Ausser über Jahresrechnung und Budget war an der Bürgerversammlung im Oberstufenzentrum Thurzelg in Oberbüren über zwei Anträge zu befinden. Mit dem Ja zum Kredit von rund 38 Millionen Franken gaben die Versammlungsteilnehmer grünes Licht für die Realisierung des Erweiterungsprojektes Sonnmatt. Auch der Landkauf für 8,6 Millionen Franken passierte ohne Gegenstimmen. Uzwil und Oberuzwil hatten schon am 4. März an der Urne zugestimmt, so dass dem Bau von 78 zusätzlichen Pflegeplätzen nichts mehr im Wege steht. Bewilligt wurde auch der Kredit von rund 1 Million Franken für die Erschliessung von Industrieland im Bürerfeld.Mit der Genehmigung des Budgets ist ausserdem der Weg frei zur Übernahme zweier Wohnungen im Schlossgarten. Die Wohnungen waren im Besitz der Primarschulgemeinde Oberbüren-Sonnental und von dieser bis vor einem Jahr für zwei Kindergartenabteilungen genutzt worden. Künftig soll darin vorläufig eine und später eventuell eine zweite Kindertagesstätte eingerichtet werden. Die Wohnungen kauft die Gemeinde für 490'000 Franken, bekommt dafür aber das Darlehen in der Höhe von 430'000 Franken von der Schulgemeinde zurückbezahlt.

Einnahmenüberschuss dank Bodenverkäufen
Die Jahresrechnung 2017 hätte, wie budgetiert, mit einem Ausgabenüberschuss abgeschlossen. Bodenverkäufe im Betrag von 5,6 Millionen Franken ergaben aber einen Einnahmenüberschuss von 5,4 Millionen Franken. Davon werden 309'000 Franken für zusätzliche Abschreibungen der Sanierung Oberhusstrasse verwendet. Um 572'000 Franken wird die Sanierung der Dorfstrasse Niederwil zusätzlich abgeschrieben. 4,6 Millionen Franken gehen in die Reserve für künftige Ausgabenüberschüsse.

Budget und Finanzplanung mit Defiziten
Das Budget für das Jahr 2018 sieht einen Fehlbetrag von 320'000 Franken vor. Der Gemeinderat erachtet trotzdem eine Senkung des Steuerfusses von 108 auf 105 Prozent und damit eine Einbusse der Steuereinnahmen um 270'000 Franken als vertretbar. Für die Planungsperiode 2018 bis 2022 wird mit Defiziten zwischen 320'000 und 1,2 Millionen Franken gerechnet.

Bezüglich der Steuerkraft steht Oberbüren an 25. Stelle im kantonalen Vergleich, bezüglich des Steuerfusses im 13. Rang der 77 Gemeinden.

Was die künftigen Investitionen betrifft, handelt es sich zu einem grossen Teil um Sanierungen von Strassen und Abwasserkanalisationen. In der Planungsperiode 2018-2022 sind 7 Millionen Franken für die Sanierung des bestehenden Gemeindestrassennetzes vorgesehen.

Einlenker überzeugt nicht
Bei der ersten Etappe der Sanierung Oberbürer-Niederwilerstrasse muss noch die Verkehrsinsel gesetzt und der Deckbelag eingebaut werden. Obwohl man sich bei der Planung auf Fachleute aus verschiedenen Sparten (Kanton, Kantonspolizei, Postauto, Ingenieur) abgestützt habe, vermöge der Einlenker von der Fürstenlandstrasse in die Oberbürer-Niederwilerstrasse nicht zu überzeugen. Gemeindepräsident Bommeli stellte deshalb Anpassungen in Aussicht.

Ein Fest, das in Erinnerung bleibt
Mit der Ermittlung und Gestaltung des Gemeindemittelpunktes hatte das Jubiläum 1200 Jahre Oberbüren begonnen. Mit dem 15. Anlass und gleichzeitigem Höhepunkt wurde mit dem prachtvollen Viertagefest der Abschluss gemacht. Alexander Bommeli rief das Fest nochmals in Erinnerung und dankte gleichzeitig Roger Niedermann, der das Organisationskomitee mit Auszeichnung geleitet hat.

4237 Einwohner mit frischem Wasser versorgt
Roger Niedermann, Präsident der Wasserversorgung Oberbüren, erstattete Bericht über das erste Jahr der fusionierten Wasserversorgungen. Vier ehemalige Wasserversorgungen sind zusammengeführt und die Wassertarife vereinheitlicht worden. Die beiden Pumpwerke Grueben Niederbüren und Bernegg Lenggenwil liefern den gesamten Bedarf an Trinkwasser. Die Versorgungssicherheit ist zusätzlich durch die Zugehörigkeit zur Gruppenwasserversorgung Vogelsberg und die Zusammenarbeit mit den Werken in Flawil, Wil und Zuzwil gewährleistet.

Fast 2000 Kubikmeter Wasser sind 2017 pro Tag an 4237 Einwohner abgegeben worden. Das ergibt einen durchschnittlichen Verbrauch von 230 Litern pro Person und Tag.

Die Jahresrechnung 2017 schliesst bei Aufwand und Ertrag von gut 1,3 Millionen Franken mit einem Aufwandüberschuss von 125'000 Franken ab. In der Investitionsrechnung wird ein Ertragsüberschuss von 314'000 Franken ausgewiesen. Alle Anträge wurden ohne Gegenstimmen gutgeheissen.