnehmende normalerweise an diesem Tag frei. Dieses Jahr erachtet das Thurgauer Amt für Wirtschaft und Arbeit als Ausnahmesituation und erlaubt darum unbürokratisch die Öffnungsmöglichkeit bestimmter Geschäfte am 1. Mai. Die Ausnahmeregelung gilt ausschliesslich für Betriebe der Dienstleistungsbranchen, die vom Bundesrat ab dem 27. April die Bewilligung zum Wiederbetrieb ihrer Geschäfte erhalten haben, also Gärtnereien, Blumenläden, Bau- und Gartenfachmärkte sowie personenbezogene Dienstleistungsbetriebe mit Körperkontakt wie medizinische Massagen, Tattoo- und Kosmetikstudios, Coiffeure, Zahnärzte und Physiotherapeuten. Hingegen sind Betriebe der Industrie, des Gewerbes sowie die Grossverteiler, die auch während des Lockdowns weiterarbeiten konnten, davon ausgeschlossen.

Polizei wird kontrollieren

Bedingung für die Wiedereröffnung und die Aufrechterhaltung der Betriebe nach dem partiellen Lockdown ist ein obligatorisches Schutzkonzept sowie die Einhaltung der Hygienevorgaben des BAG. Die meisten Branchenverbände stellen ihren Mitgliedgeschäften spezifische Schutzkonzepte zur Verfügung. Das Thurgauer Arbeitsinspektorat wird zusammen mit Polizeikräften Kontrollen durchführen, ob die Schutzkonzepte vorliegen und zum Schutz der Arbeitnehmenden und der Kundschaft auch tatsächlich umgesetzt werden, schreibt der Kanton Thurgau am Dienstag in einer Mitteilung.

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Auch der Wiler Maimarkt wird verschoben (20.4.)

Obwohl per nächsten Montag gewisse Lockerungen im Zusammenhang mit Covid-19-Virus stattfinden, bleibt das gesellschaftliche Leben weiterhin grossteils auf ein Minimum reduziert. In Wil wurde nun ein weiterer traditioneller Frühjahrsanlass abgesagt: der Maimarkt. Er hätte am Dienstag, 5. Mai in den beiden Gassen der Altstadt stattfinden sollen. «Eine Durchführung ist aufgrund der aktuellen Lage nicht möglich», schreibt die Stadt Wil am Montag in einer Mitteilung. Auch der Unternehmerapéro findet dieses Jahr nicht statt.

Zudem stellt sich die Frage, wie das politische Leben der Stadt Wil fortgesetzt wird. Die nächste Sitzung des Wiler Stadtparlaments ist auf den 14. Mai angesetzt. Findet sie statt? hallowil.ch hat bei Parlamentspräsident Roland Bosshart nachgefragt. Dieser sagt: «Am Mittwoch, 22. April, hält das Parlamentspräsidium abends eine Videokonferenz ab. Dann sollte auch der Entscheid fallen betreffend Parlamentssitzung am 14. Mai.»

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Anzeigen: Zu laut und zu schnell gefahren (20.4.)

In der Zeit zwischen Sonntagmorgen und Montagmorgen hat die Kantonspolizei St.Gallen 25 Einsätze im Zusammenhang mit dem Coronavirus registriert – deutlich weniger als in den beiden Tagen zuvor. Hinzu kamen sechs Interventionen im zwischenmenschlichen Bereich und zwei Meldungen von Einbruchdiebstählen. Die Meldungen im Zusammenhang mit dem Coronavirus bezogen sich auch am Sonntag hauptsächlich auf Personengruppen in Parks und bei Grillstellen. Den angetroffenen Gruppen wurden die geltenden Bestimmungen erläutert. In den meisten Fällen wurde das mit Verständnis aufgenommen. Gerade bei Grillstellen in gewissen Regionen bestehen zudem Feuerverbote, gegen die vereinzelt verstossen wurde.

Dann gab es aber auch dieses Phänomen: Mehrere Meldungen betrafen Gruppen von jungen Männern mit getunten Autos. Sofern diese angetroffen werden konnten, wurden die Fahrer auf die geltenden Regelungen aufmerksam gemacht. In einigen Fällen resultierten auch Anzeigen wegen unangepasster Fahrweise oder zu hohen Geschwindigkeiten. Dies teilt die Kantonspolizei St. Gallen am Montagmorgen mit. (kapo/red)

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HEV Wil: Hauptversammlung ohne Mitglieder (19.4.)

Es wäre bereits die 102. Ordentliche Hauptversammlung des Hauseigentümerverbandes Wil und Umgebung gewesen am 6. Mai. Wäre. Denn das Coronavirus macht auch den HEV-Verantwortlichen einen Strich durch die Rechnung. Die im Stadtsaal geplante Hauptversammlung wurde abgesagt – zumindest für die Mitglieder. Die Veranstaltung findet zwar statt, allerdings in stark reduziertem Rahmen. Teilnehmen werden lediglich der Präsident, der Vorstand, die Geschäfts- und die Revisionsstelle. Es werden ausschliesslich die statutarischen Traktanden behandelt, das Rahmenprogramm ist abgesagt. Die Mitglieder haben die Möglichkeit, ihre Anträge bis am 4. Mai schriftlich zu stellen.

Auf eine Verschiebung der Versammlung in die zweite Jahreshälfte wurde verzichtet, um die geplanten Herbst-Aktivitäten des HEV Wil und Umgebung nicht zu belasten.

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Social Distancing wird «eher weniger» eingehalten (18.4.)

Der Bundesrat hat zwar am Donnertag Lockerungen der Corona-Massnahmen in drei Tranchen beschlossen, die Hygiene- und Abstands-Massnahmen aber explizit nicht aufgehoben. Heisst konkret: Der Mindest-Abstand von zwei Metern ist weiterhin einzuhalten und Menschen-Ansammlungen mit mehr als fünf Personen sind nach wie vor untersagt.

Wie gut hält man sich in der Region Wil und der Ostschweiz daran? Mittelprächtig. Am Samstagvormittag kommuniziert die Kantonspolizei St. Gallen: «Die Meldungen im Zusammenhang mit dem Coronavirus stiegen am Freitagabend an. Die Einhaltung der notwendigen Distanz untereinander wird zusehends weniger eingehalten.» Bei Spiel- und Sportplätzen, an Gewässern oder Grillstellen seien Personengruppierungen gemeldet und teilweise auch angetroffen worden. «Nur wenige Personen zeigten sich so uneinsichtig, dass sie gebüsst werden mussten», so die Polizei.

Nicht eingehalten worden ist der Mindestabstand in einem Bordell. Ein Freier wurde bedient – und gebüsst. Die Prostituierte wird laut Polizeiangaben bei der Staatsanwaltschaft des Kantons St. Gallen angezeigt. (kapo/sdu)

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Bund beschliesst Lockerungsmassnahmen (16.4.)

Vor genau einem Monat hat der Bundesrat drastische Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus beschlossen. Am Donnerstag wurden nun Lockerungen präsentiert. Diese erfolgen in drei Tranchen am 27. April, 11. Mai und 8. Juni. Dazwischen wird jeweils evaluiert. Ab dem 27. April können personen-bezogene Branchen wie Coiffeure-Salons und Kosmetik-Betriebe wieder öffnen. Zudem sind wieder alle Operationen in den Spitälern möglich. Allerdings müssen die Institutionen ein Schutzkonzept vorlegen, wie die weiterhin gültigen Schutzmassahmen eingehalten werden. Das gleiche zählt für gewisse Läden wie Gartencenter und Baumärkte, die ebenfalls am 27. April wieder öffnen dürfen. Ab dem 11. Mai sollen die obligatorischen Schulen den Betrieb wieder aufnehmen, auch die öffentlichen Bildungseinrichtungen. In dieser zweiten Tranche sollen alle Läden wieder aufsperren dürfen.

Noch unklar ist, wann Bars und Restaurants wieder öffnen. Auch hier braucht es ein Schutzkonzept. Ebenfalls noch nicht bestimmt ist, ob Grossanlässe im Sommer wie Openairs stattfinden können. Bis auf weiteres nicht aufgehoben ist das Versammlungsverbot. Weiterhin dürfen höchstens fünf Personen zusammen sein. Wie es mit den Sportveranstaltungen weitergeht, ist noch nicht geklärt. Für den Moment bleiben sie untersagt – im Spitzen- und Breitensport. Weiterhin soll zuhause gearbeitet und nicht gereist werden. Das Social Distancing und die Hygienemassnahmen bleiben aufrecht. (sdu)

Die Presskonferenz des Bundes im Replay:

 

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Auch Clientis Bank weicht auf schriftliche Abstimmung ab (16.4.):

«Aufgrund der gesundheitlichen Risiken im Zusammenhang mit Covid-19 hat sich der Verwaltungsrat – gestützt auf der bundesrätlichen COVID-19 Verordnung vom 16. März – dazu entschlossen, die Generalversammlung ausschliesslich auf schriftlichem Weg, ohne persönliche Teilnahme der Aktionäre durchzuführen», teilt die Clientis Bank Oberuzwil in einer Medienmitteilung mit. Die diesjährige Generalversammlung hätte eigentlich am 27. März stattfinden sollen.

«Damit aber die statutarischen und bankengesetzlichen Vorschriften eingehalten werden», hat der Verwaltungsrat der Oberuzwiler Bank entschieden, dass die verschobene Generalversammlung schriftlich, wie folgt durchgeführt wird:

• Die 145. ordentliche Generalversammlung der Clientis Bank Oberuzwil AG findet am Freitag, 5. Juni, um 17 Uhr in schriftlicher Form statt.

• Aufgrund des Versammlungsverbotes wird die Generalversammlung in Abwesenheit der Aktionäre durchgeführt.

• Mit Artikel 6a der «Verordnung 2 über die Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus» vom 16. März hat der Bundesrat die Möglichkeit geschaffen, dass die Aktionäre ihre Rechte auf schriftlichem Weg ausüben und über die Anträge des Verwaltungsrats abstimmen.

«Die Clientis Bank Oberuzwil hofft, dass die Generalversammlung im kommenden Jahr, genauer gesagt am 26. März 2021, wieder im gewohnten Rahmen durchgeführt werden kann», heisst es in der Mitteilung weiter. (pd)

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Weiterhin kaum grobe Verstösse (13.4.)

Die Einsätze im Zusammenhang mit dem Coronavirus wiederholen sich. Nach wie vor werden Personengruppen bei Spiel- und Sportplätzen sowie bei Schulhäusern gemeldet. Beim Eintreffen der Polizei formierten sich die Personen zu coronakonformen Gruppen. «Einige uneinsichtige und arrogante Personen, welche sich auf abgesperrten Plätzen aufhielten, mussten gebüsst werden», schreibt die Kantonspolizei am Montagmorgen. Bei Familienzusammenkünften auf Sitzplätzen, Terrassen und in Gärten wurde ermahnend auf die geltenden Bestimmungen aufmerksam gemacht. Zwei Take-Away Betriebe wurden angewiesen, sowohl Tische wie Stühle wegzuräumen. Einige Meldungen betrafen Tankstellenshops, vor welchen sich grössere Gruppierungen gebildet hatten. Diese Personen wurden ebenfalls angewiesen, sich in genügendem Abstand in einer Reihe einzugliedern. Personengruppen bei Grillstellen waren die geltenden Feuerverbote in verschiedensten Gemeinden nicht bekannt. In der Region Wil gilt aktuell ein Feuerverbot im Wald und in Waldesnähe für die Gemeinden Wil und Flawil.

Im zwischenmenschlichen Bereich musste lediglich vier Mal interveniert werden. Bei einem Einbruchdiebstahl in eine Kindertagesstätte wurde Bargeld in unbekannter Höhe gestohlen. Zigaretten im Wert von mehreren tausend Franken wurden bei einem Einbruch in einen Tankstellenshop gestohlen. (kapo/red)

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Viele Polizei-Einätze an Karfreitag (11.4.)

Die Einsätze im Zusammenhang mit dem Coronavirus betrafen hauptsächlich Meldungen von Personenansammlungen. «Oftmals jüngere Personen trafen sich mit Freunden und hielten sich nicht an die Abstände oder die Gruppengrössen», teilt die Kantonspolizei St. Gallen in einer Medienmitteilung mit. In den meisten Fällen konnten die Personen im Gespräch dazu gebracht werden, die Zusammenkunft aufzulösen oder sich zumindest an die Abstände zu halten.

Aus den gleichzeitig durchgeführten Verkehrskontrollen resultierten insgesamt 24 Anzeigen, wovon vier Geschwindigkeitsüberschreitungen waren. «Einem 55-jährigen Motorradfahrer wurde der Führerausweis auf der Stelle abgenommen», so die Kapo, «Er war mit 132 km/h auf einer mit 80 km/h signalisierten Hauptstrasse unterwegs.» Vier Verkehrsteilnehmer wurden wegen Lärmverursachung zur Anzeige gebracht. Die restlichen Anzeigen betrafen meist das Nichteinhalten von technischen Vorschriften. «Im Zwischenmenschlichen Bereich musste sechs Mal interveniert werden. Dies entspricht nach wie vor einer eher tiefen Zahl von Einsätzen», teilt die Kapo weiter mit. Einbrüche waren zwei zu verzeichnen. (kapo)

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Münchwiler Pumptrack-Anlage ist nun gesperrt (10.4.):

Nachdem die Stadt Wil kürzlich die Sportanlage Lindenhof, den Skaterpark Bergholz und das Schulhaus Allee abgeriegelt hatte, zieht auch die Gemeinde Münchwilen in Sachen Freizeitanlagen nach: Mittlerweile ist auch die Pumptrack-Anlage direkt an der Murg mit einem Absperrband geschlossen worden. Der Vorstand des Vereins Pumptrack Münchwilen bestätigt: «Die Anlage bleibt bis auf weiteres gesperrt.» Nun ist auch diese Freizeitanlage in der Region dem Coronavirus zum Opfer gefallen. Denn mit dieser Massnahme soll verhindert werden, dass sich Jugendliche und junge Erwachsene dort treffen und so Menschenansammlungen entstehen. Facebook-User teilen die Nachricht und melden: «Die Polizei kontrolliert die Anlage und wer sich nicht daran hält, wird gebüsst.»  (mac)

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Auch diese Freizeitanlage wird wegen der Corona-Krise gesperrt: die Pumptrack-Anlage in Münchwilen. (Bild Magdalena Ceak)

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Ostertage: Polizei verstärkt Faserkontrollen (10.4.): 

Die meisten Einsätze im Zusammenhang mit dem Coronavirus fielen auf den späteren Nachmittag und den Abend, wo vermehrt Meldungen über private Feiern und Grillfeste eingingen. «In den meisten Fällen hielten sich die angetroffenen Personen aber an die geltenden Bestimmungen», informiert die Kantonspolizei St. Gallen in einer Medienmitteilung. Die ausgerückten Patrouillen haben – wo dies nicht der Fall war – das Gespräch gesucht und die geltenden Bestimmungen nochmals erläutert. Anzumerken ist nach Angaben der Kapo, dass Feuer im Wald oder in Waldesnähe wegen der Trockenheit vielerorts nicht mehr erlaubt sind. Viele Gemeinden, insbesondere im südlichen Kantonsteil, aber auch im Fürstenland, haben Feuerverbote erlassen. 

Die St. Galler Kapo musste auch vermehrt Meldungen zu unangepassten Fahrweisen auf den Strassen registrieren. «So häuften sich am Donnerstagabend Meldungen zu Autoposern, welche schnell und lärmend unterwegs waren», heisst es in der Mitteilung weiter. Die Kantonspolizei St.Gallen habe bereits darauf hingewiesen, dass die Strasse trotz weniger Verkehr kein rechtsfreier Raum sei und habe sich deshalb im Vorfeld der Osterfeiertage entschieden, verstärkte Raser- und Poser-Kontrollen zu machen.

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So sah die Corona-Sicherheitslage in der Zeit zwischen Donnerstag- und Freitagmorgen aus. (Grafik kapo)

Im Zwischenmenschlichen Bereich musste sieben Mal interveniert werden, «was nach wie vor dem üblichen Umfang von Einsätzen entspricht». Die Zahl der Einbrüche sei mit zwei Fällen ebenfalls immer noch sehr tief. (kapo)

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Urnenabstimmung statt Kirchbürgerversammlung (10.4.):

«Der Kirchenverwaltungsrat bedauert sehr, dass die Kirchbürgerversammlung nicht wie gewohnt stattfinden kann. Die Kirchbürger werden gebeten, ihre Stimme durch briefliche Stimmabgabe per Post oder durch Einwurf in den Briefkasten des Katholischen Pfarreizentrums abzugeben», teilt die Katholische Pfarr- und Kirchgemeinde Wil in einer Medienmitteilung mit. Dazu sollen die Anleitungen auf den Abstimmungsunterlagen beachtet werden. Denn gestützt auf Artikel 52 des Gemeindegesetzes des Kantons St. Gallen hat der Wiler Kirchenverwaltungsrat beschlossen, eine Urnenabstimmung auf Sonntag, 3. Mai, anzuordnen. «Diese ersetzt die diesjährige ordentliche Bürgerversammlung», heisst es in der Mitteilung weiter. Die Anträge, die der Kirchenverwaltungsrat mit dem Stimmzettel zur schriftlichen Urnenabstimmung unterbreite, entsprechen den Anträgen zu Rechnung 2019 und Voranschlag mit Steuerplan 2020, die gemäss dem bereits zugestellten Amtsbericht* an der ordentlichen Bürgerversammlung vorgestellt worden wären. Die Abstimmungsunterlagen mit Kurzbotschaft wurden bereits an die Kirchbüger per Post verschickt.

* Der Amtsbericht 2019 mit Bericht und Anträgen der Geschäftsprüfungskommission und des Kirchenverwaltungsrates (Seiten 70/71) ist Grundlage und Botschaft für diese Urnenabstimmung. Zusätzliche Exemplare können bei der Administration der Pfarr- und Kirchgemeinde Wil nachgefragt werden: Telefon 071 914 88 10 oder E-Mail an info@kathwil.ch.

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Wegen der Corona-Pandemie fand am 3. April keine ordentliche Kirchbürgerversammlung in der Katholischen Pfarr- und Kirchgemeinde Wil statt. (Bild pd)

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Wilen gewährt Kredite für Kleinunternehmer (9.4.):

Der finanzielle Support der Gemeinde Wilen ist vor allem für Kleinst- und Einzelunternehmen in besonderen Notlagen geplant. Der Gemeinderat macht von seiner in der Gemeindeordnung festgelegten Kompetenz gebrauch, dass er ausserhalb des Budgets maximal 30'000 Franken für einen Einzelfall und 100’000 Franken gesamthaft pro Jahr sprechen darf. An seiner dieswöchigen Gemeinderatssitzung hat er die Unterstützung beschlossen. «Ob der Gemeinderat unter Anwendung des Notrechts diese Beiträge überschreiten dürfte, muss erst noch abgeklärt werden», sagt Wilens Gemeindepräsident Kurt Enderli zu hallowil.ch.

Der Ablauf sieht wie folgt aus: Um an das Geld zu gelangen, muss ein Gesuch in Form eines Fragebogens ausgefüllt werden. Dies soll der Behörde helfen, einen Überblick in der Gemeinde zu erhalten. Zudem dient das Formular als Grundlage für den Entscheid über eine mögliche finanzielle Hilfeleistung. «Die Beiträge sind abhängig vom erzielten Einkommen der Vorjahre, wobei Steuererklärungen massgebend sind. Die Unterstützung wird gegen oben beschränkt», sagt Enderli. Die Höhe des Betrags wird vom Gemeinderat bestimmt, sobald dieser einen Überblick hat über die Menge der Anträge. Voraussetzung für die Unterstützung: Wohn- und Firmensitz müssen in der Gemeinde Wilen liegen. «Wenn jemand Anrecht auf Beiträge von Bund und Kanton hat, bezahlt die Gemeinde keine Beiträge», sagt Enderli.

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Lockdown wird um eine Woche verlängert (8.4.)

Während Österreich die Coronavirus-Massnahmen nach Ostern lockert, verlängert der Schweizer Bundesrat die seinen um eine Woche bis zum 26. April. Danach stellt er eine schrittweise Lockerung in Aussicht. Will heissen: Licht ist am Ende des Tunnels zu sehen, das Land steht aber eine weitere Woche still. Frühestens Ende April werden die Geschäfte wieder öffnen – und somit die Wirtschaft langsam aber sicher wieder hochgefahren. Die Arbeitslosigkeit könnte auf bis zu 7 Prozent ansteigen.

Wie die Exit-Strategie aussehen soll, hat der Bundesrat an einer Pressekonferenz am Mittwoch-Vorabend noch nicht genannt. Es werde ein Konzept ausgearbeitet und an der Bundesratssitzung vom 16. April besprochen.

hallowil.ch interessiert Ihre Meinung. Finden Sie die Massnahme des Bundesrates richtig? Machen Sie mit bei Umfrage ganz unten an diesem Text. (red)

Pressekonferenz von Bundesrätin Karin Keller-Sutter jetzt im Replay:

 


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Wiler Weinstrasse um ein Jahr verschoben (7.4.)

Seit Monaten hat ein achtköpfiges Organisationskomitee an der Planung der dritten Wiler Weinstrasse gearbeitet. Schriftliche Zusagen von über 50 Weinproduzenten aus der Schweiz, Österreich, Deutschland, Italien, Frankreich und Spanien für eine grosse Degustation unter freiem Himmel lagen bereits vor. Doch der am 29. Mai geplante Anlass im Herzen der Altstadt von Wil kann dieses Mal nicht stattfinden. Es muss damit gerechnet werden, dass bis zu jenem Zeitpunkt die Situation mit dem Coronavirus noch nicht vollständig überstanden sein dürfte.

Aufgeschoben ist aber nicht aufgehoben. Die Organisatoren hoffen, dass die Weinproduzenten und Fachreferenten auch für die Durchführung am Freitag, 28. Mai 2021 gewonnen werden können. Dann soll nun die dritte Weinstrass stattfinden. (pd/red)

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Die Wiler Weinstrasse wird es erst im Jahr 2021 wieder geben.


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Über 30 Prozent mehr Stellensuchende in Uzwil (7.4.)

Die behördlichen Massnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie haben massive Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt in der Region Wil und im Kanton St.Gallen. Die Zahl der Stellensuchenden hat im Vergleich zum Vormonat kantonsweit um rund 1500 Personen zugenommen. Gegenüber dem Vorjahr ist die Zahl der Stellensuchenden gar um 1968 angestiegen, was einer Zunahme um rund 20 Prozent entspricht. Im Thurgau beträgt der Anstieg 14 Prozent. Das gesamtschweizerische Mittel liegt bei 13 Prozent.

Gar noch drastischer ist der Anstieg in der Region Wil. So waren Ende März im Wahlkreis Wil 1788 Personen auf Stellensuche. Das entspricht einem Plus von 22,3 Prozent innerhalb eines Jahres. Schaut man sich die grösseren Gemeinden der Region Wil in der Statistik an, so fällt Uzwil auf: plus 30,1 Prozent seit März 2019. Aber auch Flawil hat mit einem überdurchschnittlich hohen Anstieg von 26,3 Prozent zu kämpfen. Kirchberg meldet ein Plus um 21,3 Prozent. In der Stadt Wil betrug der Anstieg 20,3 Prozent und entspricht somit dem kantonalen Mittelwert. Der vergleichsweise stärkere Anstieg im Kanton St.Gallen lässt sich aufgrund der kurzen Zeitspanne seit der Einführung der Massnahmen zur Bekämpfung der Coronavirus-Pandemie noch nicht schlüssig erklären. Dazu muss die Entwicklung in den kommenden Monaten beobachtet werden.

Junge besonders stark betroffen

Vergleicht man die Altersgruppen, so zeigt sich die stärkste Zunahme bei den 15-24-Jährigen, nämlich mehr als 30 Prozent. Bei den 25-49-Jährigen betrug der Anstieg knapp 20, bei den 50-Jährigen und Älteren rund 17 Prozent.

Sowohl in der Produktion und im verarbeitenden Gewerbe wie auch bei den Dienstleistungen beträgt die Zunahme der Zahl der Stellensuchenden kantonweit rund 20 Prozent. Bei den verschiedenen Branchen zeigen sich grosse Unterschiede. So weisen der Maschinenbau und das Baugewerbe, aber auch der Bereich Elektrotechnik, Elektronik, Optik überdurchschnittliche Anstiege aus, während im Fahrzeugbau sogar ein geringfügiger Rückgang festzustellen ist. Unter den Dienstleistungsbranchen ist das Gastgewerbe mit einem Anstieg von fast der Hälfte besonders betroffen. Ungefähr im Mittel des Sektors liegt der Detailhandel, etwas darunter die Finanzdienstleistungen. Dies teilt der Kanton St. Gallen am Dienstag mit.

Über 7000 Betriebe reichen Voranmeldungen zu Kurzarbeit ein

Die behördlichen Massnahmen zur Bekämpfung der Coronavirus-Pandemie haben im März zu einem zuvor nie beobachteten Anstieg der Voranmeldungen zur Kurzarbeit geführt. Bis am 5. April, wurde für über 5000 Betriebe und weit über 40'000 Mitarbeitende Kurzarbeit vorangemeldet und bewilligt. Die endgültige Zahl wird bei mehr als 7000 liegen. Zum Vergleich: vor Jahresfrist betrug die Zahl der meldenden Betriebe 9 mit etwas über 500 Mitarbeitenden. (pd/sdu)

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FDP Flawil fordert aktiven Gemeinderat (6.4.)

Die verordnete Schliessung von Restaurants, Coiffeursalons, Kosmetikstudios, Haushaltswarengeschäfte und dergleichen stellt die Betreiber vor eine noch nie da gewesene Situation, die für viele kaum zu bewältigen ist. Bund und Kanton begleiten den «Lockdown» mit diversen Hilfspaketen für Private und Firmen, um die unvermeidbaren Einnahmeausfälle möglichst abzufedern. Viele organisieren sich, helfen sich gegenseitig und finden neue Wege, ihr Geschäft weiterzuführen.

Dennoch gibt es Einzelne, die das nicht können und die nicht von der Hilfe von Bund und Kanton profitieren. Davon ist die Parteileitung der FDP Flawil überzeugt. Gerade Kleinstbetriebe wie Nagelstudios, Restaurants und kleine Läden stünden allein da. «Ihre Situation ist akut. Ein finanzielles Fiasko kann in kürzester Zeit eintreten. Jetzt und hier muss rasch und pragmatisch geholfen werden», schreibt die FDP Flawil weiter. Bund und Kanton würden bereits ihren Beitrag leisten. «Die Gemeinde ist nahe am Puls, sie kennt ihre Bevölkerung. Sie könnte gerade jetzt für ihre Bürger da sein.»

Es komme gelegen, dass Flawil finanziell gut dastehe. Im vergangenen Jahr wurde ein Gewinn von 5,75 Millionen Franken «erwirtschaftet». In der Gemeindeordnung steht dem Gemeinderat die Kompetenz zu, für Unvorhersehbares oder Dringliches 500'000 Franken einzusetzen. «Vielleicht sind ja seitens der Gemeinde bereits solche Massnahmen, zusätzlich zu den üblichen Möglichkeiten wie Sozialhilfe etc., angedacht? Jetzt ist aktives Handeln gefragt», so der Flawiler Freisinn. (pd/red)

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Evangelisch Wil stimmt im Juni ab (6.4.)

Da aufgrund der aktuellen Situation die Kirchgemeindeversammlung am 25. März nicht stattfinden konnte, wird gemäss den gesetzlichen Bestimmungen am Sonntag, 7. Juni eine Urnenabstimmung durchgeführt. Als Abstimmungsgeschäfte sind folgende Vorlagen traktandiert: Bauabrechnung Lärmschutzwand Mattstrasse; Rechnung und die Gewinnverwendung 2019, sowie der Voranschlag und den Steuerplan 2020.

Zudem ist ein Mitglied der Geschäftsprüfungskommission zu wählen. Die Kirchenvorsteherschaft schlägt Bettina Spelzini Gerig aus Zuzwil vor. Die Betriebsökonomin hat langjährige Berufserfahrung in den Bereichen Finanzen, Informatik und Logistik. Weitere Wahlvorschläge für die Geschäftsprüfungskommission sind bis am 17. April bei der Evangelischen Kirchgemeinde Wil, Sekretariat, Toggenburgerstrasse 50, 9500 Wil, einzureichen. (pd/red)

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Wenig los in Wil (5.4.)

hallowil.ch machte am frühen Samstagabend zwischen 17 und 18 Uhr einen Streifzug zu den neuralgischen Punkten der Stadt Wil. Fazit: Keine grösseren Menschenansammlungen am Bahnhofplatz, bei der Allee, beim Stadtweier oder auch bei den beiden städtischen Oberstufen. Dabei handelt es sich aber lediglich um eine Stichprobe.

Den Überblick hat die Kantonspolizei St.Gallen, welche kantonweit am Samstag mit über 100 Meldungen in Zusammenhang mit dem Coronavirus beschäftigt war. Nur bei einem kleinen Teil der Meldungen mussten jedoch Sanktionen ergriffen werden. Wiederum wurden etliche Kontrollen an diversen Örtlichkeiten durchgeführt. Mehrere dutzend Meldungen gingen von Bürgern ein, welche die Polizei auf mögliche Verstösse gegen die geltenden Vorschriften aufmerksam machen wollten. Diese betrafen beispielsweise Grillstellen, Schulhausplätze, Spielplätze oder Ufer von Gewässern. In den meisten Fällen konnte die Polizei bei ihrem Eintreffen keine Verfehlungen festgestellt werden. Oftmals trennten sich die Personen auf oder vergrösserten den Abstand untereinander.


Restaurant und Solarium illegal geöffnet

«Die Einsicht, dass die Vorschriften des Bundesrates auch im privaten Bereich gelten, ist grösstenteils vorhanden. Es gab aber auch einige uneinsichtige Passanten, welche mit einer Ordnungsbusse belegt wurden», schreibt die Polizei am Sonntagvormittag. Alle Personen wurden erneut über die geltenden Massnahmen des Bundes in Kenntnis gesetzt und sensibilisiert. In einem Fall wurden immer noch Gäste in einem Restaurant bewirtet. Der Wirt wurde zur Anzeige gebracht. Ein Solariumbetrieb wurde geschlossen. Beides ereignete sich aber nicht in Wil. Nach Bürgerhinweisen wurden mehrere Filialen von Grossverteilern kontrolliert, nachdem der Verdacht bestand, dass sich in den Verkaufsräumlichkeiten zu viele Personen aufhielten. Diese Annahme wurde an Ort nicht bestätigt. Etliche Selbstbedienungsautowaschanlagen waren geöffnet und wurden von Polizei der allesamt geschlossen.

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«Massnahmen werden auf die leichte Schulter genommen» (4.4.)

Patrouillen der Kantonspolizei St.Gallen trafen zwischen Freitag- und Samstagmorgen bei ihren Kontrollen auf diverse Personenversammlungen, wie am Samstagvormittag mitgeteilt wird. Viele Jugendliche und junge Erwachsene hielten sich unter anderem auf dem Gelände von Schulhäusern auf. Sie wurden auf das geltende Versammlungsverbot aufmerksam gemacht und weggewiesen. Weiter befanden sich mehrere Menschen bei öffentlichen Feuerstellen. In zwei Fällen verhielten sich die Personen uneinsichtig was den Mindestabstand anbelangte. Diese Personen wurden gebüsst. In einem Fall fand eine Geburtstagsparty mit zu vielen Personen statt. Die Polizei intervenierte und erklärte nochmals, dass die vom Bund angeordneten Massnahmen auch zuhause im privaten Bereich Gültigkeit haben. Bei Schulhäusern und Sportplätzen wurden viele spielende Kinder in zu grossen Gruppen angetroffen. Die Eltern wurden sensibilisiert und begaben sich im Anschluss nach Hause.

Die Kantonspolizei St.Gallen stellt fest, dass viele Personen die Massnahmen mit fortschreitender Zeit immer mehr auf die leichte Schulter nehmen. Sie appelliert deshalb nochmals an die Vernunft jedes einzelnen, sich an die geltenden Regeln zu halten.

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Schönes Wetter: Polizei erhöhte Präsenz (3.4.)

«Es ist nach wie vor nicht verboten, sich draussen zu bewegen. Wir appellieren aber an die Eigenverantwortung und den Respekt gegenüber den geltenden Vorschriften», schreibt die Kantonspolizei St. Gallen am Freitag in einer Mitteilung. Um die Einhaltung der Massnahmen zu prüfen, wird sie deshalb ihre Präsenz verstärken. «Im Besonderen weisen wir daraufhin, dass bekannte und beliebte Plätze zu meiden sind und die Hygiene- und Abstandsregeln auch auf den Gewässern eingehalten werden müssen. Mit der Einhaltung der Massnahmen kann jede Person einen Beitrag zur Erhaltung der Gesundheit leisten und Bussen und Verzeigungen können verhindert werden», schreibt die Polizei.

Wiederholt Interventionen bei Jugendlichen

In der Zeit zwischen Donnerstag- und Freitagmorgen hat sich Kantonspolizei St.Gallen mit 40 Fällen im Zusammenhang mit der Corona-Problematik beschäftigt. Mehrheitlich musste die Kantonspolizei St.Gallen wegen Personenversammlungen ausrücken. Es wurde erneut die aktuelle Lage und die daraus resultierenden Folgen erklärt. Grösstenteils zeigten sich die Leute einsichtig und verliessen die Örtlichkeiten selbständig. Andernfalls wurden die Treffen von der Polizei aufgelöst und die Personen nach Hause geschickt. Das schöne Wetter lockte auch unzählige Menschen auf die diversen Sport-, Fussball- und Tennisplätze. Auch diese Personen mussten die Örtlichkeiten verlassen, wenn sie sich nicht an die maximale Anzahl von fünf Personen sowie an den Mindestabstand hielten. Auffallend war, dass bei den vielen Kontrollen meist bei Jugendlichen oder jungen Erwachsenen interveniert werden musste. Gerade im Hinblick auf das schöne Wetter am Wochenende appelliert die Kantonspolizei St.Gallen nochmals im Namen der Gesundheit an die Bevölkerung, sich an die momentanen Regeln mit maximaler Personenanzahl und Mindestabstand zu halten. Im zwischenmenschlichen Bereich musste sechs Mal interveniert werden. Weiter kam es zu einem Einbruch. 

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Kontrollen: Wiederholt Fehlalarm (2.4.)

Patrouillen der Kantonspolizei St.Gallen führten wiederum diverse Kontrollen bezüglich der aktuellen Lage durch und gingen zudem verschiedenen Hinweisen der Bevölkerung nach. «Bei 14 Einsätzen mussten kleinere Personenansammlungen nochmals sensibilisiert oder nötigenfalls weggewiesen werden. In zwei weiteren Fällen wurden mehrere Jugendliche gebüsst, welche sich nicht an die geltenden Bestimmungen hielten», berichtet die Kantonspolizei St. Gallen in einer Medienmitteilung. Bei zwei Kontrollen konnte vor Ort niemand mehr angetroffen werden. Aufgrund von Hinweisen wurden drei Imbiss-Lokale kontrolliert. Bei zweien war alles in Ordnung, in einem Fall befanden sich Personen im Lokal, welche weggewiesen werden mussten. «Weiter wurde ein Verkaufsgeschäft überprüft, wobei alles in Ordnung war», heisst es weiter. Auch bei der Kontrolle einer Firma, bei der angeblich die Hygienemassnahmen nicht eingehalten werden sollen, konnte nichts beanstandet werden und die Regeln wurden vorbildlich eingehalten. «Im zwischenmenschlichen Bereich musste vier Mal interveniert werden. Zudem kam es zu einem Einbruch», so die Kapo. (kapo)

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Grafik kapo

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Erster Grossanlass der Region Wil abgesagt (1.4.):

Es hätte einmal mehr ein Turnspektakel im südlichen Thurgau geben sollen. Über 100 Vereine mit fast 3000 Turnern aus der ganzen Schweiz waren für den diesjährigen Tannzapfe-Cup angemeldet. Die Vorbereitungsarbeiten liefen bereits. Doch nun haben die Organisatoren entschieden, dass der Anlass aufgrund des Coronavirus abgesagt wird. «Seit einiger Zeit verfolgen wir die Entwicklung rund um das Coronavirus genau und stehen im engen Kontakt mit Behörden, Vereinen und Partnern.

Der Schweizerische Turnverband und der Thurgauer Turnverband haben nun entschieden, alle Anlässe und Wettkämpfe bis Ende Juni abzusagen», sagt OK-Präsident Beat Aebi. Man folge diesen Empfehlungen, da die Gesundheit aller Beteiligten an oberster Stelle stehe. Darum müsse die 29. Austragung des Tannzapfe-Cup vom 6. Juni abgesagt werden. «Eine Verschiebung ist aufgrund der momentanen Unsicherheiten und dem dichten Programm im Herbst nicht möglich», sagt OK-Präsident Aebi.

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Clientis Toggenburg führt die GV im April durch (31.3.)

«Die Gesundheit unserer Aktionäre, Kunden sowie Mitarbeitenden hat für uns höchste Priorität. Aus heutiger Sicht ist es daher undenkbar, die Generalversammlung der Clientis Bank Toggenburg vom 24. April im gewohnten Rahmen durchzuführen», schreibt die Bank am Dienstag in einer Mitteilung. Zudem ist gut vorstellbar, dass es auch Ende April noch vom Bundesrat verboten sein wird, Grossveranstaltungen durchzuführen.

Verschoben wird die GV der Bank deshalb aber nicht. Der Verwaltungsrat hat in Absprache mit der Geschäftsleitung entschieden, die Generalversammlung am 24. April durchzuführen, jedoch in Abwesenheit der Aktionäre. Er stützt sich dabei auf Artikel 6a der Verordnung 2 über die Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus. Mit diesem hat der Bundesrat die Möglichkeit geschaffen, dass Aktionäre ihre Rechte auf schriftlichem Weg ausüben und über die Anträge des Verwaltungsrates abstimmen können.

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Mann beschwert sich über Restaurant (30.3.)

Patrouillen der Kantonspolizei St.Gallen wurden zwischen Sonntag und Montag mehrfach zur Kontrolle von angeblich zu grossen Personengruppierungen aufgeboten. «In den meisten Fällen waren jedoch keine Verfehlungen festzustellen. In einem Fall wurde eine Gruppe mit Menschen aufgelöst», teilt die Kapo in einer Medienmitteilung mit. Bei einem Schulhaus wurden mehrere Personen angetroffen, welche den Mindestabstand zueinander nicht einhielten. Sie wurden gebüsst. «In einem anderen Fall wurde einem Mann eine Verzeigung in Aussicht gestellt, weil er den Mindestabstand wiederholt nicht einhielt», heisst es weiter. Weiter informierte ein wütender Mann die Polizei, weil er nicht im Restaurant sitzend Kaffee trinken durfte. «Dem Mann wurde die aktuelle Sachlage nochmals nähergebracht», informiert die Kapo. Im zwischenmenschlichen Bereich musste die St. Galler Kapo Kantonspolizei dreimal intervenieren. Weiter ist es zu zwei Einbrüchen gekommen. (capo)

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Die Wochenstatistik der Kantonspolizei St. Gallen. 

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